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Auf den Strömen der Welt zu den Meeren Gottes

Gustav Schüler: Auf den Strömen der Welt zu den Meeren Gottes - Kapitel 16
Quellenangabe
typepoem
authorGustav Schüler
titleAuf den Strömen der Welt zu den Meeren Gottes
publisherFritz Eckardt Verlag
year1908
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20160221
projectid90127d03
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Heimweh.

Erst hat der Unmut mich hinausgetrieben,
Nun, da ich ferne, weine ich nach dir,
Du meine ewig teure Heimaterde,
Nun grämt es mich mit schluchzender Beschwerde:
Wär ich bei dir und deiner Not geblieben,
So wäre jetzt dein seliger Trost bei mir.
Erst hat der Unmut mich hinausgetrieben,
Nun, da ich ferne, weine ich nach dir.

Das alte Haus mit lehmgefügten Wänden
Steigt vor mir auf wie eine treue Braut.
Die Fenster seh' ich hell im Frührot blinken –
Ich möchte in die Frührotflammen sinken,
Ich möchte mit den heimatfernen Händen
Dem Grase schmeicheln, perlenübertaut.
Das alte Haus mit lehmgefügten Wänden
Steigt vor mir auf wie eine treue Braut.

O armes Heimweh, du wirst mich noch kränken,
Wenn ich im Grabe! Dunkler Dränger du –
Du Fürst und Bettler, hast mich auserlesen,
Ich dein Vasall und du mein ganzes Wesen,
O du verwirrst mein strahlend Himmelsdenken,
O du zerwühlst mir meine Erdenruh.
O arges Heimweh, du wirst mich noch kränken,
Wenn ich im Grabe! Dunkler Dränger du!

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