Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Charles de Coster >

Uilenspiegel und Lamme Goedzak

Charles de Coster: Uilenspiegel und Lamme Goedzak - Kapitel 165
Quellenangabe
pfad/coster/uilensp2/uilensp2.xml
typefiction
authorCharles de Coster
titleUilenspiegel und Lamme Goedzak
publisherInsel-Verlag zu Leipzig
translatorAlbert Wesselski
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20120424
projectid53c21dfa
Schließen

Navigation:

XV

Der Blutkönig bekam die Zeitung von ihren Siegen. Der Tod fraß schon an dem Henker, und sein Leib war voller Würmer. Er wandelte durch die Gänge von Valladolid, elend und grimmig, schleifend die geschwollenen Füße und die bleiernen Beine. Niemals sang er, der grausame Tyrann; wann sich der Tag erhob, er lachte, nicht, und wann die Sonne sein Reich beglänzte wie ein Lächeln Gottes, er fühlte keine Lust in seinem Herzen.

Aber Uilenspiegel, Lamme und Nele sangen wie die Vögel, obwohl sie ihr Fell zu Markte trugen, nämlich Uilenspiegel und Lamme, während es bei Nele die weiße Haut war; sie lebten von einem Tage in den andern, und ihre Freude über einen Scheiterhaufen, den die Geusen verlöschten, war größer als die Lust, die der schwarze König bei der Verbrennung einer Stadt empfand. In dieser Zeit geschah es auch, daß Wilhelm der Schweiger, Prinz von Oranien, den Messire Lumey von der Mark, seiner großen Grausamkeit halber, von der Admiralswürde absetzte. An seiner statt ernannte er Messire Bouwen Ewoutsen Worst. Auch sah er Mittel vor, um den Landleuten das Korn zu bezahlen, das ihnen die Geusen genommen hatten, ihnen die gewaltsam auferlegten Schätzungen wiederzuerstatten, und den römischen Katholiken, so wie allen, die freie Übung ihres Gottesdienstes zu gewähren, ohne Verfolgung und Unglimpf.

 << Kapitel 164  Kapitel 166 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.