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Auf den Strömen der Welt zu den Meeren Gottes

Gustav Schüler: Auf den Strömen der Welt zu den Meeren Gottes - Kapitel 109
Quellenangabe
typepoem
authorGustav Schüler
titleAuf den Strömen der Welt zu den Meeren Gottes
publisherFritz Eckardt Verlag
year1908
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20160221
projectid90127d03
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Schwerer Gruß.

Lasst uns beten, meine armen Brüder,
Die vor einer fremden Stadt
Abenddunkeln Toren sind –
Die wir alle so verloren sind,
Hin zu euch in schwerer, müder
Sehnsucht ringt sich meine Seele matt.

Von den Türmen schlägt des Wächters Stimme –
Kinder, die vorm Vaterhaus,
Drinnen fremde Stimmen rufen,
Stehn wie wir auf finsterer Treppe Stufen,
Heimatlos, mit bangem Grimme
Weinen sich die armen Seelen aus.

In den alten Pappeln vor dem Walle
Wirrt ein heimatloser Wind,
Schlägt im Zorn die alten Mauern,
Trinkt sich schwer und matt an unserm Trauern,
Klagt und zittert, daß wir alle
Kinder unermeßlich dunkler Sorge sind.

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