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Zünd Lichter an

Hilda Bergmann: Zünd Lichter an - Kapitel 32
Quellenangabe
authorHilda Bergmann
titleZünd Lichter an
publisherKrystall-Verlag
yearo.J.
correctorreuters@abc.de
senderAdolf Weishäupl
created20180525
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Nachtlied

Wie still es wird! Der Lärm des Tags zerbricht.
Der Mond als Sichel mäht das letzte Licht.
Die Sternenblumen tun die Kelche auf
und drängen sich im schwarzen Grund zu Hauf.

Ein Frieden ohnegleichen sinkt zu Tal
auf Kampfgefilde und auf Leidensmal,
und was erschauernd jetzt im Winde steht,
Strauch oder Baum, das spricht sein Nachtgebet.

O tiefe Ruhe, die das All erfüllt!
O Mantel Nacht, der jedes Ding umhüllt,
der Berg und Tal in dunkler Liebe eint
und schlummern lässt, bis neu die Sonne scheint.

Dann wachen Lärm und Wirrnis wieder auf,
das Räderwerk des Tages kommt in Lauf,
die Spulen schnurren, und der Hammer dröhnt,
bis endlich Nacht beruhigt und versöhnt.

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