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Weitere Fabeln

: Weitere Fabeln - Kapitel 76
Quellenangabe
titleWeitere Fabeln
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Der Rabe und der Fuchs

Ein Rabe hatte ein Stück Käse gestohlen und setzte sich auf einen Baum, um seinen Raub zu verzehren.

Kaum gewahrte dies der Fuchs, als er auch schon voll Begehrlichkeit nach dem herrlichen Bissen auf eine List sann.

Demütig näherte er sich dem Baume und sprach zu dem Raben: »Edelster der Vögel, Liebling der Götter und Menschen, wie schön ist dein Gefieder, wie strahlend dein Auge und wie edel dein Schnabel! Wenn deine Stimme auch so schön klingt, so bist du der König der Vögel.«

Geschmeichelt durch diese Lobsprüche, dachte der Rabe, die kann ich ihn ja hören lassen; öffnete seinen Schnabel, um sein hohles »Raab! Raab!« erschallen zu lassen, ließ dabei aber den Käse fallen.

Gierig verschlang ihn der Fuchs und rief dem Raben höhnisch zu: »Den Brocken wollte ich ja nur, und weil ich deine Dummheit kannte, rühmte ich deine Stimme.«

Verschämt flog der Rabe davon.

Du bist betrogen, wenn du Heuchlern und Schmeichlern traust

 


 

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