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Von der Weissagung

Marcus Tullius Cicero: Von der Weissagung - Kapitel 10
Quellenangabe
typetractate
booktitleMarcus Tullius Ciceros Werke, Siebentes Bändchen
authorMarcus Tullius Cicero
year1828
translatorDr. Georg Heinrich Moser
publisherVerlag der J. B. Metzler'schen Buchhandlung
addressStuttgart
titleVon der Weissagung
pages789-979
created20080518
sendergerd.bouillon@t-online.de
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8. Von dergleichen Vorahnungen sind ja deine Prognostica ganz voll. Und nun [frage ich,] Wer kann die Ursache solcher Vorahnungen herausbringen? wiewohl ich sehe, daß sich der Stoiker Böethus darin versucht hat. Und wirklich hat der Mann in so weit nicht ganz vergebens gearbeitet, als er wirklich jene Erscheinungen im Meere und am 806 Himmel zu erklären verstand. Aber Wer möchte eine auch nur wahrscheinliche Erklärung folgender Erscheinungen aufstellen? wenn,

Aufgeschreckt aus dem Schlunde des Meer's, das bräunliche Seehuhn
Laut aufschreiend verkündet, es nahen entsetzliche Stürme,
Laut unmäßige Tön' ausgießend aus gurgelnder Kehle;
Oft auch ringt aus der Brust ein Steinkauz traurig sein Lied los,
Häuft in den Stunden der Frühe die Wechselfälle der Töne,
Häufet die Töne, und stöhnt rastlos sein kreischendes Klaglied,
Frühe, sobald Aurora den Thau, den frostigen, auflöst.
Oft auch trippelt das Ufer entlang die schwärzliche Krähe,
Tauchet das Haupt, und lässet die Welle dem Nacken entrollen.

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