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Von der Weissagung

Marcus Tullius Cicero: Von der Weissagung - Kapitel 99
Quellenangabe
typetractate
booktitleMarcus Tullius Ciceros Werke, Siebentes Bändchen
authorMarcus Tullius Cicero
year1828
translatorDr. Georg Heinrich Moser
publisherVerlag der J. B. Metzler'schen Buchhandlung
addressStuttgart
titleVon der Weissagung
pages789-979
created20080518
sendergerd.bouillon@t-online.de
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38. Gib also den Lituus des Romulus Preis, von dem du sagst, ihn habe bei einem ungeheuern Brande das Feuer nicht verzehren können; laß den Wetzstein des Attius Navius fahren. Erdichtungen und Mährchen gebührt kein Raum in der Philosophie. Das war die Aufgabe eines Philosophen, erstens der Natur des ganzen Augurienwesens auf den Grund zu sehen, darin seiner Entstehungsgeschichte und endlich seiner Consequenz nachzuspüren. Was ist es denn nun für ein Etwas, das die Vögel in Kreuz- und 937 Queer-Richtungen herum zu fliegen antreibt, um Etwas anzudeuten, bald von Etwas abzumahnen, dann dazu aufzumuntern, sey es durch Stimme oder Flug? und warum ist den einen Vögeln verliehen, daß sie von der Linken, den andern, daß sie von der Rechten her ein gültiges Auspicium bewirken können? Und wie soll man denn darauf gekommen seyn, oder wann, oder Wer zuerst? Die Etruscer haben doch einen ausgeackerten Knaben zum Erfinder ihrer Kunst. Wen wir denn? den Attius Navius? Allein Romulus und Remus, Beide Auguren, wie man uns berichtet, sind um mehrere Jahre älter. Oder sollen wir das Ganze für eine Erfindung der Pisidier, oder der Cilicier, oder der Phrygier erklären? Und wir wollten Die, denen rein menschliche Bildung abgeht, zu Urhebern übermenschlicher Lehre machen?

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