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Uilenspiegel und Lamme Goedzak

Charles de Coster: Uilenspiegel und Lamme Goedzak - Kapitel 95
Quellenangabe
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typefiction
authorCharles de Coster
titleUilenspiegel und Lamme Goedzak
publisherInsel-Verlag zu Leipzig
translatorAlbert Wesselski
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
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IX

Während er so mit Lamme in mächtigen Sätzen dahinlief, fand er in der Eikstraat eine böse Schmähschrift gegen Brederode. Er brachte sie ihm geraden Weges hin. »Gnädiger Herr,« sagte er, »ich bin der gute Vlame und der Spion des Königs, den Ihr so trefflich bei den Ohren gezogen und dem Ihr so guten Würzwein zu trinken gegeben habt. Er bringt Euch eine liebliche kleine Schmähschrift, wo Ihr unter anderm beschuldigt werdet, Euch Graf von Holland zu nennen wie der König. Sie kommt frisch aus der Presse Jan des Lästerers, der beim Taugenichtskai wohnt am Ehrendiebsweg.«

Lachend antwortete ihm Brederode: »Ich lasse dich zwei Stunden lang stäupen, wenn du mir nicht den wahren Namen des Verfassers sagst.«

»Gnädiger Herr,« antwortete Uilenspiegel, »laßt mich zwei Jahre lang stäupen, wenn Ihr wollt, aber Ihr werdet meinen Rücken nicht zwingen können, Euch zu sagen, was mein Mund nicht weiß.«

Und er schied, nicht ohne einen Gulden für seine Mühe erhalten zu haben.

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