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Zünd Lichter an

Hilda Bergmann: Zünd Lichter an - Kapitel 26
Quellenangabe
authorHilda Bergmann
titleZünd Lichter an
publisherKrystall-Verlag
yearo.J.
correctorreuters@abc.de
senderAdolf Weishäupl
created20180525
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Gib uns die Erde wieder

Gib uns die Erde wieder, das Wipfelwogen
endloser Wälder und die tanzenden Saaten!
Ach, wir sind um unsere Heimat betrogen
und wir haben unsere Seelen verraten,
als wir in die großen, steinernen Städte zogen.

Früher sagten wir: »Unser tägliches Brot gib uns heute«,
und schritten an den reifenden Feldern entlang.
Über uns hingen Wolken von Lerchengeläute
und die Scholle strömte Segen und Dank.

In den steinernen Städten ging die Erde verloren
und der Himmel selber ward fremd und fern.
An den Abenden stehn wir an Fenstern und Toren
und denken an die Gegend, wo wir geboren,
wie an einen schönen, verlassenen Stern.

Gib uns die Erde wieder, das stille Genügen,
Einfalt der Herzen und den gläubigen Sinn,
dass wir säen und ernten, pflanzen und pflügen,
erdwärts gerichtet und dennoch himmelhin.

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