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Tuberkulose als Schicksal

Erich Ebstein: Tuberkulose als Schicksal - Kapitel 52
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authorErich Ebstein
titleTuberkulose als Schicksal
publisherFerdinand Enke Verlag
editorGeorg B. Gruber
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Eugen O'Neill

1888 – 1953

Eugene Gladstone O'Neill wurde am 16. Oktober 1888 in New-York geboren. Sein Vater war einer der bedeutendsten Schauspieler. Der Sohn verbrachte seine ersten sieben Jahre in allen größeren Städten der Vereinigten Staaten. Die nächsten sechs Jahre besuchte er verschiedene Schulen, bis er 1906 die Universität bezog. Vor dem Schlußexamen wurde er wegen eines »Klamauks« relegiert. Erst wurde er Sekretär bei einem Versandgeschäft. 1909 ging er als Bergwerksingenieur mit einer Goldsucherexpedition nach Mittelamerika. Nach 6 Monaten kam er krank nach Hause; er hatte die tropische Malaria. Dann wurde er Hilfsregisseur bei der Theatergesellschaft seines Vaters. Dann machte er seine erste Seereise und lungerte als einfacher Matrose an den Landungsstellen herum – bis 1911. Nach einem Wiedersehen mit seinem Vater trieb er sich auf der Bühne herum und wurde dann Reporter am Telegraph. Schließlich brach er zusammen infolge des unregelmäßigen Lebens. Nun befiel ihn eine leichte Tuberkulose wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Er mußte Ende 1912 in ein Sanatorium und blieb bis zum Frühjahr 1913. Dort begann er darüber nachzudenken, »wie es zusammenhängt.« »Hier zum erstenmal dachte ich ernsthaft über mein Leben, über Vergangenheit und Zukunft nach.« Als er im späten Frühjahr als geheilt entlassen wurde, blieb er ein Jahr lang bei einer englischen Familie. Dort arbeitete er – las, schrieb – aber im wesentlichen war er darauf bedacht, seine Gesundheit wieder aufzubauen. In ungefähr anderthalb Jahren schrieb er elf Einakter, zwei lange Stücke und auch Verse.

»Der Jüngling, der ins Sanatorium eintrat, und der Mann, der es im nächsten Jahr verließ, sind zwei vollständig andere Wesen. Der eine war ein wilder Junge, dessen Ruhelosigkeit und Neugier ihn von Heim und Familie forttrieb. Der andere ein reifer Mensch. Keiner kann mehr als er in den letzten 15 Jahren seines Lebens gearbeitet haben. Nachdem er das Sanatorium verlassen hatte, wußte er, daß er zum Stückeschreiben geboren war.«

Sein Weg ging langsam, aber stetig vorwärts. 1926 wurde er Ehrendoktor der Literatur in Yale. Auch im Ausland verbreitete sich sein Ruhm. 1923 reiste er nach Europa und dann nach dem fernen Osten. Man hält ihn für die merkwürdigste Kraft im Drama der Nachkriegszeit. (Biographie von Barret H. Clark, Verlag R. M. Mc. Bride, New-York und Elisabeth Loos, Der Theaterdichter Eugene O'Neil in: Vossische Zeitung, Unterhaltungsblatt vom 3. und 10. November 1929.)

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