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Auf den Strömen der Welt zu den Meeren Gottes

Gustav Schüler: Auf den Strömen der Welt zu den Meeren Gottes - Kapitel 143
Quellenangabe
typepoem
authorGustav Schüler
titleAuf den Strömen der Welt zu den Meeren Gottes
publisherFritz Eckardt Verlag
year1908
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20160221
projectid90127d03
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Der Friedhof.

Den Friedhofssteg schritt ich um Mitternacht;
Das Mondlicht tastete mit weichen Händen
Auf Grab und Gitter, um mit holder Macht
Das Grausen feierstill zu überblenden.

So heimatselig laden Busch und Baum,
Die an die Gräber mit den Wurzeln rühren
Und deren Häupter, summend wie im Traum
Mit Windeswellen leise Zwiesprach führen.

Und Kreuz und Hügel so geheimnistraut;
Sie winken als der Schluß von allen Fragen,
Als könnten sie mit leisem Geisterlaut
Auf alles, alles Sinn und Antwort sagen.

So schwer ist mir. Als müßt ich weinend nun
An jener Trauerweide niedersinken
Und langsam, langsam von dem großen Ruh'n
Vorahnend eine heilige Welle trinken.

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