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Auf den Strömen der Welt zu den Meeren Gottes

Gustav Schüler: Auf den Strömen der Welt zu den Meeren Gottes - Kapitel 115
Quellenangabe
typepoem
authorGustav Schüler
titleAuf den Strömen der Welt zu den Meeren Gottes
publisherFritz Eckardt Verlag
year1908
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20160221
projectid90127d03
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Am Morgen.

Mein Hirte Jesus, weiche nicht von mir,
Wenn alle andre Hilfe schweigt und schwindet,
Wenn meine Seele, weggewandt von dir,
Qualvoll verloren sich im Staube windet.

Ich seh die Stunde, wo solch Grau'n geschieht,
Leibhaft lebendig hat sie sich erhoben,
Sie kommt, sie schreitet, die mein Auge sieht –
Als wär das Licht am hellen Tag zerstoben.

Eh' solche finstre Stunde mich betritt –
Und schicksalsschwer fühl ich sie näherschweben –
Schneid ab die Wurzel, rasch! mit einem Schnitt!
Was will ein von dir abgekommnes Leben?

»Schneid ab die Wurzel!« laut hab ich's gestöhnt.
Da glomm ein Rosenband am Einfahrtstore:
Die Sonne kommt! Und was jetzt singt und tönt,
Das sind Herr Christ und ich in einem Chore.

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