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Wildmoorprinzeß

Sophus Bauditz: Wildmoorprinzeß - Kapitel 6
Quellenangabe
typefiction
authorSophus Bauditz
titleWildmoorprinzeß
publisherFr. Wilh. Grunow
printrunDreizehntes bis sechzehntes Tausend
year1924
translatorMathilde Mann
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20080418
projectid35c56956
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6

Unten auf den Lysbroer Wiesen paffte Schuß auf Schuß. Der Bach schlängelte sich durch den grünen Talboden, der zwischen den Hügelzügen zu beiden Seiten eingeschlossen lag, und wo der Bach sich erweiterte, standen förmliche Wälder aus Röhricht. In diesen arbeitete Diana, plätschernd, keuchend, häufig bellend, und bald flatterte eine alte Ente auf, bald suchte eine ausgewachsene junge Ente, die nicht wagte, sich ihren Flügeln anzuvertrauen, durch eine natürliche Öffnung in die nächste Rohrinsel hineinzuschlüpfen. Aber der Hauptmann war da, und seine Büchse auch, und aller Augenblicke hieß es: Diana, apporte!

Drüben auf der andern Seite ging Ingenieur Kongsted in Begleitung eines Knechts und nivellierte. Auch er hatte lange Stiefel an, im übrigen aber sah er in seinem eleganten Promenadenkostüm aus, als käme er direkt von der Östergade.

Guten Tag, Herr Ingenieur! rief der Hauptmann ihm zu.

Guten Tag, Herr Hauptmann!

Warten Sie mal, ich komme zu Ihnen hinüber – dort hinter dem Erlenbusch ist ein Steg.

Einen Augenblick später sah man den Hauptmann sicher über die schwankende Planke hin balancieren, während Diana es vorzog, in schräger Richtung über den Bach zu schwimmen, wobei sie instinktmäßig die Abweichungen der Strömung mit in Berechnung zog.

Nun, wie gefällt's Ihnen im Kruge? fragte der Hauptmann.

Ach, es geht, wenn man keine großen Ansprüche macht!

Ja, das verstehe ich! Aber weshalb bleiben Sie denn da! Sind Sie in der Pindsmühle gewesen?

Nein, aber ich habe sie von weitem gesehen.

Gut, bei Müller Sörensen müssen Sie wohnen – das sind brillante Leute.

Aber ich kenne sie ja nicht!

Dafür kenne ich sie, und ich werde schon für das Erforderliche sorgen, wenn ich Sörensen in den nächsten Tagen sehe. Er ist ein Prachtkerl, und sie ist die personifizierte Reinlichkeit. – Das ist aber doch des Teufels! unterbrach sich der Hauptmann und betrachtete Kongsted genau.

Was denn?

Nivellieren Sie immer mit Manschetten?

Ja, man kann doch nicht unangezogen ausgehen!

Ach so! – Jedes Tierchen hat sein Pläsierchen! – Sind Sie schon ein wenig in der Umgegend gewesen?

Ja, ich war am Sonntag in Hjortholm.

Ach, sind Sie dagewesen? Ist Tante Rosa nicht ganz brillant? Ein Herz wie Gold und klüger als irgend jemand in meilenweitem Umkreis – und dabei tüchtig! Sie kann Bäume ausroden, und sie könnte ihr Brot als Vorarbeiter oder als Meierin verdienen, gleichviel, was es ist. Der Amtsrichter sagt auch, sie kenne das Gesetz und die Propheten so gut wie irgendein dänischer Jurist – ja. Sie kann natürlich nicht so viel römisches Recht zitieren, wie sie in ihren Eingaben zu tun pflegen, aber das könnte sie gar bald lernen. Ist sie nicht ganz brillant?

Sie ist jedenfalls nicht so wie andre, und sie sagte auch gleich etwas zu mir, wodurch ich mich getroffen fühlte, und worüber ich seither oft nachgedacht habe.

Was war denn das?

Ja, sie versetzte mir eins, weil ich etwas davon sagte, daß man sich mit Bauern nicht unterhalten könne, und dann fügte sie hinzu, der Vorteil einer wirklichen Bildung bestehe doch gerade darin, daß man imstande sei, seine Rede dem Vorstellungskreise des weniger Gebildeten anzupassen. Ich fühlte mich dadurch getroffen, denn es ist wahr.

Ja, sie ist prächtig! Und Onkel Heinrich, mein alter Freund, ist der beste Mensch, der in einem Paar Gamaschen einhergeht.

Aber ist der Kammerjunker nicht so ein klein wenig – ja, wie soll ich es nennen – ein wenig schwach im Kopfe?

Heinrich? Schwach im Kopfe? – Darüber habe, ich wirklich noch niemals so recht nachgedacht! – Ja, natürlich, wenn man seinen und Tante Rosas Verstand zusammenlegen und dann durch zwei dividieren wollte, so würde vielleicht nicht mehr herauskommen, als was für zwei gewöhnliche Menschen ausreicht, darin mögen Sie recht haben. Nun, er ist ja nicht immer so gewesen. Sehr begabt war er nicht, und dann lebte er in seinen jungen Jahren einige Jahre in Kopenhagen – und zwar recht stark; das hat ihn mitgenommen.

Aber die junge Dame, Fräulein Fanny, sagte Kongsted, die ist eigentlich eine wunderliche Mischung: Wenn sie von ihrem »Familiengefühl« und von ihrem »Rechtsgefühl« redet, dann ist sie so feudal, daß es eine Lust ist – in andern Punkten aber ist sie ein roter Jakobiner: sie erinnert mich wirklich an die französische Aristokratie, die im verflossenen Fin de siècle mit der Revolutionsliteratur kokettierte.

Ach, was, rot – ich lasse in der Regel ihre Rede an meine Ohren klingen wie leichte, angenehme Tanzmusik, ohne sonderlich hinzuhören, und bin ich zuweilen dazu gezwungen, wenn sie mit ihren modernen Theorien kommt, so hab' ich ganz genau dasselbe Gefühl, als wenn ich ein Kind unartige Ausdrücke in einer fremden Sprache gebrauchen höre, die es nicht versteht. Sie müssen auch bedenken, daß sich dies und jenes hier vom Rande des Wildmoors aus, von wo aus sie die Welt anschaut, ganz anders ausnimmt, als wenn man es aus der Nähe betrachtet. Ist sie aber nicht schön?

Schön ist sie – aber kühl bis ins Herz hinein.

Ja, sehr liebenswürdig ist sie nicht – ich habe immer ein Gefühl, als sei ihr ganzer Körper so kühl wie ein Oberarm. – Aber da wir gerade von Fanny reden, will ich Ihnen eine brillante Geschichte erzählen. Sie hatte sich von Etwas, das »Friedensverein« heißt, eine Lerna magica verschrieben –

Ja, das weiß ich!

Nun sollen Sie einmal hören! Vorgestern hatte sie alle Kinder aus der Nachbarschaft in der Satruper Schule zusammengetrommelt, um ihnen die bluttriefenden Schlachtenbilder zu zeigen und dadurch der Jugend einen gebührlichen Abscheu vor der Gottlosigkeit des Krieges einzuflößen. Die fremden Schlachten – die deutschen, französischen und russischen – betrachtete man schweigend, als aber die Reihe an die heimatlichen kam – Bau und Idstedt, Sankelmark und Vorbasse –, da hätten Sie den Jubel hören sollen! Je mehr es Tote und Verwundete gab, je lebhafter Bajonett und Säbel gebraucht wurden, um so lauter heulten die Gören vor Entzücken, klatschten in die Hände und trampelten mit den Holzschuhen. Es ging hier genau so wie in der bekannten Geschichte, wo die Mutter ihren Kindern ein erschütterndes Bild von christlichen Märtyrern zeigt, die wilden Tieren vorgeworfen werden, und wo das kleinste Kind ausruft: Aber, Mutter, sieh doch, da ist ein armer Löwe, der gar keinen Christen bekommen hat! – Ich bin fest überzeugt, Fanny wird in Zukunft keine Propaganda für den ewigen Frieden mehr auf diese Weise machen – aber ein entzückendes Mädchen ist sie trotzdem!

Sagen Sie mir doch, Herr Hauptmann, begann Kongsted nach einer Weile, Sie kennen ja die Leute hier in der Gegend?

Ja, die kenne ich alle.

Dann müssen Sie mir ja auch sagen können, wen ich neulich von weitem im Tviser Walde gesehen habe. Zuerst kam eine junge Dame auf einem Schimmel –

Das ist Fanny gewesen!

Fräulein von Höibro?

Ja, keine andre Dame meilenweit im Umkreise reitet einen Schimmel.

Sie begegnete einem Reiter.

Kam er von Norden her?

Ja, ich glaube fast, aber –

Ritt er einen roten Wallach mit einem Bliß?

Darauf habe ich nicht geachtet.

Mein Gott, Mensch, wozu brauchen Sie denn eigentlich Ihre Augen? Aber es kann niemand anders als Graf Christian gewesen sein, Graf Christian Porse. Er hat Louiselund, eins der Güter, die zu Skovsgaard gehören, von seinem Vater gepachtet, und er soll Fanny haben; sie haben von Kindheit an miteinander geritten.

Ist das der einzige Grund, worauf sich Ihre Vermutung, daß die beiden ein Paar werden, stützt?

Nein, Tante Rosa hat es bestimmt!

Ja, aber ist das nicht ein hinreichender Grund für die junge Dame, den Grafen nicht zu nehmen? Hm, ja – es mag was Wahres darin sein – leider! Aber weshalb wollten Sie denn wissen, wer das reitende Paar gewesen ist?

Aus reiner Neugierde; man wird neugierig hier auf dem Lande. Und außerdem war es ein so ungewöhnlich hübsches Bild, eine junge Dame auf einem Schimmel mitten auf dem dunkeln Waldwege, wo sie sich jeden Augenblick vor den Zweigen bücken mußte, und als dann der Reiter hinzukam, blieben die beiden auf dem schmalen Pfade –

Ja, das will ich glauben! Aber hören Sie einmal, ich habe eine gute Idee – das passiert nämlich zuweilen! –, übermorgen ist die große Agrarierversammlung im Bodholter Kruge, die müssen Sie mitmachen, da lernen Sie die ganze Gegend kennen!

Ich bin kein Politiker; ich rühme mich, niemals eine politische Versammlung besucht zu haben!

Na, ich bin, weiß Gott, auch kein Politiker, aber da wimmelt es von guten Freunden, und hinterher findet ein gemeinsames Abendessen statt – ich stelle Sie einer Menge Menschen vor, deren Bekanntschaft Ihnen Freude machen wird – Leute, wie Sie sie nicht auf den Kopenhagener Straßen treffen.

Ja, wenn es nicht aufdringlich ist, würde ich Ihnen dankbar sein.

Sie waren nun von der Wiese auf die Landstraße hinaufgelangt. Ein Einspännerwagen rollte vorüber, und der Insasse grüßte höflich, beinahe übertrieben höflich. Es war ein Mann in den mittlern Jahren mit einem großen Kopf und einem mächtigen Stiernacken. Das blauschwarze Haar hatte einen feuchten Glanz, die kleinen unruhig flackernden Augen waren schwarzbraun, und die Hautfarbe war dunkel. Eine große gekrümmte Nase schien gar nicht zu der übrigen Physiognomie zu passen, die durch den stechenden Blick und das vorspringende Untergesicht, in dem die Lippen fast verschwanden, etwas Rattenartiges erhielt.

Brr! machte der Hauptmann, als er vorüber war. Könnte man den Tag erleben, an dem es einem vergönnt wäre, den Kerl zu ersäufen, zu ersticken oder auf andre Weise aus dem Wege zu schaffen, da hätte man nicht vergebens gelebt!

Wer ist es denn?

Das ist Bro – Kammerrat Bro!

Was ist der?

Was er ist? Ja, es ist leichter zu sagen, was er nicht ist! Er ist leider bis vor wenig Jahren Gutsverwalter in Hjortholm gewesen, und ich glaube, ich kann dreist behaupten, es ist im wesentlichen seine Schuld, daß die Dinge dort so stehen. Außerdem ist er ein angesehener Mann, er ist Kammerrat und Wucherer, Kirchenvorsteher, Vorsitzender des Konsumvereins, des landwirtschaftlichen Vereins und Gott weiß von was sonst noch; er kriecht vor Vorgesetzten und ist brutal gegen alle, die er in seiner Gewalt hat, heuchlerisch wie ein Jesuit – er fehlt nie in Pastor Jensens Bibelstunden und Missionsversammlungen –, ist tierisch-sinnlich in seinem Treiben – pfui Teufel! Ja, Sie müssen entschuldigen, daß ich mal ausspucke!

Das war ja eine gehörige Salve! sagte Kongsted. Dem haben Sie es tüchtig gegeben!

Ja, Sie müssen nämlich wissen, ich kenne ihn! Ich habe einmal gesehen, wie er einen Kettenhund prügelte, bis er sich nicht mehr rühren konnte! Wer das tun kann, ist zu allem fähig! – Famos, wie Kielsens Roggen sich wieder aufgerichtet hat! Und da haben wir Pächter Kielsen selber! Guten Tag, Kielsen!

Der Angeredete, eine untersetzte Gestalt mit grämlichem, unrasiertem Gesicht, kam langsam über das Feld gewandert, die Hände in den Taschen. Träge führte er die eine Hand zum Gruß an die Mütze. Der Hauptmann machte ihn mit Kongsted bekannt und begann dann: Das ist doch ein gesegnetes Jahr! Diesen Sommer hat der liebe Gott es doch gut mit uns allen gemeint!

Ach ja – hm, antwortete der Pächter bedächtig. Wenn der liebe Gott sich aber auch ein wenig über die Butterpreise erbarmen wollte, so könnte das gar nicht schaden!

Na ja, die Butterpreise, meinte der Hauptmann, aber das Wetter, das Wetter, Kielsen, das hätten Sie sich doch nicht schöner wünschen können!

Ach ja – hm – das Wetter mag ganz gut sein, aber was nützt das! Sie haben ja in ganz Jütland solch schönes Wetter gehabt, und am Ende in Deutschland auch. Wenn sie da nur tüchtigen Hagelschaden bekämen, und drüben in Amerika auch, ja, dann könnte man von gutem Wetter reden. – Amerika, das ist doch ein verdammtes Land, von daher bekommen wir all die Unmenge Korn und den billigen Käse!

Sehen Sie doch die Welt nicht so schwarz an, Kielsen! sagte der Hauptmann. Freuen Sie sich über die reiche Ernte, die auf dem Felde steht, Mensch!

Freuen soll ich mich! wiederholte der Pächter. Nein, das könnte mir wahrhaftig nicht einfallen. Bei den Kornpreisen und den teuern Arbeitslöhnen kann es sich kaum verlohnen zu ernten – es wäre viel vorteilhafter, wenn man das Korn auf dem Halm verfaulen ließe!

Ach, das meinen Sie ja gar nicht! Haben Sie die Ernte erst gut eingebracht, so pfeifen Sie schon aus einem andern Loch!

Ach ja – hm, mag sein! Aber die Dreschmaschine wird übers Jahr schlimm abgenutzt werden, erwiderte der Pächter traurig.

Der Hauptmann und Kongsted verabschiedeten sich, und als sie sich ein wenig entfernt hatten, sagte Kongsted: Der Pächter schien heute schlechter Laune zu sein!

Ach, er ist nicht so schlimm, wie er sich den Anschein gibt! entgegnete der Hauptmann. Diese Kielsens sind eine Rasse, vor der man Respekt haben muß: der Großvater kam aus Holstein hierher mit leeren Händen; mit Mergeln und Dränieren fing er an, und dann säte er Raps. Unser Freund von vorhin ist im Grunde auch ein ganz tüchtiger Mann – ich kann frei auf seinem Grund und Boden jagen, als wär's mein Eigentum.

Ja, das mag sein, aber ist er denn jemals zufrieden?

Ach ja – wenn er Dung aus- und Korn einfährt. – Aber wir müssen wohl weiter.

Ich muß nach der entgegengesetzten Richtung hin.

Nein, erst müssen Sie hier mit hinein! sagte der Hauptmann und zeigte auf ein kleines, neugebautes Haus, das hundert Schritt abseits vom Wege lag. Da wohnt ein Original! Er heißt Söllested und ist Krämer in der Stadt gewesen. Sein ganzes Leben lang hat er nur ein einziges Ziel gehabt: Groschen für Groschen zusammenzusparen, bis er sich ein Stück Land kaufen und als Landmann leben konnte – man könnte wirklich sagen, er sei von einem tollen Landmann gebissen! Vor ein paar Jahren ging dann endlich sein Wunsch in Erfüllung, er ließ sich hier nieder und lebt jetzt nur der theoretischen und der praktischen Landwirtschaft. Er treibt die allerdetaillierteste Buchführung, aus der kein Teufel – am wenigsten er selber – klug werden kann, und es gibt kein neues Kraftfutter, keinen patentierten Pferdestriegel, den er nicht anschafft. Aber der Krämer guckt doch überall hervor, und die richtigen »gebornen« Landleute betrachten ihn denn auch als Dilettanten. Guten Tag, Söllested!

Herr Söllested, ein eingeschrumpftes kleines Männchen mit einem verbindlichen Lächeln, stand vor seiner Tür und rauchte aus seiner Pfeife – einer langen Pfeife – und schaute auf sein Feld hinaus, das indessen so wenig umfangreich war, daß er gleichzeitig das Feld seines Nachbars überschauen mußte. Er hatte freilich Holzschuhe an, trotzdem lag aber etwas unverkennbar Gestiefeltes, Kleinstädtisches über seiner ganzen Erscheinung.

Guten Tag, guten Tag, Herr Hauptmann! sagte Söllested und setzte unwillkürlich die Pfeife beiseite – das hatte er ja dreißig Jahre lang getan, wenn Kunden in seinen Laden kamen. Ja, wir Landleute müssen wirklich dankbar für dieses Wetter und für diese Ernteaussichten sein! Wer ist denn der Herr, wenn ich mir die Frage erlauben darf?

Kongsted wurde vorgestellt, und Herr Söllested schien großes Interesse daran zu haben, seine nähere Bekanntschaft zu machen. Die Unterhaltung war indessen nicht von langer Dauer, denn die Herren hatten Eile, und nur mit Mühe gelang es dem guten Krämer-Ökonom, sie zu bereden, seinen Garten in Augenschein zu nehmen und seine Rosen zu bewundern, von denen er dem Hauptmann einen ganzen Strauß abschnitt. Dieser wollte sie nehmen, so wie sie waren, dazu erhielt er jedoch keine Erlaubnis. Söllested machte erst eine große Tüte, so eine Tüte, wie man nur drehen kann, wenn man die Übung eines Menschenalters hinter sich hat, und als er sie dann dem Hauptmann reichte, geschah es mit einer Plastik und einer Miene, als wolle er sagen: Ein viertel Pfund Rosinen, bitte schön!

Jetzt gehe ich nach Hjortholm, sagte der Hauptmann, als sie wieder draußen auf der Landstraße standen. Und dann treffen wir uns also übermorgen im Bodholter Krug. Auf Wiedersehen!

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