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Carl von Clausewitz: Vom Kriege - Kapitel 106
Quellenangabe
typetractate
authorCarl von Clausewitz
titleVom Kriege
sendernoname@abc.de
firstpub1832
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Viertes Kapitel: Abnehmende Kraft des Angriffs

Dies ist ein Hauptgegenstand der Strategie; von seiner richtigen Würdigung im einzelnen Fall hängt das richtige Urteil über das ab, was man tun kann.

Die Schwächung der absoluten Macht entsteht:

1. durch den Zweck des Angriffs, das feindliche Land selbst zu besetzen; dies tritt meistens erst nach der ersten Entscheidung ein, aber mit der ersten Entscheidung hört so der Angriff nicht auf;

2. durch das Bedürfnis der angreifenden Armeen, das Land hinter sich zu besetzen, um sich die Verbindungslinien zu sichern und leben zu können;

3. durch Verluste in Gefechten und durch Krankheiten;

4. Entfernung von den Ergänzungsquellen;

5. Belagerungen, Einschließungen von Festungen;

6. Nachlassen in den Anstrengungen;

7. Abtreten von Verbündeten.

Aber diesen Schwierigkeiten gegenüber befinden sich auch einige, die den Angriff verstärken können. Es ist jedoch klar, daß er die Ausgleichung dieser verschiedenen Größen das allgemeine Resultat bestimmt; so kann z. B. die Schwächung des Angriffs durch die Schwächung der Verteidigung zum Teil oder ganz aufgewogen oder überwogen werden. Dies letztere ist selten der Fall; man muß nur nicht immer alle im Felde stehende Streitkräfte miteinander vergleichen, sondern die an der Spitze oder die auf den entscheidenden Punkten sich gegenüberstehenden. - Beispiele verschiedener Art: die Franzosen in Österreich und Preußen, in Rußland; die Verbündeten in Frankreich, die Franzosen in Spanien.

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