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Wia der Schnabi g'wachsen is

Max Hofmann: Wia der Schnabi g'wachsen is - Kapitel 5
Quellenangabe
typepoem
booktitle»Wia der Schnabi g'wachsen is.«
authorMax Hofmann
year1898
publisherVerlagsbuchhandlung Seitz & Schauer
addressMünchen
titleWia der Schnabi g'wachsen is
created20040112
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1898
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Der Rucksack.

          Zu sei'm Holzknecht sagt der Förster.
»Morgen kummt die Exzellenz;
Auerhähn möcht der aa schiaßen,
Trifft er nix – na, Seppl, brennt's.

Sehg'n thuat der mit der Brill'n
Meiner Lebtag zwar koa Stück:
Drum woaßt was – es tragt a Trinkgeld –
Hilf eam Du halt zu dem Glück.

Nimm den Hahn, der do im Rucksack,
Und steig morgen auf dö Tann,
Dö beim Marterl steht so hoch dort,
Und fang recht zu balzen an.

Kumm i na mit unserm Herrn,
Muaß er schiaß'n – und wenn's kracht,
Wirfst den Hahn eam schö stad runter,
Und die Exzellenz – is gemacht.«

Fast a Stund führt drauf der Förster
Seinen Herrn scho durch den Wald,
Vor sie zu dem Baam hikumma,
Von dem laut das »Balzen« schallt.

Zwar koo Exzellenz nix seg'n,
Doch der Förster schwört an Eid,
Daß der Hahn steh in der Mitt'n,
Und waar guat zum Schiaß'n heut.

Lang zielt iatzt mit seiner Büx'n
Nach dem Baam der guate Moo,
Und wia's losgeht – narrisch freut's 'n –
Hört ma's patsch, patsch fallen scho.

Ganz erregt springt mit dem Förster
Unser Schütz iatzt schnell hinzua,
Doch wia er erst schaugt a wengerl,
Hat er si glei g'seg'n gnua.

Und am Förster wird ganz übi,
Hoaß laaft's eam und kalt mitunta,
Denn der Sepp, der hat ja g'worf'n
Glei an Hahn im Rucksack runta.

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