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Allerdings

Joachim Ringelnatz: Allerdings - Kapitel 61
Quellenangabe
typepoem
booktitleAllerdings
authorJoachim Ringelnatz
firstpub1928
year1928
publisherErnst Rowohlt Verlag
addressBerlin
titleAllerdings
pages3-170
created20061130
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Ein Stück Rheinfahrt

    Ich habe nach dem langweiligen Rhein
Und den kitschigen Burgschutthaufen
Gar nicht gesehn, zog es vor, zu saufen –
Nein: wir tranken einen vorzüglichen Wein.

Wir benahmen uns auf jeder Station
Am Fenster wie Gesindel,
Schimpften in ordinärem Ton
Über angebliches Kindergewindel.
Und infolgedessen
Und berechnenderweise
Haben wir während der ganzen Reise
Allein im Kupee gesessen.

Und was ergibt dann sich?
Ach, ein Loch im Strumpf kann sich
Durch alle Größen
Bis in ein randloses Glück auflösen.

Das Glück schlägt manchen Kegelpurz.
Die Reise war zu kurz.
Der Rhein und die Burgen gähnten.
Wir wähnten
Beide Prinzen zu sein.

Unbestreitbar ausgezeichnet ist der Wein.

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