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Von der Weissagung

Marcus Tullius Cicero: Von der Weissagung - Kapitel 126
Quellenangabe
typetractate
booktitleMarcus Tullius Ciceros Werke, Siebentes Bändchen
authorMarcus Tullius Cicero
year1828
translatorDr. Georg Heinrich Moser
publisherVerlag der J. B. Metzler'schen Buchhandlung
addressStuttgart
titleVon der Weissagung
pages789-979
created20080518
sendergerd.bouillon@t-online.de
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969 65. Es erzählt Einer dem Traumdeuter, ihm habe geträumt, es hänge ein Ei an dem Gurte seiner Bettstelle. Der Traum steht im Buche des Chrysippus. Der Deuter sagt ihm, unter dem Bette sey ein Schatz verscharrt. Er gräbt, und findet eine ziemliche Portion Gold mit Silber umgeben. Er schickt dem Deuter ein Bischen von dem Silber, so viel er denkt, daß genug sey. Da sagt Jener. »Nun, und vom Dotter Nichts?« Denn Das schien ihm vom Ei das Gold anzuzeigen, das Weiße das Silber. Hat nun nie auch einem andern Menschen von einem Ei geträumt? Warum hat denn dieser Jemand allein einen Schatz gefunden? Wie viele Arme, die wohl die Hülfe der Götter verdienten, bekommen keinen Wink im Schlafe, wo ein Schatz für sie zu finden sey! Aus welchem Grunde erhielt Jener aber einen so dunkeln Wink, daß erst aus dem Ei die Aehnlichkeit mit einem Schatze herausgedeutet werden mußte, anstatt daß ihm hätte geradezu gesagt werden können, da soll er einen Schatz suchen; so wie Simonides geradezu gewarnt wurde, sich nicht einzuschiffen. Dunkle Träume vertragen sich also durchaus nicht mit der hohen Würde der Götter.

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