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Tuberkulose als Schicksal

Erich Ebstein: Tuberkulose als Schicksal - Kapitel 49
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authorErich Ebstein
titleTuberkulose als Schicksal
publisherFerdinand Enke Verlag
editorGeorg B. Gruber
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Maxim Gorki

1868 – 1936

Gorki – eigentlich A. M. Peschkow – wurde am 27. März 1868 in Nishni-Nowgorod geboren. Aus dem Jahre 1898 haben wir eine Personalbeschreibung Gorkis, die der Gefängnisarzt Doktor Wojko mit aufgesetzt hat. Darin wird er als schwindsüchtig bezeichnet. Schon als sich Gorki zum Militärdienst stellen mußte, wurde er nicht genommen: »Ein Loch in der Lunge, querdurch!« Das betrübte ihn sehr. (S. 85.) Die Narben, die (S.190 f) genau beschrieben sind, rühren von dem Suicidversuch her (12. Dez. 1887); Gorki schoß sich in die Brust, mit der Absicht das Herz zu treffen. Die Kugel durchschlug die Lunge und blieb unter der Rückenhaut stecken. Damals behandelte ihn Prof. Studenski.

Als im Jahre 1913 eine Amnestie erlassen wurde, wollte Gorki nach Rußland zurückkehren. Jedoch hielt ihn eine Verschlimmerung seines Gesundheitszustandes vorläufig noch in Capri fest. Im August 1913 nahm die Tuberkulose, an der Gorki seit 28 Jahren (also 1885, 27 Jahre alt) litt, eine sehr bedenkliche Wendung. Auch war gerade dieser Herbst windig und regnerisch.

»Was Sie über Ihre Gesundheit schreiben, bekümmert mich schrecklich,« schrieb ihm Lenin. »Und Sie wollen jetzt im Winter aus Capri nach Rußland kommen??? Ich habe schreckliche Angst, das könnte Ihrer Gesundheit schaden und Ihre Arbeitsfähigkeit untergraben! Gibt es da in Italien erstklassige Ärzte?!« Und in einem anderen Brief wieder: »Die Nachricht, daß Sie sich nach einer neuen Methode von einem Bolschewisten behandeln lassen, hat mich tatsächlich beunruhigt. Behüt' uns Gott vor den Genossen Ärzten überhaupt, vor bolschewistischen Ärzten aber ganz besonders... Ich versichere Sie, – außer wenn es sich um Kleinigkeiten handelt, darf man sich nur von erstklassigen Capacitäten behandeln lassen!«

Lenins Sorgen erwiesen sich aber als unbegründet. Gorki wurde vom Doktor Manuchin behandelt, den er kennen gelernt hatte, gerade als sein Lungenleiden in einem sehr schlimmen Stadium war. Zum Glück wandte Manuchin bei seinem Patienten ein neues, von ihm entdecktes Verfahren an, und es gelang ihm, das Leben des Dichters zu retten. Ende Dezember 1913 verließ Gorki Capri und reiste nach der Heimat ab.« (Jlja Grusdew. Das Leben Maxim Gorkis. Malik-Verlag. Berlin, S. 262-263.)

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