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Von der Weissagung

Marcus Tullius Cicero: Von der Weissagung - Kapitel 90
Quellenangabe
typetractate
booktitleMarcus Tullius Ciceros Werke, Siebentes Bändchen
authorMarcus Tullius Cicero
year1828
translatorDr. Georg Heinrich Moser
publisherVerlag der J. B. Metzler'schen Buchhandlung
addressStuttgart
titleVon der Weissagung
pages789-979
created20080518
sendergerd.bouillon@t-online.de
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29. C. Gracchus hat an den M. Pomponius geschrieben, es seyen die Haruspices von seinem Vater zusammen berufen worden, als man zwei Schlangen in seinem Hause gefangen habe. Warum denn gerade bei Schlangen mehr als bei Eidechsen oder Mäusen? Weil die letztern alltäglich sind, jene nicht. Als ob bei dem, was geschehen kann, Etwas darauf ankäme, wie oft es geschehe. Ich kann indessen doch nicht begreifen, wenn das Loslassen des Weibchens dem Tiberius Gracchus den Tod zuzog, das Loslassen des Männchens aber der Cornelia tödtlich seyn sollte, warum er denn eine hinaus gelassen hat. Denn er schreibt nicht, daß die Haruspices gesagt hätten, was auf den Fall geschehen würde, wenn keine von 926 beiden Schlangen hinausgelassen würde. »Aber es starb doch Gracchus wirklich darauf.« Daran war, denke ich, eine schwere Krankheit, nicht das Hinauslassen der Schlange Schuld; denn so unglückliche Propheten sind die Haruspices nicht, daß nicht einmal irgend wann durch Zufall geschieht, was sie prophezeit haben.

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