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Uilenspiegel und Lamme Goedzak

Charles de Coster: Uilenspiegel und Lamme Goedzak - Kapitel 137
Quellenangabe
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typefiction
authorCharles de Coster
titleUilenspiegel und Lamme Goedzak
publisherInsel-Verlag zu Leipzig
translatorAlbert Wesselski
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
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XXXI

Uilenspiegel besuchte in Gent oft Jacob Scoelap, Lieven Smet und Jan de Wulfslaeger; von ihnen erfuhr er die Zeitung vom Glücke oder Unglücke des Schweigers. Und jedesmal, wann Uilenspiegel nach Destelbergen zurückkam, sagte Lamme zu ihm: »Was bringst du? Gutes oder Schlimmes?«

»Ach,« sagte Uilenspiegel, »der Schweiger, sein Bruder Ludwig, die andern Häupter und die Franzosen sind entschlossen gewesen, weiter ins Innere von Frankreich zu rücken und sich zu dem Prinzen von Condé zu schlagen. So hätten sie das arme belgische Vaterland und die Gewissensfreiheit gerettet. Gott hat es nicht haben wollen: die deutschen Reiter und Landsknechte weigerten sich weiterzuziehen und sagten, ihr Eid gelte gegen den Herzog von Alba und nicht gegen Frankreich. Nachdem sie der Schweiger umsonst beschworen hat, ihre Pflicht zu tun, hat er sie durch die Champagne und durch Lothringen nach Straßburg führen müssen, von wo sie nach Deutschland zurückgekehrt sind. Alles ist jetzt verfahren durch diesen plötzlichen und eigensinnigen Abzug: der König von Frankreich weigert sich, trotz seinem Vertrage mit dem Prinzen, das versprochene Geld zu bezahlen; die Königin von England hätte ihm welches geschickt, um Stadt und Land von Calais zurückzugewinnen: die Briefe sind aufgefangen und dem Kardinal von Lothringen zugestellt worden, und der hat eine gegenteilige Antwort ausgeheckt.

So sehn wir dieses schöne Heer, unsere Hoffnung, zerfließen wie Gespenster beim Hahnenschrei; aber Gott ist mit uns, und wenn das Land versagt, so wird das Wasser sein Werk tun. Heil den Geusen!«

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