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Amazonasfahrt

Artur Heye: Amazonasfahrt - Kapitel 18
Quellenangabe
authorArthur Heye
titleAmazonasfahrt
publisherBüchergilde Gutenberg Zürich
year1944
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
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17

Im Verlaufe meiner vielen Wanderjahre, die ich teilweise in recht abseitigen Gegenden dieses Planeten verbrachte, war ich erklärlicherweise auf Gastfreundschaft manchmal einfach angewiesen; darüber hinaus habe ich auch sehr viel freiwillig angebotene Gastlichkeit genossen, und häufig war das Verhalten meiner Gastgeber, unter denen sich ebensoviel braune, rote, gelbe und schwarze Menschen befanden wie weiße, derart gewesen, daß ich mit einem fast beschämenden Gefühl tiefer und unbezahlbarer Verschuldung von ihnen schied.

Den Gipfelpunkt von Gastfreiheit erlebte ich jedoch erst dort auf der Insel Marajò im Hause Dr. Pennas. Es war so, daß wir uns schon nach kurzer Zeit bei jedem Gespräch in acht nahmen, nichts zu erwähnen, was unserm Wirt möglicherweise Anlaß geben konnte, wiederum etwas Neues für uns zu tun, herbeizuschaffen oder einzurichten. Als einziges Beispiel, was dieser Brasilianer unter Gastfreundschaft verstand, will ich nur erwähnen, daß es an der Tafel neben allem, was das Land an frischen Früchten, Fisch- und Fleischarten und die ganze übrige Welt an Konserviertem bot, in den vier Monaten, die wir bei ihm verbrachten, Tag für Tag zu den beiden Hauptmahlzeiten Speiseeis gab. Und zwar nur deshalb, weil Ruth an einem der ersten Tage einmal von den fabelhaften »Icecreamshops« Rio de Janeiros geschwärmt hatte. Was aber alltägliche »Icecream« dort im Innern von Marajò bedeutete, erhellt daraus, daß zu diesem Behufe jeden Morgen und jeden Abend eine Stafette von zwei Vaqueiros nach Soura reiten mußte und dort ungefähr einen Zentner Roheis, das mit Segelbooten von Parà herüberkam, in Säcke verpackt aufs Pferd nahm – um nach fünf Stunden mit einem Viertelzentner in Jilva anzukommen! Die übrigen drei Viertel hatte unterwegs die Äquatorsonne in Dampf verwandelt.

Die herzliche Freude unseres Gastgebers, wenn er uns mit irgend etwas eine freundliche Überraschung bereiten konnte, behielt auch dann noch etwas Rührendes, als wir erfuhren, daß auf Marajò der Jahreslohn eines Vaqueiros je nach seinen Dienstjahren sechzig bis achtzig Milreis beträgt –! Es ist kein Schreib- oder Druckfehler, sondern es sind und bleiben im Durchschnitt siebzig Milreis, gleich zirka dreißig Schweizer Franken, die der Mann neben Unterkunft und Verpflegung für die Arbeitsleistung eines vollen Jahres an barem Gelde ausbezahlt bekommt. Danach wurden uns freilich die schlechthin unsagbaren Lumpen verständlich, die bei den hiesigen Vaqueiros noch als Bekleidung galten. Wie wir später feststellten, trug ihr Herr immerhin wenigstens noch die Kosten, wenn einer von ihnen einmal ernstlich erkrankte oder verunfallte, wenn er heiratete oder zum Militärdienst einberufen wurde, wenn Geburts- oder Todesfälle in seiner Familie eintraten, und wenn er schließlich altershalber völlig arbeitsunfähig wurde.

Die Kulturstufe, auf der diese halbwilden Rinder- und Pferdehirten standen, war denn auch den Verhältnissen entsprechend; unter den zweiunddreißig Vaqueiros der Fazenda befanden sich kaum zehn, die mit schwerer Mühe ihren Namen hinmalen, und ganze drei, die einigermaßen flüssig lesen und schreiben konnten. Wie der Stand der Arbeitslöhne, das unterwürfige Verhältnis zwischen Herren und Dienern, zwischen Priestern und Laien und die ganze Denkweise der Marajòaner überhaupt zeigte, waren an dieser Insel im Amazonenstrom die letzten Jahrhunderte so gut wie spurlos vorübergerauscht, hier herrscht einfach heute noch das Mittelalter.

Mit diesen patriarchalischen Zuständen hing es auch zusammen, daß Pennas Wohnhaus und die ringsum liegenden weiteren und sehr weitläufigen Baulichkeiten eine wahre Karawanserei darstellten. Gegen das, was darin außer den zahllosen aktiven und pensionierten Dienstleuten samt Angehörigen, und an des Doktors eigenen Verwandten und wiederum deren Verwandtschaft herumwimmelte, war unseres Freundes Landsbergers mannigfaltiger und seßhafter Logierbesuch nur ein kümmerliches Häuflein gewesen.

Als ich Penna bei einer spätabendlichen Plauderstunde unter der winddurchrauschten alten Mango vor seinem Hause, einer Zwiesprache, die uns auf recht persönliche Gebiete und am Ende sehr nahe zueinander führen sollte, unter anderem fragte, wieviel Menschen eigentlich hier auf Jilva mit an seinem Tisch äßen, sah er verwundert auf, kratzte sich den Kopf und schüttelte ihn schließlich mit der lachenden Bemerkung: »Well, ich muß sagen, daß ich sie noch nie gezählt habe. Nach meiner Schätzung mögen es jetzt so ungefähr achtzig sein. Bis vor fünf Wochen waren es noch vierundzwanzig mehr, nämlich Verwandte meiner Frau. Sie sind bis auf den alten kranken Mann – warten Sie mal, ich glaube, es ist ein Schwiegeronkel meiner Frau – dem ich Sie gestern auf der Pujada vorstellte, mit ihr zusammen nach Recife abgereist. Meine Frau wollte wieder einmal auf ein paar Monate in die Zivilisation zurück, und außerdem wurde es Zeit, daß unsere beiden Buben dort in einem ›Collegio‹ untergebracht wurden. Später will ich sie dann zum Studium hinauf in die Staaten schicken. Ich möchte nicht, daß sie hier wild wie Jaguare und unwissend wie Caboclos aufwachsen. – Nur zu Ihnen gesagt, wollte ich ebenso wenig, daß die Boys, wie es unter meinen hiesigen Standesgenossen üblich ist, von Jesuitenpriestern Hausunterricht bekamen, um dann ihr ganzes Leben lang alles durch katholisch geschliffene Brillengläser anzuschauen. – Womit ich aber ja nichts gegen die sonstigen Leistungen gerade dieses Ordens sagen will. Im Gegenteil, ich kenne einen Pater von der Indianermission, vor dessen menschlichen wie auch wissenschaftlichen Qualitäten ich nur ehrfurchtsvoll den Hut abnehmen kann.«

»Das gleiche gilt für mich«, warf ich ein. »Ich bin seinerzeit zwei Jesuiten begegnet, die seit einem Menschenalter in den Schlafkrankheitsbezirken am Viktoria Nyanza als Ärzte tätig waren, und ich weiß, was das heißen will. Beide liegen heute schon lange dort begraben, zusammen mit einigen hunderttausend andern Opfern dieser Geißel Zentralafrikas. – Übrigens habe ich von dem, den Sie meinen, Doktor, schon durch Nimeandajù gehört. Es ist doch der alte einarmige Priester, der seit mehr als vierzig Jahren unter den weltverlorensten Stämmen des Rio Negiro lebt und bereits Wörterbücher von acht ihrer Sprachen herausgegeben hat, nicht wahr?«

»Ganz recht, Pater Sebastian«, nickte er und fügte mit dem kindlichen Stolz, der manchmal bei ihm durchbrach, hinzu: »Sein weltlicher Name war Miguelo Penna. Er ist mein Großonkel.«

Worauf ich ihn wie stets, wenn dieser Zug an ihm in Erscheinung trat, sogleich ein wenig foppen mußte. »Nun, zu solchem Großonkel kann man Ihnen gratulieren. Der meinige nahm zwar, wenigstens zuletzt, auch eine sehr erhöhte Stellung ein!« grinste ich. »Er wurde nämlich gehängt! Wie man mir als Kind erzählt hat, wegen Seeräuberei. – Wir haben aber auch, was den Bildungsgang betrifft, etwas Gemeinsames, Doktor. Haben Sie nicht einmal erwähnt, daß Sie außer Harvard auch die John-Hopkins-Universität in Baltimore besucht haben?«

»Ja, gewiß. Ich habe dort, ehe ich zur Philologie umsattelte, drei Semester Medizin studiert. Waren Sie etwa auch auf der John Hopkins?«

»Sure!« nickte ich ernsthaft. »Allerdings nur sechs Wochen lang. Nämlich als Stellvertreter des Kastellans während seiner Ferien.«

An seinem unsicheren Lächeln merkte ich, daß er das Gesagte für einen Spaß hielt; als ich ihm aber versicherte, daß es mein blutiger Ernst war, versank er in ein längeres Schweigen und rückte nach mehreren Anläufen endlich mit etwas heraus, was ihn anscheinend schon länger beschäftigt hatte. »Wie mir gesagt wurde, haben Sie bis jetzt ungefähr ein Dutzend Bücher über Ihre Fahrten und Abenteuer veröffentlicht, Mister Heye. Mir waren natürlich nur die drei ins Englische übersetzten zugänglich, Landsberger aber hat sie alle gelesen, und er sagt, es ginge daraus hervor, daß Sie schon mit vierzehn Jahren von daheim auf- und davongegangen und seitdem so gut wie ständig unterwegs gewesen wären, bis zu dem Tage, da Sie in Parà landeten. Da nun Ihre eigenen wirtschaftlichen und sonstigen Umstände währenddem immer äußerst schwierig und dürftig waren und Ihnen auch keinerlei Hilfe von anderer Seite geleistet wurde, haben wir uns beide gefragt, wann und wo Sie sich bei solchem Leben eigentlich die allgemeine Bildung ... Ich meine, zum Bücherschreiben gehört doch neben dem Talent, was natürlich Voraussetzung ist, mehr als das, was Ihnen die sieben Jahre Volksschule, von denen Sie einmal reden ...«

»Hm, allerdings!« lachte ich. »Ich weiß schon, was Sie sagen wollen. Auf jener Volksschule im Arbeiterquartier einer mitteldeutschen Großstadt, die ich in den neunziger Jahren besuchte, wurde in der Hauptsache nur Patriotismus in Gestalt einer profunden Geschichte des angestammten Königshauses und Religion in Gestalt von Luthers kleinem Katechismus und ungefähr zweitausend Bibelsprüchen und Gesangbuchversen gelehrt. Nur andeutungsweise noch ein wenig Natur- und Kulturgeschichte, Länder- und Völkerkunde, und keine einzige Fremdsprache. Wenn man nicht das Sächsische, was auch unsere Lehrer sprachen, als solche bezeichnen will. – Nein, Doktor, das bißchen, wovon ich eine Ahnung habe oder mir wenigstens einbilde, eine zu haben, stammt wirklich nicht aus jener zweifelhaften Bildungsstätte. Was über deren sorgfältig dosierten Lehrstoff hinausging, habe ich mir vor allem aus der sozialistischen Tageszeitung angelesen, die wir daheim hielten. Das Blatt hat mir sogar als Fibel gedient, denn als ich etwas über vier Jahre alt war, hat mich meine Mutter daraus lesen gelehrt. Ich weiß noch, wie ich glühend vor Eifer, nachdem ich das Alphabet begriffen hatte, mit meinem schmutzigen Finger auf der Zeile hinfuhr: P-o-l-i-t-i-s-ch-e Ü-b-e-r-s-i-ch-t – Politische Übersicht, nicht wahr, Mutter? – Was heißt das?« So ungefähr verlief es. – Aber es hat nicht allzu lange gedauert, bis ich von dem, was ich da buchstabierte, allmählich auch eine schwache Vorstellung gewann. Das Wichtigste ist natürlich erst später bei der Lektüre der Schmöker hängengeblieben, die ich zahl- und wahllos zusammenkaufte und in den Freistunden meiner Seemanns- und Arbeiterzeit in mich hineinschlang. Nachdem ich dann allerdings selber angefangen hatte, Schmöker zu schreiben, hat auch das Lesen bei mir allmählich fast ganz aufgehört und meine Weiterbildung somit ein beklagenswert frühzeitiges Ende gefunden. – Well, das ist alles, was ich über diesen Gegenstand zu sagen habe, Doktor, und es ist die Wahrheit. Da Sie es mir aber doch nicht glauben, wie ich Ihnen anmerke, schlage ich vor, nunmehr zu unserm ursprünglichen Thema über den Ausflug von morgen früh zurückzukehren. Können wir ...«

»Pardon, daß ich Sie unterbreche! Aber was Sie bei mir feststellen, ist Erstaunen, nicht Unglauben, denn das wäre ja eine Beleidigung. Nach dem Gehörten scheint mir, daß ich auf meinen, nach zwölf Schul- und vier Universitätsjahren erworbenen Doktorgrad nun gar nicht mehr so stolz sein kann, wie ich es, offen gestanden, immer war. Es ist hierzulande nämlich etwas ganz Unerhörtes, überhaupt etwas zu lernen. – Lieber Gott, wo wäre ich geblieben, wenn ich Ihren Weg hätte gehen müssen! Sie müssen mir noch viel erzählen! Zum Beispiel, wieso Sie so gut über den Islam Bescheid wissen, Arabisch können und so weiter. Aber vorerst – ich möchte ...« er stand plötzlich auf, streckte mir die Hand hin und schloß mit einem raschen, schlichten: »Let's be good friends! – Lassen Sie uns gute Freunde sein!«

Es kam überraschend für mich, und doch habe ich selten eine zur Freundschaft ausgestreckte Hand mit freudigerer Bereitwilligkeit ergriffen als die seine. Selber ein armer Schlucker und dabei der gute Freund eines vielfachen Millionärs zu sein, kann peinliche Tücken bergen, doch bei Dr. Penna war ich sicher, und das, wie der Verlauf unseres langen Beisammenseins erwies, mit Recht.

Wir hatten eigentlich vorgehabt, am andern Morgen schon vor vier Uhr aufzubrechen, uns noch bei Dunkelheit an den Vogelsee heran- und unter eine dort schon vorbereitete Abschirmung zu schleichen, um bei Tageslicht dann die ersten Auf nahmen mit Pennas Filmkamera zu machen. Doch daraus wurde nichts, denn mein neugewonnener Freund bestand darauf, daß wir zur Feier dieser Stunde eine Flasche Mosel miteinander tranken und noch ein Weilchen weiterschwatzten, und das Weilchen dehnte sich unversehens bis zwei Uhr nachts aus.

So verbrachte ich fast den ganzen folgenden Vormittag mit Schlafen, den Nachmittag mit Faulenzen und lauerte dabei mißtrauisch, wie meine unberechenbaren Bauchorgane auf den säuerlichen und eiskalten Mosel von gestern Abend reagieren würden. Doch sie taten, als wäre nichts gewesen; ich hatte mich überhaupt schon seit einiger Zeit wieder relativ wohl gefühlt, und mein gutes Befinden hielt erstaunlicherweise auch weiterhin an; solange wir in Jilva waren, erlebte ich nicht einen meiner üblichen Anfälle.

Ruth hatte mich zwar zu nachtschlafener Zeit wachgerüttelt und ein enttäuschtes Gesicht gemacht, als sie hörte, daß die Vogelexpedition erst am nächsten Tage steigen sollte; als ich aber gegen Mittag zum Vorschein kam, erfuhr ich, daß sie schon bei Morgengrauen auf eigene Faust irgendwohin losgeritten war. Natürlich zusammen mit ihrem unvermeidlichen Dom Pedro. Sie kamen erst am späten Nachmittag, und zwar in einer grotesken Verfassung zurück; es war schwer zu entscheiden, welche von den beiden Reitergestalten unmöglicher aussah. Nicht nur sie selber, sondern auch ihre Pferde waren mit dicken Krusten von getrocknetem Schlamm bedeckt. Schweife und Mähnen der Pferde genau so mit Gras und Dornen verfilzt wie Pedros blauschwarzer Indianerschopf und Ruths Bubikopf. Sie hatte eine von ihren Ledergamaschen und ihren Hut verloren, und der Knabe kam mit nacktem Oberkörper, ohne das rote Seidenhemd, das ich ihm in Parà gekauft hatte und auf das er so stolz gewesen war, nach Hause. Dafür brachten sie aber ein Bündel von Kaimanseiern, die anscheinend kurz vorm Aufbrechen standen, ein lebendiges junges Gürteltier und einen riesengroßen, aber schon etwas anrüchig gewordenen Wels mit. Dieses Tier legte sie mit der kurzen, hochnäsigen Bemerkung auf den Tisch, daß sie ihn selbst gespeert hätte, ging aber beleidigt davon, als ich still das Schriftwort zitierte »Herr, er stinket schon!« Nachdem sie gebadet hatten, stellte ich fest, daß sie beide eine ganze Anzahl kleiner Bißwunden an Händen und Unterarmen aufwiesen, die sie unter verstohlenem Tuscheln gegenseitig mit Jodtinktur betupften. Wo sie sich aber eigentlich herumgetrieben hatten und was ihnen dabei zugestoßen war, haben weder ich noch Penna jemals vollständig aus ihnen herausbringen können; Pedro antwortete auf alle Fragen mit einem stoischen: »Die Senhora weiß es«, und die Senhora selbst gab nur ausweichende und unbestimmte Bemerkungen über »bissige Biester« – »ein ganz niederträchtig gemeines Sumpfloch« und »allerlei unvorhergesehene Pechzufälle« von sich. Darauf verschwand sie eilig in Pennas Dunkelkammer und schickte beim Abendessen lediglich Pedro mit der Botschaft herauf, man möge ihr etwas zu futtern, vor allem aber recht viel »Icecream«, durch ihn herunterschicken.

Als wir aber nach dem Mahle auf der dunklen, windüberbrausten Pujada saßen und unsere Zigarren rauchten, kam sie mit einem flatternden, noch feuchten Film ihrer Rolleiflex in der einen, und einer Taschenlampe in der andern Hand angelaufen, und die Aufnahme, auf die ihr vor Aufregung wackelnder Zeigefinger deutete, erwies sich als ein riesiger Kaiman, respektive als der Kopf eines solchen, der mit weitgeöffnetem, zähnestarrendem Rachen direkt auf den Beschauer zuzufahren schien. Das Bild mußte aus so unmittelbarer Nähe aufgenommen sein, daß der Doktor und ich vor schreckensvollem Staunen kaum ein Wort hervorbrachten.

Wie wir dann drin bei Lampenlicht herausfanden, waren die restlichen fünf Bilder des Films mehr oder minder unscharf und verwackelt und überdies mit sonderbaren Flecken und Streifen durchsetzt. Doch das Sujet war bei allen dasselbe mächtige Reptil, und keine der Aufnahmen konnte auf größere Entfernung als drei bis vier Meter gemacht worden sein.

Sie hatte sich schweigend in einen Bombaystuhl niedergesetzt und ihr Gesicht sah auf einmal so blaß und abgespannt aus, daß ihr Penna rasch einen steifen Whiskysoda mischte und in die Hand drückte. Sie leerte das Glas zur Hälfte, und auf meinen fragenden Blick hin antwortete sie mit schwachem Lächeln nur: »Es hat keinen Zweck, den ganzen Verlauf dieser Moritat zu schildern und dir nachträglich die Haare zu sträuben. Mir haben sie sich selber gesträubt. – Ich kann dir nur sagen, daß ich durchaus nicht unvorsichtig gewesen und zu der Sache gekommen bin, wie der Blinde zu seiner berühmten Maulschelle. – Wir hatten die Eier unter einem Haufen von Gras und Gestrüpp gefunden – ich meine die Krokodileier – und konnten doch keine Ahnung haben, daß die Alte nebenan im Busch lag und ihr Gelege bewachte! Bei der Porträtaufnahme hier habe ich einfach vor Schreck abgedrückt und durch Zufall gerade die richtige Distanz erwischt. Leider ist dann auch noch Wasser in die Kamera eingedrungen, als wir in das scheußliche Schlammloch gerieten.«

»Hm«, sagte ich und tippte mit einem »Was aber ist dieses?« auf die kleinen Wundmale an ihren Händen und Armen.

»Ach, nur Blutegel. Aber das war am Nachmittag bei einer ganz andern Gelegenheit, und jetzt bin ich so schrecklich müde, daß ich gleich zu Bett gehen muß. – Daß du mich aber ja weckst, ich gehe unbedingt mit zum Vogelsee, hörst du! – Gute Nacht!«

Damit war sie weg. Ich schaute ihr mit zusammengekniffenen Augen und einem nochmaligen nachdenklichen »Hm!« nach, Penna sah kopfschüttelnd abermals das Untier auf dem Bild, sah dann mit runden Augen mich an und brach plötzlich in sein stillvergnügtes, dumpfglucksendes Lachen aus.

»That's all very well, Doc!« seufzte ich und fuhr mir wild durch den Skalp. »Für Sie ist es zum Lachen, für mich aber zum Grauehaarekriegen. Sie ist eben ein geborener Abenteurer und Vagabund. Man sagt zwar, daß Besoffene, Kinder und Narren ihren besondern Schutzengel haben, und bis jetzt ist sie ja auch aus all ihren verrückten Geschichten ebenso leicht wieder herausgekommen, wie sie hineingeraten war, aber mir ist nie ganz wohl unter der Jacke, solange sie außer Sichtweite ist. Der kleine Bursche, der Pedro, wird sich zwar eher in Stücke hacken, als ihr etwas geschehen lassen, denn er liebt sie abgöttisch, aber schließlich ist er eben nur ein Junge und es kann ihm selber einmal etwas passieren. – Ich selbst bin durch meine vermaledeiten Bauchgebresten ständig mehr oder weniger verhindert, mit ihr durch dick und dünn zu gehen, möchte ihr aber anderseits auch keine Freude verderben. Ich begreife vollständig, was es bedeutet, wenn ein so gearteter Mensch dieses Alters zum erstenmal die tropische Wildnis erlebt.«

»Wie alt ist Ihre Frau eigentlich, Art?«

»Einundzwanzig!«

»Oh, dear me!« lachte er. »Aber immerhin einundzwanzig. Ich habe ihr höchstens achtzehn gegeben und mich selbst im stillen gewundert, als Sie einmal erwähnten, daß Sie drei Jahre verheiratet seien. – Well, Art, was halten Sie davon, wenn ich einen oder besser zwei meiner zuverlässigsten Vaqueiros beauftrage, Frau Ruth überallhin zu folgen und sie nie aus den Augen zu lassen? Meine Kerle kennen auf ihrer Pampa ja sozusagen jeden Grashalm und jede Fliege, und sie wissen jedwelcher Situation natürlich besser zu begegnen als der Knabe, der im Urwald aufgewachsen und vor allem kein Reiter ist, und auch nie einer werden wird. Ein so fabelhafter kleiner Bursche er sonst auch ist. Aber auf einem Pferd hockt er wie der Affe auf dem Kamele.«

Ich hegte einige verschwiegene Zweifel, ob dem Irrwisch diese Beaufsichtigung, so gut sie auch gemeint war, passen würde, aber ein Versuch schien mir angesichts des beispielhaften Ungetüms da auf dem Film höchst angebracht, und so stimmte ich dankend zu. – Es zeigte sich bald, daß ihr die Schutzwache durchaus nicht genehm war, und mit der Zeit machte sie geradezu einen Sport daraus, die beiden unterwegs durch wahre Indianerlisten und Indianerritte abzuschütteln.

In dieser Nacht war der unablässige Wind von Marajò besonders ungestüm, er heulte, schrie und pfiff ums Haus, daß die Wände bebten und bei geschlossenen Türen und Fenstern die Hängematten pendelten. Wie so häufig, konnte ich bei solchem Wind nicht schlafen, und so war ich es, der von uns zweien um vier wachgerüttelt werden mußte. Meine teure Gattin schien vollständig ausgeschlafen, quietschvergnügt und zu jedwelchem neuen Unfug bereit zu sein. Dafür ging heute mit mir alles verkehrt. Erst konnte ich in meiner Schlaftrunkenheit ewig lange meine Reitstiefel nicht finden, bis mir endlich einfiel, daß ich sie der ständig drohenden Termitengefahr wegen unter der Zimmerdecke aufgehängt hatte; bei meinem mit verspäteter Hast eingenommenen Frühstück stieß ich dann die ganze Kanne mit Kaffee um, und als ich fluchend Ruth und Penna nachbrauste, fiel ich noch in der Dunkelheit die Verandastufen hinunter. Das leise Schnauben, mit dem mich mein alter Brauner begrüßte, besänftigte mich zwar vorübergehend, aber dann trieb mir der Wind eine flatternde Haarsträhne der Pferdemähne höchst schmerzhaft ins Auge, die Brille wurde mir heruntergerissen, und als ich in der Finsternis nach ihr krebste und dabei den Vorderhuf des Tieres berührte, hob es ihn bereitwillig auf und – setzte ihn haargenau auf die Brille nieder!

Mir ist es immer sehr unangenehm, wenn andere auf mich warten müssen, so jagte ich in wahren Tigersätzen hinauf ins Haus, riß eine der Reservebrillen aus dem Koffer, hetzte zurück, und, um nicht nochmals die vier Verandastufen hinunterzukollern, sprang ich von droben hinab und – einem der großen schwarzen Schweine, die sich dauernd ums Haus herum trieben, direkt auf den Rücken!

So etwas von wahnsinnigem Gequieke, wie es das Borstentier daraufhin von sich gab, hatte ich noch nie gehört. Es rollte um und um, rappelte sich dann auf und fuhr, schrill kreischend, wie vom Teufel gejagt, davon. Die sechs wartenden Reiter ringsum fielen vor Lachen fast von den Pferden; ich hatte mir die Handflächen geschunden, die Nase blutig geschlagen und das Gestell der neuen Brille verbogen; aber einer solch sagenhaften Pechsträhne gegenüber verdampfte jetzt doch meine Wut und ich stimmte so herzhaft in das Gelächter ein, daß mich der Doktor, der hilfsbereit herzusprang, quasi auf meinen Braunen hinaufheben mußte.

Nach diesem vielverheißenden Tagesbeginn war ich ganz darauf gefaßt, heute noch den Hals oder zumindest ein Bein zu brechen; neben den soeben erworbenen Blessuren machte sich der noch keineswegs ausgeheilte Wolf von dem Ritt nach Jilva bemerkbar, und zu allem war ich noch mit fast völliger Blindheit geschlagen, denn aus dem verletzten linken Auge kollerten mir unaufhörlich die bittersten Tränen und vor dem rechten saß ein schief gebogenes Brillenglas. Mein einziger Trost in all dem Elend war die herrschende Stockfinsternis – der momentan eingeschlafene Wind hatte eine dichte Wolkendecke über den Himmel getrieben – und so konnten die andern wenigstens nicht wahrnehmen, welch traurige Don-Quichotte-Figur ich auf meiner kleinen braunen Rosinante darstellte. Mir war einfach jämmerlich zumute, so jämmerlich, wie mir, ehrlich gesagt, eigentlich überwiegend auf den wirrverschlungenen Wegen meines Lebens zumute gewesen ist. Es sind die kleinen Mißgeschicke und Miseren, nicht die großen Erlebnisse, die wilden Abenteuer und die ganze farbige Romantik der Fernen, die an dreihundert Tagen auch das Jahr eines Weltwanderers ausfüllen.

In flottem Trabe zockelten wir über die nachtverhüllte Pampa; meinem Tiere dabei irgendeine Führung zu geben, maßte ich mir gar nicht an, seine Nase, seine Augen und Ohren, und dazu das untrügliche Tastvermögen seiner Hufe funktionierten ohne mein Dreinreden bestimmt viel besser. So ruhig und stetig war die Gangart des alten Braunen, daß ich, als ich auf einmal eine Berührung an meinem Arm spürte, erschreckt hochfuhr und mir klar wurde, daß ich im Sattel geschlafen hatte, sogar ziemlich lange geschlafen, wie Ruth sagte, denn sie hätte mich mehrmals angerufen, ohne eine Antwort zu erhalten.

Bald darauf erhob sich der Wind wieder, er kam jetzt aus anderer Richtung, und verjagte im Nu die Wolkenschicht und die jählings mit ihr gekommene lastende Schwüle; der eiskalte Hauch, der stets die letzte Stunde der Tropennacht verkündet, ließ mich erschauern und mit einem Male ganz wach und lebendig werden. Schon eine Viertelstunde später verkündete das witternde Schnauben unserer Rosse die Nähe des Wassers, und ganz unmittelbar trat dann seine spiegelglatte, von Sternenfunken übersäte Fläche vor uns aus der Dunkelheit. Das leise Rauschen des Windes in den Schilfbeständen, das plätschernde Aufschnellen von Fischen, dann und wann einmal das dumpfe gurgelnde Knarren eines Kaimanes und der melodisch auf- und abschwellende Ruf eines Nachtvogels unterbrachen als einzige Laute die tiefe Stille des Seegestades.

Schweigend stiegen wir ab, die Vaqueiros zogen sich mit unsern Tieren ein Stück vom Ufer zurück, und hinter dem führenden Doktor her wateten wir drei im Gänsemarsch und so geräuschlos als möglich ungefähr achtzig Schritt weit durch das seichte Wasser auf eine tiefschwarz vor dem Sternenhimmel aufgetürmte Masse zu. Es war eine winzig kleine, mit Gebüsch bestandene Insel; hier hatte Penna einen sehr geschickt angelegten Beobachtungsposten errichten lassen. Er bot gerade genug Platz für uns drei Erwachsene und den schmächtigen Buben, der unbedingt auch noch in diese Enge hineinkriechen mußte. In den wenigen Minuten, die wir brauchten, um einige Gucklöcher in die grüne Verkleidung unseres Schlupfwinkels zu schneiden und die Kameras bereitzumachen, hatte sich die eben noch so tiefe Nacht über einen allerersten blaßgrauen Schimmer, ein kurzes kaltgrünes Leuchten und ein darauffolgendes rosiges Erglühen des Horizontes in lichterfüllten Tag verwandelt.

Meine Uhr wies auf Punkt sechs, als der ungeheure rote Ball der Morgensonne über dem fernen Ende des Sees emporrollte, und gleichzeitig mit ihr kamen die ersten Züge der Vögel von ihren Schlafplätzen in der Pampa herbei. Brausend fegte Schwarm um Schwarm über uns dahin, aber alle ließen sich in viel zu weiter Entfernung von uns nieder. Mit herzklopfender Spannung und ohne einen Laut zu wagen, warteten und warteten wir; in immer größeren Scharen, in Massen von Hunderten und Tausenden rauschten sie unaufhörlich heran, doch in photographierbarer Nähe fiel kein einziger ein. Es war wie verhext, war uns völlig unerklärlich; immer aufs neue schielten wir in das dunkelschattende Gezweig über uns, schielten dann fragend einander an – es war ausgeschlossen, daß auch die scharfen Augen dieser Wildvögel etwas von unserer Anwesenheit bemerken konnten.

Die Sonne stieg höher und höher und uns wurde bald wieder bewußt, daß wir hier wahrscheinlich auf ein paar Meter genau auf dem Äquator lagen! Die gleißenden, sprühenden Reflexe der Wasserflächen ringsum und das überhängende dichte Pflanzendach über uns, das jede Spur von Lufthauch abschirmte, ließen in der engen Höhlung eine Temperatur entstehen, von der wir meinten, wir könnten sie nicht eine Minute länger aushalten. Und dazu die mannigfaltigen Beißer in der modernden Vegetation unter uns und die Moskitos über uns!

»Heiliger Gott, ich werde verrückt in diesem Loch oder mich trifft der Schlag! Und diese Mücken! – Rück mal ein bißchen, ich muß hier raus!« flüsterte mir Ruth zu; sie sah aus wie ein gekochter Krebs.

»Ausgeschlossen, daß du jetzt raus kannst, das ganze Federvieh da draußen würde doch abgehen! – Mir ist auch warm und mich picken die Moskitos auch! Solange es keine Hornissen sind ...«

»Du, Boy, da!« keuchte sie entsetzt und riß mich an der Schulter zurück. »Siehst du denn nicht? Das Vieh kroch dir doch direkt vor der Nase herum!«

»Was denn für ein Vieh!« knurrte ich ärgerlich, die Augen auf einen neuankommenden gewaltigen Zug von Störchen gerichtet. »Hör doch mit deinem Rumgezappel auf, zum Teufel nochmal!«

»Excuse me!« raunte Penna zu meiner Rechten, schob behutsam die Klinge seines langen Gürtelmessers an meinem Ärmel entlang, stieß plötzlich zu und hielt mir einen aufgespießten blauschwarzen Skorpion fast von der Größe einer Hand vor die Augen.

Ich warf einen erschrockenen Blick auf das zuckende Monstrum und einen noch erschrockeneren auf das schweißgebadete dunkle Gesicht des Doktors – es hatte annähernd dieselbe Tönung angenommen wie der Skorpion! »Let's give up, Art!« stöhnte er mit einem krampfhaft festgehaltenen Lächeln. »I too can't stand it any longer, I feel ...« »Ich kann's auch nicht länger aushalten, mir ist ...«

Ein stürmisches Brausen dicht über unsern Köpfen verschlang seine Worte, ein Windstoß, von Tausenden mächtiger Schwingen erzeugt, fuhr rauschend durch das Blätterwerk unserer Deckung, und mit ihm hatten wir Glück, keine sechzig Meter entfernt ließ sich in abgezirkeltem Halbkreis der Riesenschwarm von Störchen nieder; es war, als hätte ihn ein Regisseur dahin placiert.

Hitzschlag und Skorpionengefahr, Moskito- und alle sonstige Qual waren sofort vergessen und drei Paar weitaufgerissene Augen hefteten sich in höchster Spannung an das weiße Getümmel da draußen. Ein hastiger Blick auf den Sucher, eine winzige Adjustierung der Distanz, dann berührte mein Finger den Knopf, das Federwerk begann zu summen und links neben mir machte Ruths Rolleiflex emsig Klick um Klick.

Der schweißbeperlte Schnauzbart des Doktors bog sich immer tiefer über den Sucher hinab. »Lassen Sie mich nun auch einmal probieren!« flüsterte er kurzatmig, aber seine Hände zitterten derart, daß er mir die Kamera mit resigniertem Kopfschütteln bald wieder zurückgab.

Draußen kamen noch einige Nachzügler von großen Schlangenstörchen an; sie fielen keine zwanzig Meter von unsern Gebüschen ein, putzten flüchtig ihre Gefieder und begannen dann unverzüglich zu gründeln. Unter ganz leise gehauchten Erklärungen an Penna stellte ich auf die Neuankömmlinge ein, doch wir befanden uns jetzt in Hörweite, denn sowie das Federwerk wieder zu summen begann, fuhren draußen sogleich alle Hälse hoch, verharrte alles in abruptem, reglosem Lauschen.

Ich stoppte flugs den Mechanismus wieder ab, keiner von uns wagte noch sich zu rühren oder auch nur einen hörbaren Atemzug zu tun. Auch die weiterentferntstehenden Scharen waren durch das Verhoffen der Neuen aufmerksam geworden, äugten, fluchtbereit aufgereckt, nach unserm Standort herüber. Eine ganze Weile verging so in gegenseitigem mißtrauischem Belauern; da glitt ein besonders anreizender Fisch direkt vor dem einen, emporgezogenen Stelzbein eines ganz in der Nähe stehenden alten Storchpapas dahin, der gewaltige Schnabel stieß blitzschnell hinunter, und mit einer schnellenden Bewegung wieder herauf, der gepackte Fisch flog hoch in die Luft empor und fiel haargenau in den darunter aufklaffenden blaßroten Schlund des Vogels hinein, und da gab Ruth einen prustenden Laut von sich, lief, in hoffnungslosem Bemühen, das aufkommende Lachen zu ersticken, dunkelrot an, und brach zuletzt doch in ein schmetterndes »Hahaha!« aus.

Ich hatte es kommen gesehen und gewußt, was darauf folgen würde; auch mit derartigen Zwischenfällen war ich aus langer afrikanischer Praxis hinreichend bekannt und bewandert, und so fuhr ich, als sie loslegte, bereits mit Kopf und Schultern durch das Gezweig hinaus und ließ den ganzen restlichen Film auf die brausende Wolke von Zehntausenden auffliegender Sumpfvögel abschnurren.

»Beim Wildphotographieren muß man sich das Lachen ebenso wie das Weinen verkneifen können. Letztgenanntes zu üben, bietet sich dabei allerdings viel häufiger Gelegenheit«, philosophierte ich ihr nachdenklich vor, als wir am Ufer, fast aufgelöst in Strömen von Schweiß, niedersanken, und wollte mir eine ehrlich verdiente Zigarette anzünden. Doch daraus wurde nichts, denn es ergab sich, daß jeder von uns dreien seine Streichholzschachtel vollständig durchgeschwitzt hatte.

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