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Aphorismen

Emil Gött: Aphorismen - Kapitel 11
Quellenangabe
typeaphorism
booktitleGesammelte Werke Band 1
authorEmil Gött
year1911
editorRoman Woerner
publisherC. H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung
addressMünchen
titleAphorismen
pages68
created20120214
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Aus heiligen Quellen schöpft man schweigend. Nur dem lautlos und ergriffen sich Neigenden heiligen sie sich; dem lauten Gackler sind sie nur Wasser.

 


 

Musik etwas Anorganisches: der Mensch legt Seele hinein und hört heraus.

 


 

Die Komödie, das Lustspiel, der Humor überhaupt entsteht auch als Ergebnis eines Kampfes –: wenn und wem das Leid der Welt nicht schwerer wiegt als ihre Lust.

 


 

Zwei Arten von Kunst: in der einen wirft der Künstler etwas an das Publikum hin, in der andern das Publikum an sein Werk.

 


 

Urteil kommt zuweg durch Stillstand der Kritik.

 


 

Man merkt leider immer zu spät, daß die Menschen nicht belehrt, sondern unterhalten sein wollen.

 


 

Die Kunst ist das Aushilfsmittel des Genies, das nicht zu dem Leben zu dringen versteht, indem es sich natürlich entladen könnte. Sie verrät den Kindeszustand einer Menschheit, sie spielt mit dem Leben, wie das Mädchen mit der Puppe, innig und vertraut, in reifster antizipierter Mütterlichkeit, bis es an eine andere Wiege tritt, als Weib.

 


 

Die Natur neigt zum Tode, die Kunst kaum zum Leben.

 


 

Der Mensch macht seine Gaben zu Künsten; das Tier behält sie als Eigenschaften.

 


 

Die Phantasie ist ein Schmetterling; hält man ihn gewaltsam fest, so zerstäubt sein Schmelz und seine Flügel zerbrechen; in der Freiheit fliegt er einem zutraulich von selbst auf die Hand. Aber ruhig halten – wie eine Blüte – und Honig schwitzen – womöglich.

 


 

Entzückung schwebt auf einer Zehenspitze.

 


 

Der Lorbeer, Freund, der um die Schläfe grünt, hat einen starken Duft.

 


 

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