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Auf den Strömen der Welt zu den Meeren Gottes

Gustav Schüler: Auf den Strömen der Welt zu den Meeren Gottes - Kapitel 134
Quellenangabe
typepoem
authorGustav Schüler
titleAuf den Strömen der Welt zu den Meeren Gottes
publisherFritz Eckardt Verlag
year1908
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20160221
projectid90127d03
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Sonntagslied.

Seele, meine müde Seele,
Angstbeladen, werde still!
Spähe wie die Taube Noah,
Ob das Wasser weichen will.

Ob der Ölbaum wieder grün wird,
Ob der Friedensbogen strahlt,
Ob sich wieder Gottes Himmel
Tröstlich in den Wassern malt!

Ach, solange Sterne schimmern
Und ein Veilchen schüchtern zagt,
Kannst du dir das Leben zimmern,
Das getrost ein Morgen wagt.

Ob du tausend Sonnenstrahlen
Oder einen einzigen hast –
Ei, so ist der volle Himmel
Immer doch bei dir zu Gast!

Doch du mußt die Menschen lassen.
Sieh sie nicht! Geh deinen Weg!
Geh, wenns möglich, nicht durch Gassen,
Geh durchs Waldgeheg den Steg.

Fühle dich ein Mensch der Erde,
Sei dir Hort in Sturm und Streit,
Und du schaffst dir treu und selig
Deinen Winkel Ewigkeit!

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