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Zünd Lichter an

Hilda Bergmann: Zünd Lichter an - Kapitel 57
Quellenangabe
authorHilda Bergmann
titleZünd Lichter an
publisherKrystall-Verlag
yearo.J.
correctorreuters@abc.de
senderAdolf Weishäupl
created20180525
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Anruf

Ich leide, Herr, was je ein Wesen litt
in stummen Schmerzen oder lauten Klagen.
Ich fühle, Herr, im Innern Stich und Schnitt,
wenn die Geschöpfe schwer am Dasein tragen.
Ich suche Liebe Herr und seh den Hass
den Ackerboden dieser Welt versteinen
und viele Augen, Herr sind trüb und nass
von nächtelangem, bitterlichem Weinen.

Du aber breitest Strahlen ums Gestirn
und ballst die Sonnen, dass sie feurig rollen.
Du wirkst den Glanz um mittäglichen Firn
und segnest mild mit Regen, Gras und Schollen.
Es sollte deiner Schöpfung Feierkleid
im Spiegelbild dein Antlitz leuchten lassen.
Du wolltest Freude, Herr! Wir schaffen Leid.
Du wolltest Liebe, Herr! Und wir, wir hassen.

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