Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Startseite    Genres    Neue Texte    Alle Autoren    Alle Werke    Lesetips    Shop    Information    Impressum
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Friedrich von Hagedorn >

Versuch in poetischen Fabeln und Erzehlungen

Friedrich von Hagedorn: Versuch in poetischen Fabeln und Erzehlungen - Kapitel 6
Quellenangabe
typefable
booktitleVersuch in poetischen Fabeln und Erzehlungen
authorFriedrich von Hagedorn
firstpub1738
year1974
publisherJ. B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung und Carl Ernst Poeschel Verlag
addressStuttgart
isbn3-476-00300-0
titleVersuch in poetischen Fabeln und Erzehlungen
created20041129
sendergerd.bouillon
Schließen

Navigation:

Das Gelübde.

        Nichts pflegt der Rachbegier an Thorheit gleich zu seyn.
Ein Mann, der unverhofft sein feistes Kalb vermisste,
Schwur, wenn er seinen Dieb nur zu entdecken wüsste,
So wollt' er einen Bock dem Pan zum Opfer weihn.

    Sein Wunsch ward ihm gewährt. Es kam ein Pantherthier,
Das gafft' und bleckt' ihn an und droht' ihn zu verschlingen.
Da seufzt' er: ich will gern mein Opfer zehnfach bringen;
Nur treib, o starker Pan! den nahen Feind von hier.

    Betrogne Sterblichen! wer kennt sein wahres Wol?
So oft Gelübd und Wunsch den Rath der Allmacht störet.
Wenn uns des Himmels Zorn, zu unsrer Straf', erhöret,
So lernt man allererst, warum man bitten soll.

 << Kapitel 5  Kapitel 7 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.