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Versuch in poetischen Fabeln und Erzehlungen

Friedrich von Hagedorn: Versuch in poetischen Fabeln und Erzehlungen - Kapitel 24
Quellenangabe
typefable
booktitleVersuch in poetischen Fabeln und Erzehlungen
authorFriedrich von Hagedorn
firstpub1738
year1974
publisherJ. B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung und Carl Ernst Poeschel Verlag
addressStuttgart
isbn3-476-00300-0
titleVersuch in poetischen Fabeln und Erzehlungen
created20041129
sendergerd.bouillon
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Der Fuchs ohne Schwanz.

              Reinike verwirrte sich
In die ihm gelegten Stricke
Und, obwol er selbst entwich,
Ließ er doch den Schwanz zurücke.

    Um nicht lächerlich zu seyn,
Predigt' er den Füchsen ein,
Auch den ihren abzulegen.
    Seine Hörer zu bewegen,
Sprach er, als ein Cicero:
Erstlich wills der Wolstand so,
Um sich zierlicher zu regen:
Denn man trabt damit zu schwer
Und zu unbequem einher.
Zweitens macht ein Schweif zu kenntlich.
Drittens hält er in dem Lauf
Oft den schnellsten Brandfuchs auf.
Viertens riecht er vielen schändlich.

    Stumpfer Redner! schweige du,
Rief ein alter Fuchs ihm zu;
Was du lehrest wird verlachet.
Nur der Neid ist was dich quält,
Der den Vorzug, der ihm fehlt,
Andern gern zuwider machet.

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