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Zünd Lichter an

Hilda Bergmann: Zünd Lichter an - Kapitel 22
Quellenangabe
authorHilda Bergmann
titleZünd Lichter an
publisherKrystall-Verlag
yearo.J.
correctorreuters@abc.de
senderAdolf Weishäupl
created20180525
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Da ich ein Kind war

Da ich ein Kind war
und sah den Frühling wandern
blumenstreuend
über die Hügel der Heimat,
jauchzte mein Herz.
Gelbgesprenkelt von Primeln lagen die Triften,
Anemonen tanzten.

Aber die Hochwaldtannen
schauten gelassen zu,
ruhevoll rauschend.
Vielmal hatten sie winters
Lasten von Schnee auf geduldigem Arme gewiegt,
vielmal Tauwind geatmet.
Sie sahen den Schmelz
zärtlicher Blüten kommen, welken, vergehn.
Dauern im Sturme,
Beharren im Wechsel,
Stehen und Wachsen
ward ihnen Plicht.

Kommt der Frühling wieder,
blumenstreuend,
mahnen die ernsthaften Tannen:
Steh und beharre!
Doch wenn es Primeln sieht
und Anemonen, die zarten Gefährten der Kindheit,
dann schluchzt das Herz:
O wär ich noch einmal ein Kind!

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