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Wie kam es doch?

Fritz Bley: Wie kam es doch? - Kapitel 2
Quellenangabe
authorFritz Bley
titleWie kam es doch?
publisherErich Matthes
year1918
firstpub1917
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20171204
projectide15dc5a9
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Vorbemerkung.

In der vorliegenden Darstellung der treibenden Kräfte, wie sie in der Vorgeschichte des Weltkrieges erkennbar geworden sind, hat die Rücksicht auf den knappen Raum mich zur Beschränkung auf die Urheber in Ost und West gezwungen.

So reizvoll es gewesen wäre, die Entstehung und Lösung der Balkanwirren in ihren wechselnden Verbindungen zu überleuchten, und so beachtlich sicherlich die Einflüsse der schönen und klugen Töchter des alten Woiwoden aus dem Hause Petrovic Njegos bleiben, so verschwindet alles das doch gegenüber der entscheidenden Bedeutung der weltbeherrschenden Einflüsse, die sich unter Englands Führung gegen uns verschworen haben.

Zudem geht es in diesem gewaltigsten aller Kriege der Geschichte um andere Fragen als die Weidegründe der montenegrinischen Hammel oder die zerronnenen großserbischen Träume.

Klar und unzweideutig geht es um die Schicksalsentscheidung zwischen den Schaffenden und den Raffenden. Mit Fug und Recht hat der Erste Lord der britischen Admiralität, Sir E. Geddes in seiner Unterhausrede Ende Oktober 1917 ausgesprochen: »daß es zu einer entscheidenden Prüfung über die Entschlossenheit und die geistigen Fähigkeiten zwischen den streitenden beiden Mächten kommt.« Und nicht minder deutlich hat Großadmiral von Tirpitz den Sinn dieses unerbittlichen Entscheidungskampfes dahin gekennzeichnet, »er gehe um die Selbstbehauptung und um das Durchsetzen der deutschen Arbeit und Kultur gegenüber dem angelsächsisch geleiteten Kapitalismus der Welt«.

Seit Jahrzehnten bin ich nicht ermüdet in der Vertretung dieser geschichtlichen Notwendigkeit. Und so tief beklagenswert die Entartungserscheinungen bleiben, die auf der Höhe unserer weltgeschichtlich einzig dastehenden Siege hinter dem Rücken unserer kämpfenden und fallenden Söhne sich breit machen, so unbeirrbar sollte unser im Grunde der Seele treues und gutes Volk festhalten an der Überzeugung, daß ihm in dem großen Völkerringen der Sieg verbürgt bleibt, sofern es nur sich selbst treu bleibt und der Mahnung seiner deutschen Geschichte.

Berlin, im November 1917.
Fritz Bley.

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