Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Marcus Tullius Cicero >

Von der Weissagung

Marcus Tullius Cicero: Von der Weissagung - Kapitel 23
Quellenangabe
typetractate
booktitleMarcus Tullius Ciceros Werke, Siebentes Bändchen
authorMarcus Tullius Cicero
year1828
translatorDr. Georg Heinrich Moser
publisherVerlag der J. B. Metzler'schen Buchhandlung
addressStuttgart
titleVon der Weissagung
pages789-979
created20080518
sendergerd.bouillon@t-online.de
Schließen

Navigation:

21. Mag das nun auch eine Erfindung des Dichters seyn: gewöhnlich geht es doch in wirklichen Träumen so zu. Mag immerhin auch der Traum ein Produkt der Poesie seyn, welcher den Priamus so heftig ergriff:

Als Mutter Hekuba, schwanger, einer Fackel BrandAus einem unbekannten lateinischen Tragiker.
Im Traum gebar, erbebt' ob diesem Schreckenstraum
Der Vater, König Priamus, tief im Geist betrübt,
Und ganz erschüttert seufzt' er auf, und ahnungsvoll
Bracht' er ein blöckend Opfer auf den Sühnaltar.
D'rauf einen Deuter ruft er, fleht um Gnade dann
Apollo's Gottheit und erbat Belehrung sich,
Was ihm verkünde solcher Träume drohend Bild,
Und mit prophetischer Stimme gibt den Spruch der Gott
Apollo: welcher Knabe zuerst dem Priamus
Geboren würde, nicht aufheben soll er ihn,
Der sey Verderben Troja's, Pest für Pergamus: [nämlich Paris.]

Seyen das immerhin, wie gesagt, erdichtete Träume. und rechnen wir auch hierher den des Aeneas, der in den Griechischen Jahrbüchern des Numerius Fabius Pictor steht: ein Traum, in dem Alles vorkommt, was Aeneas wirklich gethan hat und was ihm begegnet ist.

 << Kapitel 22  Kapitel 24 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.