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Uilenspiegel und Lamme Goedzak

Charles de Coster: Uilenspiegel und Lamme Goedzak - Kapitel 107
Quellenangabe
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typefiction
authorCharles de Coster
titleUilenspiegel und Lamme Goedzak
publisherInsel-Verlag zu Leipzig
translatorAlbert Wesselski
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
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Drittes Buch

I

Er geht, der Schweiger; Gott geleitet ihn!

Die zwei Grafen sind längst gefangen; Alba verspricht dem Schweiger Gnade und Verzeihung, wenn er vor ihm erscheine.

Auf diese Zeitung hin sagt Uilenspiegel zu Lamme: »Auf Veranlassung des Generalprokurators Dubois hat der Herzog den Prinzen von Oranien, dessen Bruder Ludwig, Hoogstraten, van den Berg, Kuilemburg, Brederode und andere Freunde des Prinzen aufgefordert, binnen dreimal vierzehn Tagen vor ihm zu erscheinen, und hat ihnen ein ehrliches und mildes Gericht versprochen. Hör, Lamme: Einmal hat ein Amsterdamer Jude einen Feind von ihm aufgefordert, auf die Straße herunterzukommen; der Aufforderer war auf dem Pflaster, der Aufgeforderte an einem Fenster.

›Komm doch herunter‹ sagte der Aufforderer zum Aufgeforderten, ›ich will dir eins auf den Kopf geben, daß er dir in die Brust fährt und du durch die Rippen herausguckst wie ein Dieb durchs Gefängnisgitter.‹

Der Aufgeforderte antwortete: ›Und wenn du mir noch hundertmal mehr versprächest, ich käme doch nicht hinunter.‹ So könnten auch Oranien und die andern antworten.«

Und sie taten es und weigerten sich zu erscheinen. Egmont und Hoorne ahmten ihnen nicht nach.

Und die Lässigkeit in der Pflichterfüllung ruft die Stunde Gottes herbei.

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