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Gutenberg > Willibald Alexis >

Walladmor

Willibald Alexis: Walladmor - Kapitel 12
Quellenangabe
typefiction
booktitleWalladmor
authorWillibald Alexis
firstpub1824
year1967
publisherEdition Leipzig
addressLeipzig
titleWalladmor
created20050618
sendergerd.bouillon
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Zweiter Band.

Erstes Kapitel.

Gluth, dorre mein Gehirn! Ihr salzgen Thränen,
Brennt alle Sehkraft meiner Augen aus! –
Bei Gott, es soll gerächt dein Wahnsinn werden,
Bis uns're Wagschaal' überschlägt, Mairosa!
Bis Mädchen, gute Schwester, süße Ophelia!
Shakespear. Hamlet.

Der Morgen des Wintertages war ungewöhnlich klar und heiter gewesen; und erst jetzt, als Bertram sich vom lustigen Trauergelage entfernte, bemerkte er, daß nicht allein ein düsterer Nebelflor den Himmel umlagert habe, sondern auch ein mattgraues Gewölk ihn immer dichter und dichter umziehe. Doch war er ohne Besorgniß, da die Bewegung und Frische der Luft ihm das Blut erwärmt und den Muth verstärkt hatte; nur als ein Bedürfniß, der Hunger, bei ihm ansprach, kehrte er in eine einsame Schenke ein, und stärkte sich zum vorhabenden Marsche mit einem, für solchen Ort gut genug bereiteten, Stücke Rostbeef. Hier sogleich nach dem Wege, welcher ihn gen Kloster Griffith ap Gauvon führe, zu fragen, hielt er nicht für gerathen, und erkundigte sich deshalb beim Abschiede nur nach dem Wege nach Pumfries und gelegentlich nach den irre führenden Abwegen ins Gebirge, ob der Weg sicher sei, und welche Ortschaften in der Nähe lägen? Der Wirth erwiederte:

Um Pumfries herum, nach dem Snowdon zu, liegen wohl nur einzelne Meierhöfe, und es führen keine Straßen in die unwegsamen Gebirgsschluchten, sondern nur Holzwege, auf denen man leicht verirren kann, zumal im Winter, wenn Schnee liegt. Es kommen auch selten Herrschaften – besonders im Winter – hin, und außer den Pächtern und Häuslern verirrt sich jetzt wohl nur eine arme Seele hin, die sonst keine Ruhe findet, etwa muntere Gesellen mit abgeriebenen Pferden, oder Spekulanten besonderer Art. Doch das geht Niemand was an, und wer in der Nähe von dem alten verfallenen Raubnest wohnt, dem krümmen sie kein Haar, und wer sich drein mischen wollte und angeben, müßte wohl ein Narr sein. Ich wenigstens habe keine Lust, mein hübsches Haus und die gefüllten Scheunen Nachts über den Kopf mir brennen zu lassen, und seh' es darum ruhig mit an, wenn's im Dunkel in der alten Scheune rumpelt und rollt. Es sind ein Paar müde Leute, sag' ich zur Frau, wenn sie sich zitternd in den Winkel am Feuer drückt, die suchen eine Schlafstelle und haben keinen Paß. Wenn sie mir dann sagt: Aber die Mägde fürchten sich, und wollen nicht übern Hof gehn, weil sie meinen, es sei nicht geheuer, dann sprech' ich zu ihr: Laß die Mägde glauben was sie wollen, uns schadet es nichts. Und wirklich ist mir noch nie etwas gestohlen worden, sondern ich fand nur am andern Morgen das Stroh ein wenig eingedrückt, und sie hatten wohl obenein 'ne Flasche fremden Wein zurückgelassen, den keine Seele von mir nachher zurückgefordert hat.

Wie heißt das verfallene Raubnest?

Es mag nicht grade ein Raubnest sein, aber es ist doch solch ein altes verwünschtes Mauerwerk in den wildesten Gebirgsschluchten, wo die Jungen selbst nicht gern das Vieh hintreiben. Griffith ap Gauvon nennen 's die Leute.

Wohnt vielleicht darin ein Pächter oder Förster?

Keine Seele bis auf die Eulen, und die Adler vom Snowdon mögen auch ihre Besuche machen.

Man findet also auch keine Aufnahme dort als Reisender?

Der Wirth sah den Fragenden groß an, und sagte dann mit zweifelhaftem und bedenklichem Tone:

Nun – das wird der Herr ja wohl am besten wissen. – Ich war nie da – weiß auch nicht, wer da einkehrt, bekümmere mich auch nicht darum, habe auch ein schwaches Gedächtniß, so daß Jedermann vor mir ganz sicher sein kann; jetzt mag's auch wohl ziemlich besucht sein, wie ich habe munkeln hören; mein Sprüchwort aber ist: Handel und Wandel hat Jedermann frei.

Wie weit ist die Ruine von Pumfries entfernt?

Wenn Ihr dahin wollt und von Arthurs Schanze herkommt, so seid Ihr Euch sehr umgegangen. Wer den Weg weiß, geht grade durchs Gebirge, freilich klippauf, klippab, aber um den Gewinnst thut man's schon und wadet durch die Bäche. Wenn Ihr von hier aus Pumfries rechts liegen lasset, könnt Ihr hinter der rothen Heide am alten Steingalgen in weiter Ferne einen blauen spitzen Berg über der hohen Kette vorragen sehen, darunter liegt es in einer tiefen Schlucht.

In so einsamer Gegend steht ein Galgen?

Ist jetzt eigentlich nur noch zur Zierde da, und thut wenig Dienste mehr. Vor alten Zeiten aber haben viele dran gebaumelt, und sie sagen, der Englische König Eduard habe ihn expreß erbaut, als er das Land ganz unterjochte, um die alten Wälschen Barden dran hängen zu lassen. Zwölf, sagt man, hätten mit einem Mal gebaumelt. Meinethalben vierundzwanzig, daran ist uns beiden wenig gelegen, und jetzt hängt nur hin und wieder ein armer Schelm, den sie erwischen. Kann Euch aber versichern, daß es nur selten geschieht.

Obgleich statt des Sonnenscheins ein trübes Grau den ganzen Horizont bedeckte, war doch der Nachmittag bedeutend milder als der Vormittag, wie es zu sein pflegt, wenn nach kalten klaren Wintertagen ein Schneewetter eintreten will. Mancherlei Gedanken und Bedenken gingen in Bertrams Kopfe um, als er, von der Hütte aus, den sehr einsamen Weg weiter schritt. Bald schien – etwas seltenes im südlichen England – alle Kultur von beiden Seiten des Weges verschwunden, und das röthliche Haidekraut war nur hier und dort von einigen Haferfeldern unterbrochen, gleich als wäre der Wanderer durch ein Hochschottisches Thal einhergezogen. Der Grund lag wohl ebenfalls in der Nähe der hohen Kette des Snowdon, welche das an sich wenig fruchtbare Land nicht vor den südwestlichen Seestürmen schütze konnte. Wie der Schweizer sich freut, wenn er in dem fremden Lande Berge findet, welche ihn an die geliebte Heimath erinnern, so ergreift auch den Schotten ein wehmüthig freudiges Gefühl, wenn er auf einsamen Wanderungen in der Fremde lange Flächen mit den rothen Büscheln seines vaterländischen Haidekrautes bedeckt sieht. Einem, der nicht zwischen unsern Bergen geboren und auferzogen ist, mag bei diesem Zeichen eines uncultivirten Zustandes und einer traurigen Natur weniger froh zu Muthe werden; und Bertram überdachte, wie wir bereits angeführt haben, die Gefahr der Unternehmung, in welche er sich scheinbar ohne erheblichen Grund einlassen wollte. Eine anonyme Einladung zu einem sehr verdächtigen Menschen, zu einer Jahreszeit, in welcher man auch bei aller Bequemlichkeit zu reisen vermeidet, in eine unwegsame Gegend – würde Jedermann, der nicht am Rande der Verzweiflung und vor der schroffen Felswand der Hoffnung steht, von sich gewiesen haben. Was vermögen indessen alle diese Gründe gegen einen von romantischen Ideen geleiteten Jüngling?

Ohne einem menschlichen Wesen zu begegnen, war er bereits über eine Stunde gegangen, als die Haide sich in einen Moorgrund verwandelte, welcher theilweise zwar noch mit Haidekraut bewachsen, mehrentheils aber mit den runden und abgesonderten Rasen- und Mooshügeln, oder vielmehr Klümpchen, bedeckt war, auf welchen die geschickten Bewohner solcher Gegenden den Uebergang auch über ausgebreitete und tiefe Moräste finden. Wer aber, unkundig der Gegend, und nicht geübt im schnellen Auffinden den festesten Punkte, so wie im tanzartigen Springen, auf diese Weise sein Heil versucht, findet leicht den Untergang, indem die meisten dieser grün überwachsenen Moorklumpen noch ihre schlüpfrige Natur, besonders bei regnigtem Wetter, beibehalten haben und den unsichern Fuß abgleiten lassen, oder mit ihm in die schlammige Tiefe versinken. Das vorliegende Moor wies verschiedene Stellen, wo früher Torf gegraben war und offenes Wasser jetzt die tiefen Gräben füllte. Das schlimmste für den Wanderer war, daß sich mehrere Wege durch das Moor zeigten, von denen die meisten vermutlich von den Torfstechern durch den Gebrauch seit Jahrhunderten entstanden waren, vielleicht aber nicht weiter als bis in einen der Gräben oder Wassertümpel führten. Bertrams Uhr zeigte schon auf drei, eine Stunde, welche zur Winterzeit unbestimmte Fußwanderungen zu unternehmen nicht anräth. Der bezogene Himmel und das gefährliche Terrain hätten auch einen kühnen Handelsmann, der vielleicht jenseits des Moores heut einen reichen Gewinn erwartete, abgeschreckt, und auch Bertram stand wirklich zweifelnd stille. Er sah sich prüfend nach allen Seiten um, entdeckte aber, so weit ihm der Nebel und die dicke Luft die Gegenstände zu erkennen erlaubte, und hinter sich und an der einen Seite nur Haidekraut, Moor und einzelne Weiden, welche mit ihren dürren Aesten die Trauer der ganzen Natur nur vermehrten. Auf der andern Seite, zur linken, zog sich die Kette des Snowdon entlang, dessen Rücken größtentheils von Nebel und Wolken bedeckt war; an dem Fuße des Gebirges stand ein Wald entlaubter Bäume, unter denen man auch aus der weiten Entfernung die grauen Weiden hervorschimmern sah. Als Bertram aber die Aussicht nach vorn musterte, glaubte er den Schornstein einer Hütte zu entdecken, und als er die vor ihm nach verschiedenen Richtungen durch das Moor führenden Wege genauer betrachtete, bemerkte er, daß der eine in gerader Richtung nach jenem Gegenstande führe. Um sich indessen zu vergewissern, sprang er seitwärts nach einem Hügel, und seine Freude war nicht gering, als er von dem höchsten Punkte desselben deutlich den ihn vom Wirthe beschriebenen Steingalgen zu erkennen glaubte. Er mußte sehr groß sein, denn obgleich Bertram auf den Zehen stand, sah er, daß über eine nicht unbedeutende Erhöhung, hinter welcher das Strafgerüst gelegen war, nur der oberste Theil des Dreigerüstes hervorragte. Als er sich bedachte, daß nach M*** noch heut zurückzukehren unmöglich sei, und er kein anderes Nachtquartier, als bei dem gleichfalls nach seinen Reden nicht unverdächtigen Schenkwirthe finden möchte, war sein Entschluß gefaßt, und nachdem er sich nur die Beinkleider aufgekrämpt hatte, machte er sich auf den Weg durch den Morast.

Die letztere Vorsicht wäre indessen nicht nöthig gewesen, da das Moor auf allen Stellen fest gefroren war, und nur, wenn der Wanderer stark im Springen auftrat, die ganze harte Decke etwas unter seinen Füßen wankte. Er schritt und sprang sehr beherzt vorwärts, nicht ohne zuweilen über sich selbst zu lächeln, wenn er bei ebneren Stellen daran dachte, daß der Anblick eines Galgens seinen Muth erfrischt habe, und ein Galgen das vorläufige Ziel seiner Wanderung sei. Indessen hatte er diesen, sobald er das tiefere Moor betreten, ganz aus den Augen verloren, und folgte nur unverrückt der Wegspur, welche er von der Höhe aus, als die einzig richtige, sich gemerkt hatte. Es war aber sehr schwer, sie immer zu halten, denn selten kam ein im rechten Winkel sie durchschneidender Seitenweg, welcher als Merkmal hätte dienen können, wogegen vielfach mehr oder minder parallel laufende Fußpfade, oft breiter als der vom Wanderer betretene, ihn irrten. Die einzigen Merkmale waren Torfgräben, einzelne Wassertümpel, ein Baumstamm oder eine kleine Erderhöhung; wer aber weiß, wie Alles, von der Ferne betrachtet, anders aussieht, als wenn man es vor Augen hat, und die ungewisse und generelle Eigenschaft der erwählten Merkmale bedenkt, wird leicht erachten, daß Bertram darum nicht sicher gehen konnte; wer aber, gleich unserm Helden, einmal bei später Jahres- und Tageszeit eine durchschnittene Haide allein durchwandert ist, wird die Besorgniß kennen, welche bei einem solchen Marsche jeden Gedanken und Wunsch als den nach dem richtigen Wege verdrängt.

Der Moorgrund bildete, wie wir schon bemerkten, keine fortdauernde Fläche, sondern hie und da trat das Erdreich hügelartig hervor. Als Bertram einen solchen Hügel bestiegen hatte, glaubte er in einiger Entfernung vor sich einen Schwarm wilder und geselliger Sumpfvögel niedergekauert sitzen zu sehen. Auf einem trockenen Fleck zeigten sich wenigstens mehrere schwarze und weiße Punkte, welche unterweilen sich langsam regten und bewegten; als er aber leisen Schrittes weiter ging, wurden diese Punkte immer größer, so daß es keine Vögel mehr sein konnten. In der Entfernung von ungefähr hundert Schritten blieb er endlich stehen, und bemerkte mit Verwunderung ein seltsames Stöhnen, Murmeln und Krächzen. Er strengte seine Augen an, um zu erfahren, ob es menschliche Wesen seien; die Tageshelle erlaubte ihm indessen nicht, von dieser Weite aus es zu entdecken. Er schlich demnach, gebückt wie der Entenjäger, um nicht verraten zu werden, dem Punkte zu, und während er, halb aus eigener Besorgniß, den Blick auf die Erde gerichtet trug, sah er nichts von der seltsamen Erscheinung, hörte dagegen das Murmeln und Stöhnen immer deutlicher. Anfänglich glich es dem Grunzen wiederkäuender Schweine, bald aber schienen krächzende menschliche Stimmen hervorzutönen, wie bei dem halblauten Beten der Juden in der Synagoge hin und wieder einzelne Sylben oder ganze Worte verständlich werden. Bertram richtete jetzt den Kopf in die Höhe, um mit einem Male der Erscheinung auf den Grund zu kommen, da er, der Entfernung der Stimme nach, dicht vor dem Platze stehen mußte; er sah aber vor sich noch einen mannshohen Erdwall, welcher ihn von den Stimmgebern trennte. Unter dem Gemurmel hörte er jetzt folgende Reden, welche mit äußerst verdrießlicher und krächzender Stimme ausgestoßen wurden.

Ist er wiedergekehrt?

Du hast's ja gehört, alte Lise.

Und treibt wieder's Handwerk?

Versteht sich.

Sind denn seine Knochen noch gar nicht mürbe?

Jedermann hat seine Zeit. Was fragst Du so viel? Ich bin heiser.

Deine Knochen hätten längst schon verdient, da oben zu liegen.

Deine werden schon noch rauf kommen.

Hier blickte Bertram unwillkührlich in die Höhe, und sah rechts das hohe graue Gerüst voll ernster Schauer vor sich stehen. Er konnte sich eines Zusammenzuckens nicht enthalten, hörte aber doch mit verhaltenem Athem auf die Fortsetzung des Gespräches:

Wenn ich nur nicht das Zipperlein hätte, dein Dach wäre längst aufgelodert.

Dich müßte man lebendig verbrennen, sagte die Andere.

Wird alles geschehn, wie's geschehen muß – versicherte eine Dritte – erst werden die Beine schwer, dann krümmt sich der Rücken, dann fährt's in die Arme, dann saust's in den Ohren, dann geht's mit den Augen aus, und dann muß der Teufel, wenn er uns haben will, auf den Rücken uns forttragen.

Du hast wohl lange keinen Liebsten gehabt? fragte die Zweite.

Vor vierzig Jahren lief mir der letzte weg – aber Du hast wohl noch einen, alte Hexe? Hierauf hustete, stöhnte und grunzte der ganze Chor wieder so ängstlich, daß Bertram sich aus der ziemlichen Nähe fort wünschte. Die Erste fragte wieder:

Ganz alte Weiber hängen sie wohl nicht mehr?

Wie's kommt und die Geschwornen Appetit haben. Die Dritte sagte:

Sonst war's große Lust all dem Volke, wenn Eine von uns hängen oder brennen konnte; jetzt peitschen sie uns aus.

Wem ich's Hängen prophezeihe – sagte die Zweite – das ist der tollen Mutter Gillie, die legt's gradezu drauf an, und all' ihr Kochen und Brauen hilft nichts, sie hat's aber auch verdient.

Warum kommt das Weibsstück auch mit ins Kloster gezogen? Wie stark sie auch ist, verträgt sie doch nie ins Land einen Ballen Waare.

Ich möchte ihr oft – krächzte die Zweite – einen Stoß von hinten geben, wenn ich mit meinem krummen Rücken unter dem großen Korbe stöhne, und sie geht so grad aufgerichtet wie eine vornehme Frau und trägt nichts.

Warum kommt sie aber mit ins Gebirge?

Weil sie auf den Niklas versessen ist.

Sie meint's doch nicht rechtschaffen mit ihm – sagte die Dritte – und sie bringt ihn noch mal an's Gerüst. Wär' ich so'n schmucker Kerl als der Niklas, ich hütete mich vor dem Weibe.

Du möchtest ihn wohl selbst zum Liebsten haben, alte Eva?

Ich wünschte, Dir wüchsen Hände und Füße zusammen, wie 'nem Stachelschwein, dann fingen sie Dich doch mal, wie Du's verdient hast.

Vor Dir liefen sie weg, weil Du zu häßlich bist. Ich glaubte, daß Dich nicht mal der hinkende schwarze Satan, den wir vorhin im Moore sahen, auf sein schwarz Pferd nehmen möchte.

An den Schwanz vom Pferde bänd' er Dich wohl schon, wenn er über's Steinpflaster reitet.

Schau – rief die Erste – da kreischt und tanzt die tolle Gillie um den alten Galgen rum.

Der schwarze Satan wird wohl mit ihr zu schaffen haben, denn ich hörte hinter dem Galgenberge sein Pferd wiehern.

Unserm Freunde war so unbehaglich bei diesem Gespräche, welches wie ein Chor widriger Geister klang, zu Muthe, daß er, da ein anderer Ausweg unmöglich war, lieber der Gefahr sogleich entgegen ging, als fernerhin ihr Drohen von weiten zu hören. Er sprang plötzlich auf den Erdwall hinauf, und sah jetzt zu seinen Füßen fünf oder sechs uralte, häßliche, in Lumpen eingehüllte, Weiber neben einander gekauert auf dem Boden sitzen. Sie schienen sich von einem weiten Marsche auszuruhen, und saßen mit dem Kopfe auf die Arme oder in den Schooß gestützt. Sobald aber der starke Auftritt Bertrams in ihr Ohr gedrungen war, sprangen sie alle zugleich unter rauhem, mißtönenden Geschrei in die Höhe, und, gleich trägen Seemöven, welche verdrossen bei der Annäherung des Menschen sich von ihrem Sammelplatz erheben und davon fliegen, schickten sie sich an, davon zu laufen. Bertram hatte jetzt Gelegenheit, auch ihre widrigen, alten, gelbgrauen Gesichter zu sehn, welche ohne andern Ausdruck, als den eines Mißvergnügens über Alles und Jedes waren. Sie murmelten unverständliche Worte, gleich als zankten sie mit der Welt, sich selbst und ihrem Schicksal. Bertram, obgleich er des Gedankens an überirdische Wesen sich nicht erwehren konnte, rief ihnen doch zu:

Wer seid Ihr? – Was wollt Ihr?

Kaum aber hatte er diese Frage wiederholt, als alle Weiber mit, für ihr Alter, zu schneller Bewegung sich auf und davon machten, und wie böse Geister, vom Zeichen des Kreuzes geschreckt, über Moor und Haide davon gingen. So weit er ihnen auf ihrem watschelnden Gange nachsehen konnte, hörte er sie auch fortwährend murren und krächzen.

Seine Aufmerksamkeit wurde aber bald auf's neue gespannt, denn vom Galgen her tönte ein seltsamer wilder Gesang, und er glaubte auch hier eine Gestalt um das graue Gerüste herumspringen zu sehn. Als er einige Schritte sich genähert hatte, erkannte er ein Weib, welches bald mit wunderbar pathetischem Schritte auf- und niederschritt, bald in wilden Sprüngen um die Steinpfeiler tanzend sich bewegte. Er blieb stehen, wie von einer Ahnung, daß er das Weib kennen müsse, ergriffen. Bisher schien die Stimmung der Unglücklichen eine überschwellende Lust, ihr Gesang war ein Triumph. Mit einem Male aber schien der Taumel vorüber, ihre Kraft zu sinken, und als sie hinter dem Gerüste verschwunden war, hörte Bertram sie mit sanfterer Stimme singen, und verstand folgende Worte:

Was singest Du, Kind, um den Rabenstein?
      Verlumpt mit loosem Haar? –
Juchheißa, Herr Reiter, ich tanze den Reihn
      Als Braut am Traualtar;
      Was sollt' ich mich nicht freun?

Hier hielt sie inne. Bertram, in der Meinung, durch Zufall den Anfang einer alten Volksballade gehört zu haben, und in der Hoffnung, bei stillem Verweilen vielleicht noch mehr zu hören, zog seine Brieftasche heraus, und versuchte, den eben gesungenen Vers aus dem Gedächtniß niederzuschreiben. Während er sich aber noch besann, fing die Sängerin von neuem an; ihre Stimme war jedoch jetzt wilder geworden, die Lust des Wahnsinnes und der Verzweiflung mischte sich hinein, und halb lachend halb weinend stieß sie folgende Verse hinaus, indem sie besonders den Refrain auf eine für den Zuhörer furchtbare Weise hervorhob und die Strophe darauf mit einem schallenden Gelächter schloß:

Meine Mutter hing hier am Rabenstein,
      Noch flattern die Lumpen im Wind.
Mein Vater starb im hohen Thurm,
      Juchheißa ich bin sein Kind.
      Was sollt' ich mich nicht freun?

Mein Bruder stand auch am Rabenstein,
      Und muß jetzt Karren schieben;
Meine Schwester ward dran ausgepeitscht,
      Ist ehrlich doch geblieben.
      Was sollt' ich mich nicht freun?

Drei Burschen hingen am Rabenstein
      An ein und selbem Tag,
Es waren meine liebsten allzumal,
      Das war ein lust'ger Tag..
      Was sollt' ich mich nicht freun?

Wer niemals denkt an den Rabenstein,
      Der mir auch nicht gefallt!
Sprach ich zum ersten Liebsten mein,
      Und er ging in die Welt.
      Was sollt' ich mich nicht freun?

Juchheißa wer am Rabenstein,
      Der stirbt in freier Luft.
Die Glocken klingen vom Thurm ihm zu,
      Weiß nichts von Grab und Gruft.
      Was sollt' ich mich nicht freun? –

Mein Kind, zu hoch ist der Rabenstein
      Für Dich noch alleweil,
Komm mit auf's Pferd in die weite Welt,
      Das Hangen hat nicht Eil.
      Was soll Dich das nicht freun? –

Herr Reiter, man steht den Rabenstein
      Als Merkmal überall.
Wer ohn' das Ziel in die Weite sprengt,
      Verirrt und kommt zu Fall.
      Kann mich mit Euch nicht freun. –

Lieb Mädchen, ich reite zum Rabenstein
      Wohl hin auf graden Wegen,
Ich reite wie ein Rittersmann
      Den Reisenden entgegen,
      Kann Dich das nicht erfreun?

Lieb Mädchen, ich sah am Rabenstein
      Dich wohl vor sieben Jahr,
Nun hab' ich in der Welt mich besser bedacht:
      Er sei unser Traualtar.
      Soll das uns nicht erfreun?

Er küßt die Liebste am Rabenstein
      Und hebt auf's Pferd sie geschwind,
Dann sprengt er mit ihr in die weite Welt,
      Die Leichen flattern im Wind.
      Soll das sie nicht erfreun?

Dem jungen Manne rieselte es kalt, nach Beendigung dieses furchtbaren Gesanges, über die Haut. Die Bleifeder steckte in seiner Hand wie angefroren, und er hatte keinen einzigen Vers aufgezeichnet. Die Alte sprang bald nach dem Schlusse auf und tanzte von neuem um das Gerüst, immer fort den Refrain singend.

Soll das sie nicht erfreun?

Mit dem Schrecken war aber zugleich bei ihm die Neugier erregt, und er lauschte, ob sie nicht die ganze wunderbare Ballade wiederholen möchte. Dabei konnte er sich nicht enthalten, halb laut vor sich hin sein Urtheil zu äußern:

Ein seltsames Lied! der Ausdruck der allerfurchtbarsten Verzweiflung eines zerstörten Gemüthes, welches aber in dem Uebermaße des Schreckens eine gewisse Festigkeit und Ruhe gefunden hat. Es kann nur eine alte Schottische Ballade sein –

Das möchte ich doch bezweifeln, – flüsterte eine Stimme hinter ihm, – denn obgleich die ganze Anlage das Schottische Vaterland verräth, und die Melodie so einfach und fürchterlich ist, als wir sie nur in den Winkeln des Hochlandes hören, so deutet doch die Anspielung auf die Highwaymen im Verse:

Ich reite wie ein Rittersmann
      Den Reisenden entgegen

auf südlichern Ursprung, da bekanntlich die Highwaymen sich kaum bis in die Gränzländer nordwärts verirren.

Bertram blickte sich um, und erstaunte, hinter sich Herrn Malburne zu sehen, mit einer kleinen Schreibtafel, welche er eben beschäftigt war, in ihr Futteral zu stecken.

Bei Gott! wie kommen Sie in diese Gegend? fragte er betroffen, und doch erfreut über die Gegenwart eines gebildeten Mannes und Bekannten.

Wie kommen Sie hierher, Herr Bertram? könnte ich eben so fragen; aber ich bin ein offener Mann und sage grad heraus: zu Pferde! ohne dafür als Belohnung die Art und Weise zu erfahren, wie mein junger Freund in die Sümpfe von Merioneth gerathen ist. Aber, wie gesagt, der verwünschte Vers quält mich schon lange. Man könnte ihn für eingeschoben halten, sein melodischer Rhythmus zeugt indessen für die Echtheit. Das ganze Lied ist unstreitig alt, und es ist gut, daß wir's zu Papier haben, ehe die alte Hexe gehangen wird.

Wissen Sie, wer dies alte Weib ist?

Nun, ein altes verrücktes Weib. – Wer sich um die Geschichte und Stammtafeln aller alten Weiber aus Wales bekümmern wollte, möchte auf viele Hexen, verbrannte und unverbrannte, stoßen; was mich aber nichts angeht, da ich keine Zeit zu verlieren habe, will ich anders heut noch in M*** eintreffen.

Die Ironie, welche im Tone Malburnes lag, hatte in diesem Augenblicke für Bertram, wo er dem geheimnißvollen Reiche körperloser Geister näher zu sein glaubte, etwas sehr empfindliches.

Ich wünsche Ihnen eine glückliche Reise – sprach er daher schnell heraus, und drehte Malburne halb den Rücken. Was ihn noch mehr reizte, war eine lächelnde Muskelbewegung, welche der schwarze Mann, als Bertram seine Empfindlichkeit so vorschnell kund gab, nicht unterdrücken konnte.

Und soll ich Ihnen ein trostreiches Verweilen wünschen? – sagte Malburne im Fortgehn – Sollte Ihnen das aber hier unter freiem Himmel in so angenehmer Gesellschaft wider Erwarten nicht gefallen, so erlauben Sie mir, Ihnen zu sagen, daß südwestlich von hier das Wirthshaus bei Aberkilvie das nächste von hier sein wird, welches Fremde aufnimmt.

Vielen Dank für die große Gefälligkeit.

Der Mann ging nach einer leichten Verbeugung fort, und nachdem er in langsamem Schritte hinter einer Anhöhe verschwunden war, kam ein schwarzer Reiter zum Vorschein, zog in der Entfernung den Hut ab und setzte dann im Trab über das Moor nach der Gegend von M*** zu. Bertram sah ihm lange nach, und äußerte endlich bei sich:

Seltsam! mir ist es unlieb, daß der Mann mich hier in der Wildniß allein läßt, und doch habe ich eine innere Besorgniß vor ihm, zu welcher allerdings sein verdächtiger Stand im Leben allzusehr berechtigt. Ich muß aber sehn, was aus der unglücklichen Frau geworden ist, deren Anblick bei dem launigen Egoisten nicht das geringste Mitgefühl erweckte. –

Die Alte, welche vermutlich nichts von beiden Fremden gemerkt hatte, saß niedergekauert am Fuß des Steingerüstes und verbarg ihr Gesicht mit beiden Händen. Bertram näherte sich ihr bis auf wenige Schritte, und redete sie mit sanfter Stimme an:

Gutes Mütterchen, was weinst Du hier? Es ist kalt und wird Abend, willst Du nicht heim gehn zu Deinen Kindern?

Ohne ihre Stellung zu verändern, oder aufzublicken, lachte die Alte höhnisch und murmelte: Ha! ha! ha! Kinder die flattern im Wind,

Die Kinder flattern im Wind!
Soll das sie nicht erfreun?

Bertram nahm sich ein Herz, ging dicht an die Frau heran, und indem er ihren Arm faßte, um sie sanft aufzuheben, ermunterte er sie nochmals zur Folgsamkeit. Wirklich erhob sich die Alte; aber kein schwaches Mütterchen, sondern ein großes, dürres Weib stand neben ihm. Laut lachend faßte sie seinen Arm und riß ihn singend:

Juchheißa, Herr weiter, ich bin die Braut,
      Wir tanzen am Traualtar

mit sich im Kreise herum. Es kostete ihm Mühe, sich von der Alten loßzureißen; als er aber dies bewerkstelligt hatte, und genau die Züge der großen Frau betrachten konnte, sah er, daß es seine seltsame Wirthin in der Hütte an der unbekannten Küste war.

Mutter Gillie! wie kommst Du hier in diese Wüste? redete er sie an. Sie lachte und hielt wie verschämt die Schürze vor die Augen.

Hier hängt ja mein Liebster – und verfiel sogleich in den Gesang:

Drei Burschen hingen am Rabenstein
      An ein und selbem Tag,
Es waren meine liebsten allzumal,
      Das war ein lustiger Tag!

Plötzlich, als besinne sie sich, rieb sie ihre Stirn, und fuhr schnell fort:

Ach nein, es waren nicht meine Liebsten – meine Söhne waren's – der eine hängt noch nicht, er wird aber auch hängen – hängen werden Viele, und dann werden wir alle tanzen und lustig sein.

Bertram, als er sah, daß der Wahnsinn der Alten durch irgend eine Erinnerung oder sonstigen Einfluß wilder und stärker geworden, als er sich in der Hütte zeigte, suchte durch eine Frage sie weiter zu prüfen:

Mutter Gillie! kennst Du mich nicht mehr? Sie zogen mich aus dem Wasser, und Du riebst mir die Brust mit warmen Tüchern und gabst mir warme Getränke.

Die Alte hielt die Hand vor das Gesicht und sagte nach einer Weile ruhigen Anschauens, gleichfalls ruhig:

Ich kenne Dich, ich kenne Dich von Alters her. – Was kommst Du hierher? Was willst Du? – Der Niklas muß doch sterben – hoch, hoch oben! Sahst Du's nicht, wie ihm das Feuer auf dem Schiffe nichts anhaben konnte, wie das Meer ihn nicht mochte und ausspie – Niklas muß sterben, sage ich Dir, wie mein Sohn gestorben ist. Das habe ich gelobt, gelobt als die Stürme wütheten, und von Walladmors Thürmen die Ziegel hinab in das brausende Meer warfen, als der Geist Modrebs unten an der alten Eiche schüttelte, daß er herauskäme, als die tausend Geister in den Höhlen heulten, und die Bäche austraten, als Walladmors Mauern in ihren Grundfesten zitterten, und der Mond blutroth aus dem Meere tauchte, da hab' ichs geschworen –

Das Weib hatte bei dieser schildernden Declamation die Hände geballt, und glich einer Furie oder Zaubrerin, welche die Geister heraufbeschwört. Offenbar wurde sie aber von dem steigenden Affecte angegriffen, und plötzlich sank sie wieder zusammen und bedeckte ihr Gesicht, ohne zu sprechen und ohne zu weinen. In Bertram stritten Mitleid und Furcht; ehe er sich jedoch entschließen konnte, was er thun solle, erhob sie sich wieder und sprach mit pathetischem Tone:

Die Sterne haben meinen Fluch mit Flammenschrift am Himmel geschrieben, da kann kein Mensch hinaus an den blauen Aether langen und nur einen Buchstaben herausreißen. Sie wollten ihn neulich in London auf's Gerüst bringen, aber er entsprang, denn in Powisland soll er hängen, an dem Steine, an dem Eisen, wo mein Sohn hing. Ich habe Perlen, eine Perlenschnur, wie sie kein König bezahlen kann, denn mein Sohn trug sie um den Hals da oben: die Perlenschnur bewahre ich und trage sie auch um den Hals, bis ich sie dem Niklas gebe. Das wird ihn recht zieren und schmücken, juchheißa!

Bertram, um den steigenden Wahnsinn des Weibes in einer Richtung, welche ihm furchtbar war, zu stören, fragte sie schnell:

Kannst Du mir den Weg nach Kloster Griffith ap Gauvon zeigen?

Unglückskind! – rief sie, wie von einem Gedanken bewegt und zum Mitleiden geneigt, aus – was willst Du in Dein Verderben gehn? Dir hab' ich ja nicht den Untergang geschworen, und doch fuhrst Du mit ihm auf einem Schiffe, und klammertest Dich an ein Brett mit ihm an, und willst nun mit ihm ins Verderben gehn. Auf einem Brette steht Ihr auch zuletzt, bis der Henker es fortzieht, und Ihr zwischen Himmel und Erde schwebt.

Wenn Ihr, Mutter Gillie, von dem Unglücklichen redet, mit dem ich mich im Meere auf einer Tonne umhertrieb, so kann ich sagen, daß ich ihn gerettet habe. Vielleicht bin ich auch bestimmt, dem Menschen, von welchem Ihr sprecht, behülflich zu sein.

Nein, nein! schrie das Weib und stampfte heftig auf den Boden, – auf seiner Stirne stehts geschrieben und in seinen Arm ists gebrannt. Niemand kann ihn retten, ich selbst nicht, und wenn ich mich niederwürfe vor allen finstern Geistern. Die gaben nie ein Wort zurück, was wir ihnen gaben. Auch der alte Zauberer Morgan kann es nicht oben auf seinem Habichtnest, von wo er die unschuldigen Lämmlein sieht. Er ist blind, sein Zauber ist weit schwächer als meiner, aber er ist blutdürstig, sehr blutdürstig – aber ich bin viel blutdürstiger. In die Ohren will ichs ihm schreien, wenn's geschehen ist: Morgan Walladmor! schau auf, schau auf, ich kann die Sterne besser lenken als Du. Die Mohren kommen nie nach Powisland, und nie wird der alte Spruch eintreten:

Wenn die Mohren stürmen das Außenthor,
Wird Freude kommen nach Walladmor.

Nicht wahr, die Mohren stürmen nie, nie? Freude kommt nie nach Walladmor –

So fuhr die Alte noch eine Weile in Ausstoßung sinnverkehrter Phrasen fort, bis ihre Kraft erschöpft war, und sie wieder zusammensank. Als sie sich etwas zu erholen schien, fragte Bertram:

Glaubst Du, alte Mutter, daß mir wirklich Gefahr in dem alten Kloster droht?

Du hast recht, – erwiederte sie – das Kloster ist weit, und wir müssen eilen – heut eilen – sonst hat's noch Zeit – Zeit – viel Zeit, – aber die rechte Zeit kommt dennoch.

Ich fragte Dich, ob ich ohne Gefahr nach Griffith ap Gauvon gehen könne?

O Niklas ist ein Lämmchen, wenn man ihn nicht reizt, ein weißes Lämmchen, und doch so schuldvoll. Komm, komm mit mir. –

Sie sprang hastig auf und mit unglaublicher Schnelle holte sie sich einen langen Wanderstab und ihren Mantel, warf den letztern über den Kopf und ging mit großen Schritten dem Gebirge zu. Bertram hielt, da er keinen bessern Ausgang wußte, es für das Angemessenste, ihr zu folgen, mußte aber alle Kräfte anstrengen, um nicht hinter ihr zu bleiben.

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