Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Felix Dahn >

Walhall

Felix Dahn: Walhall - Kapitel 8
Quellenangabe
typefiction
titleWalhall
booktitleWalhall ? Germanische Götter- und Heldensagen
authorFelix Dahn und Therese Dahn
created20030919
sendernoname@abc.de, hille@abc.de
Schließen

Navigation:

III. Tyr-Ziu.

Dieser Gott des Krieges ist gewissermassen eine vereinzelte Seite Odins, der ja auch, unter andern Bedeutungen, die eines Gottes des Kampfes hat, sofern er die Kampfeswut einhaucht, Schlachtordnungen erfindet und stellt, Kriegspläne entwirft und den Sieg verleiht. Daher heiss Tyr ein Sohn Odins, d. h. ein einzelner Ausfluss seines Wesens, wie der Götterglaube dies Verhältnis auszudrücken liebt, und Odin trägt mancherlei mit Tyr zusammengesetzte Namen: z. B. Hreida-tyr, Hanga-tyr usw.; Tyrs Mutter bleibt ungewiss, vielleicht die Erdgöttin.

Tyr ist nun aber recht eigentlich der Kriegskampf selbst, er ist ein Schwertgott; daher wird er unter dem Zeichen des Schwertes dargestellt. Er war ohne Zweifel der Gott, welchen das suevische Volk der Quaden anrief, indem es bei "gezogenen Schwertern, welche sie wie Götter verehren", eidete; natürlich haben die Quaden nicht ihre eignen Waffen angebetet, sondern das Schwert war nur dem Kriegsgott heilig und sein Wahrzeichen. Daher heisst er geradezu auch Heru, d. h. Schwert, woher Cherusker und Heruler ihren Namen führen, wie die Suardonen von "Schwert". Daher wird er, weil das Schwert nur eine Klinge hat, einarmig dargestellt; wir werden sehen, bei welchem Anlass er den andern Arm eingebüsst hat. Auch sein Name: Saxnôt bei den Sachsen, Saxneat bei den Angelsachsen geht hierauf: der "Sachs" oder "Sahs" ist das "Kurzschwert" (im Gegensatz zu dem "Langschwert", der spatha), das ursprünglich, in der Steinzeit, aus Stein bestand (sahs, Stein, Fels, vgl. lateinisch Saum).

Der nordische Name Tyr bedeutet: "leuchtend" (gotisch Tius) und spriesst aus der gleichen Sanskritwurzel, aus welcher griechisch Zeus, lateinisch Djus-pater (Jupiter, Genit. Jovis, statt Djovis) stammen; auch die griechischen und lateinischen Wörter für Gott (theos, deus), dann lateinisch dies, Tag, althochdeutsch Ziori (Zier) sind verwandt, vielleicht war Tyr ursprünglich auch ein Gott des Himmels, daher der "Glänzende".

Er war so wichtig, dass, wie Wotan dem Mittwoch (Wodans-dag, neuenglisch: Wednesday), Donar dem Donnerstag, er dem Dienstag den Namen gegeben hat. Dieser hat mit Dienen nichts zu schaffen und ist nicht etwa gar Diensttag zu schreiben; sondern ist nordisch Tys- (Genit. von Tyr) dagr, alamannisch Zies-Tag (von Ziu, Zio; daher hiessen die Schwaben Ziu-wari, Ziusmänner, ihre Hauptstadt Augsburg: Zies-Burg), bayerisch Er-Tag, Erch-Tag, von Eru, vielleicht daher auch die sächsische Eresburg nahe der Irminsul, welche aber auch Heres- und Meresburg heisst. Er war der Schwaben-Alamannen besonders gefeierter Gott, wie schon früher der Tenchterer, welche einen Hauptbestandteil der späteren Alamannen ausmachten. Daher gleicht auch die Rune, welche Tyrs Name bedeutet, dem Schwert: î, ähnlich die angelsächsische Rune Eor, d. h. Eru; dieses zaubermächtige Zeichen ward in Waffen geritzt oder gebrannt als Siegrune. Das Wort "Zeter", "Zetergeschrei" geht auf Ziu zurück, d. h. ursprünglich den Kriegsgott anrufen, den Waffenruf erheben bei plötzlich drohender Gefahr. Manche Berge waren ihm geweiht; in Ortsnamen tönt er fort, der Seidelbast (daphne mezereum) hiess ursprünglich "Zio-linta"; den heutigen Ausdruck hat erst die Volks-Wortdeutung aufgebracht, als man den Sinn des alten Namens vergessen hatte. Im christlichen Mittelalter ist an seine Stelle der schwertschwingende Erzengel Michael getreten, dessen zweischneidiges Schwert zu Valenciennes aufbewahrt und unter kriegerischen Spielen in Aufzügen umhergetragen ward; die altgermanischen Schwerttänze wurden wohl zu Ehren des Schwertgottes abgehalten. Dagegen lässt sich nicht nachweisen, dass die zahlreichen Spuren von Verehrung gewisser Schwerter und die Sagen von "Siegesschwertern", welche sich bei vielen Völkern finden, immer germanisch seien und auf Ziu zurückweisen; so das Schwert Attilas, welches ein Hirt in der Erde vergraben fand (eine Kuh, die sich daran verletzt, hatte durch Hinken darauf aufmerksam gemacht –) und dem Hunnenchan brachte, der es als das Schwert des Kriegsgottes erkannte, durch welches er nun unbesiegbar sei; noch spät wird von diesem Schwert gefabelt; nach der Schlacht bei Mühlberg soll es Karls V. gefürchteter Feldherr, der Herzog Alba, wieder aus der Erde gegraben haben. In Köln ward in dem Tempel des Mars das Schwert Julius Cäsars aufbewahrt; dieser Römertempel ward später eine Kapelle des Erzengels Michael, dessen Bild mit dem des Mars auf beiden Seiten dieser Strasse ("Marspforten") stand.

Leider ist in der nur so trümmerhaft auf uns gelangten Überlieferung Genaueres über diesen Gott – offenbar einen der allerwichtigsten – nicht erhalten. Eine Geschichte nur kann von ihm erzählt werden.

Der böse Loki hatte von einem Riesenweib, Angur-boda (der "Angst-Botin"), drei Kinder; Hel, die Midgardschlange und den Fenriswolf; diese drei furchtbaren Geschwister wurden in Riesenheim erzogen. Die Götter, zumal Odin, ahnten und erkannten, dass von diesen drei Unholden Verrat und Verderben drohe; – der Mutter und des Vaters Art konnten ja nur Böses auf sie vererben. So schickte Odin die Götter aus, ihm die dreifache Riesenbrut zu bringen. Als er sie vor sich hatte, warf er die Schlange in das tiefste Meer, das den Erdkreis umschliesst, Hel nach Niflheim, auf dass sie die an Alter oder Siechtum Sterbenden aufnehme (unten Buch III, II), der Wolf aber ward nun bei den Göttern untergebracht. Er war jedoch schon von Anfang so furchtbar, dass nur Tyr es wagte, zu ihm zu gehen und ihm das Futter zu bringen. Allein er wurde von Tag zu Tag immer schrecklicher, und alle Weissagungen verkündeten, er werde dereinst der Asen Verderben. Da beschlossen sie, ihn an eine recht starke Fessel zu binden (weshalb sie ihn nicht töten, wird nicht gesagt; freilich war dieser Ausweg abgeschnitten durch die unabänderlich feststehende Vorbestimmung der Götterdämmerung), und um ihn zu bewegen, sich die Kette gutwillig anlegen zu lassen, stellten sie ihm das listig als Beweis seines Selbstvertrauens in seine Kraft dar; der Wolf blickte geringschätzig auf die Fessel, liess sich binden, und sowie er sich nur einmal streckte, lag sie zerrissen. Da schmiedeten die Götter eine Kette, die war noch einmal so stark als die erste, und reizten den Wolf, sich auch diese anlegen zu lassen, indem sie ihm vorhielten, wie berühmt er werden würde, wenn auch so starke Bande ihn nicht zwängen. Zwar sah das Untier, dass diese zweite Fessel viel stärker sei; aber er tröstete sich, dass ja auch seine Kraft inzwischen gewachsen sei, "und ohne Gefahr zu bestehen, wird man freilich nicht berühmt", dachte der Wolf bei sich. So liess er sich denn abermals binden; als aber die Asen sagten, nun sei es geschehen, da schüttelte er sich nur, schleuderte die Kette zu Boden; – weit davon flogen die zerbrochenen Stücke, – und Lokis Sohn war auch von diesem Bande frei. Da fürchteten die Götter, sie würden das Ungetüm gar nicht binden können. Odin aber schickte Freyrs Diener Skirnir (s. unten Freyr) zu Zwergen in Svartalfaheim, welche als die kundigsten Zauberschmiede galten. Diese schufen denn nun eine Fessel, genannt Gleipnir; die war gemacht aus sechserlei Sachen: aus dem Schall des Katzentritts, aus dem Bart der Weiber, aus den Wurzeln der Berge, aus den Sehnen des Bären, aus der Stimme der Fische und aus dem Speichel der Vögel. "Diese Kette war so weich wie ein Seidenband"; die Götter dankten Skirnir, dass er den Auftrag so gut ausgerichtet habe; denn sie alle vermochten nicht, es zu zerreissen. Sie forderten nun den Wolf auf, es sich wie die beiden früheren anlegen zu lassen. Der aber antwortete sehr richtig: "Ist diese dünne Schnur ein gewöhnliches Band, ohne Trug und Zauberwerk gefertigt, so werd’ ich keinen Ruhm dabei haben, sie zu zerreissen. Ist es aber Zauberwerk, so werde ich nicht so töricht sein, es mir anlegen zu lassen." Arglistig erwiderten die Götter: "Sei unbesorgt! Kannst du nicht einmal ein so dünnes Band zerreissen, sehen wir ja, dass du so schwach bist, dass du uns gewiss nicht schaden kannst, und dann lassen wir dich, als ungefährlich, gleich wieder los." Der Wolf aber meint ahnungsvoll: "Bin ich erst einmal so fest gebunden, dass ich mich selbst nicht befreien kann, dann wird Spott und Hohn mein Teil, und ich werde wohl lange zu warten haben, bis ihr mir helft. Jedoch, damit ihr mich nicht feig schelten könnt; – wohlan, ich will mir die Fessel anlegen lassen. Aber einer von euch muss mir die Hand in den Rachen stecken, zum Pfande dafür, dass nicht List und Zaubertrug dabei im Spiele ist." Da sah ein Ase scheu auf den andern; alle wussten ja, das Band sei kein natürliches, und keiner wollte seine Hand daran wagen. Da bot Tyr, der Beherzte, die Hand dar und hielt sie dem Ungetüm in den Rachen. Die Fessel ward dem Wolf nun angelegt und siehe: – sie erhärtete sofort, die seidenweiche, sowie sie den Wolf erfasst hatte und erwies sich als unzerreissbar; ja, je mehr der Wolf dawider tobte, desto stärker ward das Band. Da lachten alle Götter ausser Tyr, der lachte nicht; denn er verlor die Hand; der Wolf biss zu. Die Asen aber sahen, dass das Untier völlig gebändigt war, nahmen die Fessel an dem einen Ende, zogen es verknüpfend mitten durch einen durchbohrten Felsen und versenkten diesen tief in den Grund der Erde, ein andres Felsenstück versenkten sie (mit dem andern Ende?) noch tiefer als Widerhalt. Wohl riss der Wolf den Rachen fürchterlich auf, schnappte nach ihnen und wollte sie beissen; aber sie steckten ihm ein Schwert in den Gaumen, das Heft gegen den Unterkiefer, die Spitze wider den Oberkiefer gestemmt; so ist ihm das Maul gesperrt. Er heult schrecklich, Geifer rinnt aus seinem Rachen und bildet einen ganzen Fluss. So liegt er bis zur Götterdämmerung. Dann aber wird die Kette brechen: "Der Wolf rennt und die Welt zerstürzt."

Gar manches an dieser Sage ist schwer oder vielmehr gar nicht zu deuten; insbesondere die Namen, mit welchen die ersten beiden Ketten, die Örtlichkeit, wo die Fesselung versucht wird, das Endstück der dritten Kette, die beiden Felsen, der Geiferstrom bezeichnet werden; dieselben sind zum Teil noch ganz unerklärt, zum Teil besagen sie nichts für den Sinn Erhebliches; – wir haben sie deshalb übergangen. Man muss sich eben auch hier hüten, alles an einem Mythus deuten, auf einen Grundgedanken zurückführen zu wollen; gar manches fügt das freie Spiel der dichtenden Einbildungskraft, hier im Norden der sehr gekünstelten Skaldenkunst, hinzu. Sogar der Name "Fenris" selbst gewährt so wenig Anhalt, dass man als Naturgrundlage dieses Riesen bald die dunkle Meerestiefe, bald den Sumpf, bald das unterirdische Feuer angenommen hat. Ja auch jene sechserlei Dinge, aus denen das dritte Band gemacht ist, entziehen sich sicherer Deutung. Denn schon der Erklärungsversuch der jüngeren Edda selbst ist gescheitert, sie sagt: "Die Frauen haben keinen Bart, die Berge keine Wurzeln, der Katzentritt keinen Schall; so magst du glauben, dass es sich mit dem übrigen ebenso wahr verhält"; aber abgesehen davon, dass der Katzentritt nicht völlig unhörbar ist, auch manche Frauen einen Anflug von Bart zeigen, haben ohne Zweifel die Bären Sehnen; und zwar recht starke. Wir berühmen uns also durchaus nicht, den Fenriswolf, dessen Naturgrundlage, dessen sittlich-geistige Bedeutung und den Sinn der ganzen Sage seiner Fesselung mit Sicherheit erklären zu können. Doch scheint folgendes das meist Ansprechende.

Der riesische Unhold in Wolfsgestalt ist die Vernichtung, die Verneinung des Bestehenden, der natürlichen, ganz besonders aber der Rechtsordnung; er ist, wie wir heutzutage sagen mögen, der verkörperte "Nihilismus". Deshalb ist er es, der am Ende der Dinge den Götterkönig Odin, den allerhaltenden Allvater, selbst verschlingt; nicht eine einzelne drohende Gefahr, sondern die Gefährdung alles Seienden oder doch Sein-Sollenden an sich. Zuerst versuchen die Götter, durch leibliche Stärke, durch äussere Gewalt das Verbrechen zu bändigen; aber vergebens; der dämonische Drang des Unrechts ist stärker als solche Mittel. Jedoch eines ist, was stärker als das Böse; das Recht, das Gesetz, denn es ist die Vernunft selbst, während das Verbrechen widervernünftig und sich selbst widersprechend ist.

So ist das äusserlich kaum wahrnehmbare, seidenweiche, weil eben ideale Band, das allein den Friedebrecher zwingt, – das Recht, das Gesetz. Je mehr er sich dem Rechte widersetzt, z. B. durch Ungehorsam gegenüber dem Richter, desto tiefer verstrickt ("er wird verfestet", sagten die deutschen Rechtsquellen des Mittelalters) er sich in dies ideale Netzgeflecht, das durch äussere Mittel unzerreissbar, weil es eben selbst nichts Äusserliches ist; solange das Band des Rechtes hält, ist der Versuch des Friedebruches ohnmächtig. Freilich, rein ideal, rein innerlich darf das Recht nicht sein; es muss eine starke Gewalt mit der Rechtsordnung verknüpft sein, welche, wenn die ideale Vernunftmahnung seines Gebotes nicht beachtet wird, mit Gewalt der "Vernunft im Recht"Vgl. Dahn, Die Vernunft im Recht, Berlin 1879. Gehorsam erzwingt. Deshalb vielleicht – aber die Deutung ist sehr kühn – werden neben den fünf äusserlich gar nicht wahrnehmbaren oder gar nicht bestehenden Dingen in dem unzerreissbaren Bande auch als sechstes die sehr starken Sehnen des Bären genannt, die ebenfalls stärker sind als die eines Wolfes.

Beachtenswert ist in der Sage der häufig auch sonst bei Schilderung der Riesen wiederkehrende Zug, dass der Wolf eine gewisse ungeschlachte Redlichkeit, freilich auch plumpe Selbstgefälligkeit und Ruhmgier zeigt, während die Götter ihn nicht mit ehrlichen Mitteln, sondern durch überlegene Arglist bezwingen; denn die Abrede ging auf ein leibliches Band, das Band "Gleipnir" aber ist durch zaubernde Zwerge unzerreissbar geschmiedet. Deshalb, weil die Götter – vor allem wohl Odin – selbst bei Überlistung des Wolfs und oft sonst noch das Recht gebrochen haben, deshalb reisst zuletzt die Kette des Rechts, welche allein sie vor der Vernichtung durch den Hauptrechtsbrecher geschützt hatte.

Vielleicht ist diese Deutung allzu künstlich. Wir würden sie gar nicht wagen, wenn nicht ein Umstand ganz unzweifelhaft darauf hinwiese, dass der Wolf der Vertreter des Rechtsbruches ist; – mag es mit dem Bande, das ihn bändigt, auch eine nicht ganz aufzuhellende Bewandtnis haben. Zwar darauf, dass die Schnüre, welche bei der Rechtsprechung das germanische Ting umhegten, oft in später Zeit Seidenschnüre waren, ist kein gross Gewicht zu legen. Aber es steht fest, dass das Abbild des Verbrechers, zumal des wegen ungehorsamen Ausbleibens vor Gericht friedlos gelegten Geächteten, ein Wolf war, dem die beiden Kiefer durch ein nacktes Schwert auseinander gesperrt sind; so stellen noch die (im vierzehnten oder fünfzehnten Jahrhundert hinzugefügten) Bilder zu dem (ca. 1230 entstandenen) deutschen Rechtsbuch, dem Sachsenspiegel, den gebannten, verfesteten, geächteten "Ächter" dar; ein Mann mit einem also gesperrten Wolfsrachen. Der Wolf, der friedlose Räuber, der überall erschlagen werden soll, wo er sich in den Siedelungen der Rechtsgenossen zeigt, ist auch nach der Sprache Zeugnis das uralte Wahrzeichen des friedlos gewordenen Verbrechers; "vargr", "vargs" heisst zugleich "Wolf" und "Räuber" und "vargr i veum" (Wolf im Heiligtum) heisst der Friedlose, weil er eben getötet werden darf wie der Wolf, der sich blicken lässt in dem vom Götter- und vom Rechtsfrieden geweihten Raum. Wir dürfen also wohl annehmen, dass der so gebändigte Fenriswolf nach seiner geistig-sittlichen Bedeutung den Rechtsbruch darstellte. Dass nur der Kriegsgott ihm zu nahen und ihm zuletzt die Hand in den Rachen zu legen wagt, erklärt sich schon aus dem tapferen Mut, der diesem Gott vor allen zukommen muss; vielleicht aber darf man auch daran denken, dass, abgesehen von dem idealen Bande des Rechts, nur die offene Waffengewalt, das Schwert, wie dem Kriegsfeind, so dem Räuber gegenüber erfolgreich auftreten kann und furchtlos nahen magTyr sind geweiht und seinen Namen tragen; die Schwertrune T = Tyr Î, angelsächsisch mit zwei Haken mehr. Ear = Eru. – Von Pflanzen; das Märzveilchen, viola Martis, Tysfiola, der Seidelbast, Kellerhals, daphne mezereum, eine schöne Giftblume, "Ty-vidhr, Ty-ved, Tys-ved", dann der (ebenfalls giftige) kriegerisch gehelmte Eisenhut (Sturmhut), aconitum, Tyr-hialm, Tyrs-Helm, aber auch Thor-hialm; zahlreiche Berge und Burgen; Zies-, Tis-, Tys-berg; die mit "Sieg" zusammengesetzten mögen bald Woran, bald Ziu geweiht sein..

 << Kapitel 7  Kapitel 9 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.