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Zünd Lichter an

Hilda Bergmann: Zünd Lichter an - Kapitel 49
Quellenangabe
authorHilda Bergmann
titleZünd Lichter an
publisherKrystall-Verlag
yearo.J.
correctorreuters@abc.de
senderAdolf Weishäupl
created20180525
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Der Spiegel

Wer Spiegel sein will, darf nicht trübe sein.
Fällt auf die Fläche ihm ein heller Schein,
muss er die Helle treulich wiedergeben.
nur so fasst er die Dinge dieser Welt:
dass er ihr Bild in seinem Aug behält
und es zurückwirft, bis sie ihm entschweben.

Nur wenn er blank und immer wartend steht,
dass etwas Großes ihm vorübergeht
und er das Große schimmernd spiegeln dürfe,
erfüllt er seinen Dienst. Doch ist er blind
und voller Flecken, nimmt ihn wohl ein Kind
zum Zielpunkt seiner spielerischen Würfe.

Er selbst verschenkt nicht Wesen, sondern Schein.
Er selbst kann andres nicht als Werkzeug sein,
am Leuchten eines fremden Strahls entglommen.
Doch wenn er auch in tausend Stücke bricht,
der kleinste seiner Splitter noch wirft Licht
ins All zurück, aus dem es ihm gekommen.

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