Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Erich Ebstein >

Tuberkulose als Schicksal

Erich Ebstein: Tuberkulose als Schicksal - Kapitel 25
Quellenangabe
pfad/ebstein/tuberkul/tuberkul.xml
typetractate
authorErich Ebstein
titleTuberkulose als Schicksal
publisherFerdinand Enke Verlag
editorGeorg B. Gruber
year1931
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20110814
projectid92de4b86
Schließen

Navigation:

Philipp Otto Runge

1777 – 1810

Am 23. Juli 1777 wurde Philipp Otto Runge in Wolgast als neuntes Kind von elfen dem Schiffsreeder und Kaufmann Daniel Niklaus Runge geboren. Runge war, so berichtet der Naturphilosoph Steffens, von mittlerer Größe, schlank gebaut, zeichnete sich aber besonders durch einen starken Knochenbau aus, den man an den Händen, aber auch am Gesicht erkannte. (Fr. Märker, in: Die lit. Welt. 1927. Nr. 30, S. 3.) Die schon im Sommer 1809 heftig auftretende Krankheit, augenscheinlich Schwindsucht, legte sich lähmend auf sein Schaffen, und die seit März 1810 sich verschlimmernde Schwäche machte bald jede Arbeit, selbst das geliebte Handhaben der Schere und des Bleistifts unmöglich. Eine Besserung seines Zustandes durch den Aufenthalt auf dem Lande, in Borstel und Harvestehude, hielt nicht an. Vom Oktober dieses Jahres an nahmen seine Leiden die Form eines qualvollen Todeskampfes an, und am 2. Dezember 1810 verschied er in Hamburg in den Armen seiner liebsten Menschen. (Paul Ferd. Schmidt, Philipp Otto Runge. Sein Leben und sein Werk, Leipzig 1923. S. 15.) Sein Selbstbildnis in Kreidezeichnung zeigt deutlich den leidenden Zug des Kranken. Den frühen Tod des Künstlers hat Goethe schmerzlich beklagt und an seinen Bruder am 17. Dezember 1811 die prophetischen Worte geschrieben: »Der Gang, den er nahm, war nicht der seine, sondern des Jahrhunderts, von dessen Strom die Zeitgenossen willig oder unwillig mit fortgerissen werden.«

Runge ist ein Vorläufer der modernen Malerei geworden. Die Literaturgeschichte dankt ihm die Aufzeichnung der Märchen vom Machandelboom und vom Fischer und siner Fru. (Vgl. Runge's »Hinterlassene Schriften«, 2 Bände. Hamburg 1840/41.)

 << Kapitel 24  Kapitel 26 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.