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Marcus Tullius Cicero: Vom Redner - Kapitel 40
Quellenangabe
typetractate
booktitleVom Redner
authorCicero
translatorRaphael Kühner
firstpub1858
year1873
publisherHoffmann'sche Verlags-Buchhandlung
addressStuttgart
titleVom Redner
pagesI
created20041019
sendergerd.bouillon
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XXX. 134. Was Anderes meinst du, erwiderte Crassus lächelnd, als Eifer und begeisterte Liebe? ohne die überhaupt im Leben nie jemand etwas Ausgezeichnetes erreichen wird, wenigstens in dem nicht, wonach du strebst. Doch ich weiß recht gut, daß ihr hierzu der Ermunterung nicht bedürft; denn daraus, daß ihr sogar mir beschwerlich fallt, sehe ich, daß ihr nur zu sehr von Begierde entbrannt seid. 135. Aber wahrlich der Eifer nach einem Ziele zu gelangen hilft nichts, wenn man nicht auch den Weg kennt, der nach dem Ziele führt und leitet. Weil ihr mir nun insofern eine minder drückende Last auferlegt, als ihr von mir nicht über die Redekunst selbst, sondern nur über meine Geschicklichkeit, wie gering sie auch immerhin sein mag, belehrt zu werden wünscht: so will ich euch mein gewöhnliches Verfahren auseinandersetzen, das weder tiefe Geheimnisse enthält, noch mit großen Schwierigkeiten verbunden ist, noch sich durch Großartigkeit und Erhabenheit auszeichnet, wie ich es einst zu befolgen pflegte, als es mir in meiner Jugend noch erlaubt war dieser Wissenschaft obzuliegen. 136. Da rief Sulpicius aus: O Cotta, welch ein Freudentag für uns. Denn was ich nie weder durch Bitten noch durch Nachstellungen noch durch Ausspähungen bewerkstelligen konnte, es möchte mir vergönnt sein die Vorbereitungen und Ueberlegungen, die Crassus bei der Ausarbeitung seiner Reden anwende, nicht etwa zu sehen, nein nur aus Mitteilungen seines Schreibers und Vorlesers DiphilusEin Sklave oder Freigelassener des Crassus. zu errathen: das, hoffe ich, haben wir jetzt erreicht, und alsbald werden wir, was wir so lange gewünscht haben, aus seinem eigenen Munde erfahren.

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