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Weitere Fabeln

: Weitere Fabeln - Kapitel 40
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Der getäuschte Wolf

Ein hungriger Wolf hatte vergeblich nach Beute gesucht, aber nichts gefunden, als er in einer Bauernhütte seinen Namen nennen hörte. Neugierig zu wissen, was man von ihm spräche, horchte er und hörte, wie eine Mutter ihrem unartigen Kinde drohte: »Wenn du nicht gleich artig bist, so soll dich der Wolf fressen«.

Hier kommst du gerade recht, dachte er, und wartete, bis man ihn rufen würde. Aber Zeit um Zeit verging, ohne daß die Mutter ihren Ausspruch wahr machte.

Während dieser Zeit war das Kind wieder artig geworden, und nun hörte er, wie sie liebkosend zu ihm sagte: »Siehst du, jetzt darf der Wolf dir nichts zu Leide tun, wenn er jetzt käme, dann wollten wir ihn schon abfertigen.«

Ergrimmt ging nun der Wolf davon und ärgerte sich darüber, daß er so leichthin geglaubt hatte.

Du machst dir vergeblich Hoffnung auf launische Menschen.

 


 

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