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Gutenberg > Gottfried von Straßburg >

Tristan und Isolde

Gottfried von Straßburg: Tristan und Isolde - Kapitel 24
Quellenangabe
typeepos
booktitleTristan und Isolde
authorGottfried von Straßburg
translatorKarl Simrock
firstpub1855
year1855
publisherF. A. Brockhaus
addressLeipzig
titleTristan und Isolde
created20050403
sendergerd.bouillon
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XXIII. Der Ölbaum.

                   

Hin gieng Melot und ritt zuhand
Zu Walde, wo er Marken fand;
Dem hinterbracht er Märe,
Wie er der Wahrheit wäre
Endlich auf die Spur gekommen,
Und sagt' ihm, was er wahrgenommen,
Daß am Brunnen wär geschehn.
»Ihr mögt die Wahrheit selber sehn«,
Sprach Melot, »Herr, und wollet ihr,
So reitet hin zu Nacht mit mir.
Gar sicher bin ich meiner Sachen:
Wie sie es immer möglich machen,
Sie kommen hin noch diese Nacht.
So schauet selbst und habet Acht
Wie sie gebahren werden dort.«
Der König ritt mit Melot fort,
Seines Herzeleids zu warten.
Als in den Baumgarten
Die Beiden kamen in der Nacht,
Sich zu verstecken bedacht,
Da zeigte nicht dem Zwergen
Noch dem König, sich zu bergen,
Sich irgendwo die Stätte,
Die getaugt zur Lauer hätte.
Nun stand da, wo der Brunnen floß,
Ein Ölbaum, der war mäßig groß,
Niedrig und ziemlich breit.
Sie machten Beide sich bereit,
Daß sie den Baum erstiegen,
Und saßen da und schwiegen.

Tristan, als es dunkel ward,
Schlich wieder hin auf seine Fahrt.
Als er in den Garten kam,
Seine Boten er zu Handen nahm,
Die legt' er in die Rinnen:
Da floßen sie von hinnen,
Die immer Botschaft boten
Der sehnenden Isoten,
Ihr Geselle wär dort.
Zum Brunnen gieng da Tristan fort,
Hin wo der Ölbaum Schatten
Verlieh den grünen Matten.
Da stand er lange schmachtend,
Das Herzeleid betrachtend,
Das durch die Merker ihm geschah.
So kams, daß er den Schatten sah
Des Königs und des Zwergen,
Denn der Mond warf von den Bergen
Durch die Blätter vollen Schein.
Als er den Schatten von den Zwein
Deutlich vor Augen sah,
Stand er in großen Ängsten da,
Denn erkannt hatt er alsbald
Die Falle und den Hinterhalt.
»Gott und Herr«, dacht er bei sich,
»Beschirme du Isot und mich!
Erkennt sie den gelegten Strick
An dem Schatten nicht im Augenblick,
So kommt sie gradaus her zu mir.
Wenn das geschieht, so werden wir
Zu Jammer und zu Leide.
Herr Gott, nun hab uns Beide
Gnädig in deiner Pflege;
Beschirm Isotens Wege,
Geleite sie auf Schritt und Tritt,
Die Reine warne du womit
Vor den schändlichen Schlingen,
In die man gern uns möchte bringen,
Bevor sie etwas thu und spreche.
Worüber man den Stab uns breche.
Ja, Herr Gott, erbarme dich
Über sie und über mich!
Unsre Ehr und unser Leben
Sind deinem Schutz anheimgegeben.«

Seine Frau derweil, die Königin,
Und der Beiden Freundin,
Brangäne die reine,
Die giengen alleine
Seiner Boten zu warten
In ihren Jammergarten,
Wo sie zu allen Stunden,
Wenn die Gefahr entschwunden,
Sich klagten ihres Leids Gewinn.
Da giengen sie nun her und hin
Trauernd und klagend,
Manch sehnlich Wort sich sagend.
Da gewahrte Brangäne
Der Boten und der Späne
In der Rinne genau
Und winkte schnell herbei die Frau.
Die fieng Isot und sah sie an,
Sie las Isot, sie las Tristan,
Und nahm den Mantel allzuhand,
Mit dem sie sich das Haupt umwand:
Hin durch die Blumen schlich ihr Gang,
Wo bei dem Baum der Brunnen sprang.
Doch als sie kam so nahe,
Daß Eins das Andre sahe,
Ganz unbeweglich stand Tristan,
Was er doch nie zuvor gethan;
Sah er sie sonst auf diesen Wegen,
So gieng er eilends ihr entgegen.

Nun wunderte Isolde
Gar höchlich sich, die holde,
Was dieß bedeute heute;
Ihr Herz es nicht erfreute.
Sie gieng, zur Brust gesenkt das Haupt,
Zu ihm, der Zuversicht beraubt,
Ängstlich hin und furchtsam.
Als sie so leis geschlichen kam
Und dem Baum ein wenig näher bei,
Da sah sie Mannesschatten drei
Und wuste da nur Einen Mann.
Alsbald versah sie sich daran
Der Lauer und Gefährde,
Und auch an der Geberde,
Mit der Tristan nach ihr spähte.
»Ach, der mörderischen Räthe!«
Gedachte sie und seufzte schwer,
»Wo kommt der Hinterhalt uns her?
Gewiss, mein Herr ist nahebei;
Wo er hiebei verborgen sei,
So müßen wir verrathen sein.
Gott, woll uns deinen Schutz verleihn:
Hilf uns, daß wir mit Ehren
Dießmal nach Hause kehren,
Beschirm ihn dießmal, Herr, und mich!«
Sie gedachte ferner noch bei sich:
»Weiß Tristan wohl um diese Sorgen,
Oder sind sie ihm verborgen?«
Da bedäuchte sie zuhand,
Er habe die Gefahr erkannt,
Weil sie ihn so gebahren sah.

In der Ferne stehend sprach sie da:
»Herr Tristan, ich bin schwer gekränkt,
Daß ihr der Thorheit mich verdenkt
Und ihrer so versichert seid,
Daß ihr von mir zu solcher Zeit
Eine Zwiesprach mögt begehren.
Nähmt ihr fleißger eurer Ehren
Wider euern Oheim wahr und mich,
Herr, das schickte beßer sich
Und ziemte euern Treuen sehr
Und meinen Ehren wahrlich mehr,
Als bei so späten Zeiten
Um solche Heimlichkeiten
Zu bitten, wie ihr habt erfleht.
Nun sprecht, was euch zu Diensten steht.
In großen Ängsten steh ich hier;
Doch erließ es nicht Brangäne mir,
Die mich erbat und mir es rieth,
Als sie heute von euch schied,
Daß ich hier zu euch käme
Und eure Noth vernähme.
Daß sie es über mich gewann,
Sehr übel thaten wir daran.
Sie hütet mein hier nahebei;
Und doch, wie sicher ich hier sei,
Doch wollt ich wahrlich eher
Von wegen böser Späher
Ein Glied von meiner Hand vermissen,
Als daß es Jemand sollte wißen,
Daß ich hier bei euch wäre.
Man hat so böse Märe
Ausgesprengt von euch und mir,
Sie schwören Alle wohl, daß wir
Einander solche Freundschaft trügen,
Die sich nicht schicken mög und fügen.
Der Hof ist solches Wahnes voll.
Nun weiß es doch Gott selber wohl,
Wie ich ein Herz zu euch getragen
Und will davon euch weiter sagen:
Wenn Gott als Zeuge bei mir stünde
Und ich so meiner Sünde
Mich möcht erlösen und befrein,
Wie ich euch im Herzen mein,
In welchem Herzen trug und wie,
Vor Gott bekennt ich, daß ich nie
Zu einem Mann ein Herz gewann,
Und heut noch jedem andern Mann
Mein Herz versperrt blieb und bewahrt
Als dem Einen, dem da ward
Die erste Rosenblume
Von meinem Magdthume.
Daß mein Herr, der König Mark,
In Verdacht mich zieht so stark
Um euretwillen, Herr Tristan,
Weiß Gott, er missethut daran,
Da er doch längst schon hat erkannt,
Welch Herz ich euch hab zugewandt.
Die mich haben ins Geschrei gebracht,
Weiß Gott, sie thatens unbedacht:
Mein Herz verkennen sie zumal.
Ich blickt' euch hunderttausendmal
Mit Freundesaugen an und Huld;
Doch war daran die Liebe Schuld
Zu dem Manne, den ich lieben soll,
Nicht Falschheit, das weiß Gott gar wohl.
Er heiße Ritter oder Knecht,
So deuchte mich, es wäre recht
Und brächte mir nur Ehre,
Wenn ich ihm freundlich wäre,
Weil er gesippt war meinem Herrn,
Oder der ihn sähe gern.
Nun verkehren sie mir das.
Ich will euch gleichwohl keinen Haß
Um ihre Lügen alle tragen.
Herr, was ihr mir habt zu sagen,
Das sagt mir nun, denn ich muß gehn.
Ich darf hier nicht mehr länger stehn.«

»Selge Herrin«, sprach Tristan,
»Kein Zweifel kam mir je daran,
Vor Aller Augen läg es klar:
Ihr thätet, sprächet immerdar,
Wie euch Ehre lehr und Pflicht.
Das gestatten diese Lügner nicht,
Die mit mir euch haben in Verdacht
Und ohne Anlaß nur gebracht
Aus meines Herren Hulden,
Da wir doch nichts verschulden,
Wie Gott es wohl erkennen soll.
Selge, nun bedenket wohl,
Tugendreiche Königin,
Und erwägt in euerm Sinn,
Wie ich der Schuld daran bin ledig,
Daß ihr mir Beide seid ungnädig,
Und rathet meinem Herren, daß
Er seinen Zorn und seinen Haß,
Den er mir trägt ohn alle Schuld,
Daß er den noch in Geduld
Verberg und höfisch trage
Nicht länger als acht Tage.
So lang hab Er und habt auch Ihr
Die Geberde her zu mir,
Als ob ihr mir noch gnädig wärt.
So bereit ich mich, dieweil das währt,
Daß ich zur Heimat kehre.
Wir verlieren unsre Ehre,
Mein Herr der König, ihr und ich,
Wenn ihr noch also wider mich
Gebahrt, so ich hinweg muß fahren,
Denn die Feinde sprechen, die's gewahren:
In Treun, es war doch was daran;
Nehmt nur wahr, wie Herr Tristan
Mit unsers Herrn Unminnen
Geschieden ist von hinnen.«

»Mein Herr Tristan«, sprach Isot,
»Ich litte sanfter eh den Tod,
Eh ich meinen Herren bäte,
Daß er mir zu Liebe thäte
Was euch nützen könnt und frommen.
Zu Ohren ist euch doch gekommen,
Daß er mir nun lange Frist
Euretwegen sehr ungnädig ist.
Und hätt er jetzo Kunde,
Daß ich mit euch zur Stunde
Alleine wäre bei der Nacht,
Ich würd in groß Geschrei gebracht
Und müste Lieb und Ehren
Wohl stäts bei ihm entbehren.
Ob ich sie so nicht werde missen,
Das kann ich freilich auch nicht wißen,
Und wundert mich nicht wenig,
Was meinen Herrn und König
Auf diesen Argwahn hat gebracht
Und wer ihn ihm hat angefacht,
Da ich nie hab erfahren,
Was doch Frauen leicht gewahren,
Daß ihr mich hättet mit Geberden
Versucht, ihm ungetreu zu werden;
Wie ihr auch mich zu keiner Zeit
Auf Falschheit traft und Üppigkeit.
So weiß ich nicht was uns verrieth;
Doch steht es, wie ein Jeder sieht,
Gar übel mit uns Beiden.
Nun möge Gott es scheiden
Und unsre Noth bedenken
Und bald zum Beßern lenken.
Herr Tristan, nun gebietet mir;
Ich will gehn, so geht auch ihr.
Eure Noth und eure Traurigkeit,
Gott weiß es wohl, sie sind mir leid.
Ich fänd an euch der Schuld wohl viel,
Wovon ich jetzt nicht wißen will,
Daß ich euch trüg im Herzen Haß.
Nun erbarmt mich aber, daß
Ihr meinethalb zu dieser Zeit
Ohne Schuld bekümmert seid.
Darum will ich es übersehn;
Und soll es eines Tags geschehn,
Daß ihr von hinnen müßet fahren,
Herr, so mög euch Gott bewahren.
Der Himmelskönigin allein
Laß ich euch jetzt befohlen sein
Mit der Bitte wegen dieser Dinge.
Wüst ich gewiss, daß sie verfienge
Durch meinen Rath bei unserm Herr,
So rieth' ich euch und thäte gern
Wes ich mich nur versähe,
Daß euch wohl daran geschähe.
Nun fürcht ich aber heute,
Daß er mirs übel deute.
Jedoch, wie es auch werde
Und wie sehr es mich gefährde,
Es soll euch doch zu Statten kommen,
Daß ihr nimmer Falschheit unternommen
Habt wider mich und meinen Herrn.
So werb ich eure Bitte gern
Auf gutes Glück, so gut ich kann.«

»Dank euch, Herrin«, sprach Tristan,
»Und die Antwort, die euch wird zu Theil,
Die entbietet mir in Eil.
Doch weil es leicht mir ist verhängt,
Daß ich zu reisen bin gedrängt
Eh ich euch wiedersehe,
Wie es dann mit mir ergehe,
Viel tugendreiche Königin,
So seid gesegnet fürderhin
Von allem himmlischem Heer,
Denn Gott weiß wohl, Erd und Meer
Trugen nie so rein ein Weib.
Frau, eure Seel und euer Leib,
Eure Ehr und euer Leben
Sei'n Gottes Schutz anheim gegeben.«

So schieden Beide sich zuletzt
Und gieng die Königin jetzt
Seufzend mit betrübtem Sinn
Ameirend und amurend hin,
Von verborgnen Schmerzen
Gequält an Leib und Herzen.
Der trauernde Tristan
Der gieng auch trauernd hindann
Und weinte manche Zähre.
Auch Marke war, der hehre,
Auf dem Baume traurig, wo er saß;
Trauer und Kummer schuf ihm das
Und nahm ihm Leben schier und Leib,
Daß er den Neffen und sein Weib
So fälschlich hatte verdacht,
Und Die, die ihn dazu gebracht,
Die verflucht' er tausendmal
Mit Herzen und mit Mund zumal.
Den Zorn mocht er nicht bergen
Vor Melot, dem Zwergen,
Daß er ihn hätte betrogen
Und sein reines Weib verlogen.
Sie stiegen von dem Baume nieder
Und ritten zu dem Jagen wieder
Mit Jammer und mit Leide,
Melot und Marke beide.
Sie hatten zwiegeschaffen Leid:
Melot um die Verlogenheit,
Die zu Last ihm Marke wollte legen;
Marke des Argwahnes wegen,
Daß er Neffen und Gemahl
Und zumeist sich selbst zumal
Beleidigt hatte so schwer,
Und noch dazu in üble Mär
Über Hof gebracht und Land.

Am andern Morgen zuhand
Ließ er den Jägern allen sagen,
Daß sie nur ferner führen jagen;
Zu Hofe kehrt' er selber hin
Und sprach: »Sagt an, Frau Königin,
Wie habt ihr Stund und Zeit vertrieben
Seit ihr hier seid allein geblieben?«
»Herr, mir schuf die müßge Zeit
Sehr unnöthiges Leid;
Meine Muße, meine Feier
War die Harfe und die Leier.«
»Unnöthig Leid?« sprach Marke gleich:
»Was war das, wie geschah es euch?«
Mit Lächeln sprach Isolde da:
»Wie's auch geschehn ist, es geschah
Und geschieht noch heut und alle Tage:
Traur und überflüßge Klage
Ist mir und allen Fraun gemein.
So spülen wir die Herzen rein
Und läutern die Augen.
Verstohlnes Härmen saugen
Wir aus nichtgen Dingen oft
Und laßens wieder unverhofft.«
So wich sie aus mit Scherzen.

Doch Marke nahms zu Herzen
Und horchte wohl in seinem Sinn
Auf ihrer Rede Meinung hin.
»Nun, Herrin«, sprach er, »saget mir,
Weiß Jemand, oder wißet Ihr
Wie es um Tristanden steh?
Man sagte mir, ihm wäre weh,
Als ich neulich ritt hindann.«
»Herr, man sagt' euch wahr daran«,
Sprach die Königin Isot,
Und verstand es von der Minne Noth:
Sie wuste wohl wie wehe
Von Minnen ihm geschehe.
Der König aber sprach fürbaß:
»Was wißt ihr, und wer sagt' euch das?«
»Ich weiß es nicht, ich wähne,
Es sei so wie Brangäne
Mir gab vor kurzer Stunde
Von seinem Siechthum Kunde.
Die sah ihn gestern erst am Tage
Und entbot mir, daß ich seine Klage
Und sein Gesuch verträte,
Und doch bei Gott euch bäte,
Ihr möchtet euch bedenken,
Seine Ehre so zu kränken
Und das zornige Gebahren
Vor allen Leuten sparen
Nur die acht Tage wider ihn,
Da er sich rüstet heimzuziehn,
Und ließet ihn mit Ehren
Von euerm Hof sich kehren
Und von dem Lande scheiden:
Das begehrt er von uns Beiden.«
Und brachte seine Bitten an
Wie er am Brunnen sie gethan,
Wo es der König selbst vernommen,
Was zur Sprache war gekommen.

Da sprach der König: »Herrin mein,
Unselig mög er immer sein,
Der je dazu mich brachte,
Daß ich übel von ihm dachte.
Es ist mir inniglich leid.
Ich hab in dieser letzten Zeit
Seine Unschuld wohl vernommen
Und bin ihr auf den Grund gekommen.
Und nun, geliebte Herrin mein,
So lieb als ich euch sollte sein,
Laßt euch den Streit sein heimgestellt,
Da was ihr thut mir wohlgefällt.
Nehmt uns Beide, mich und ihn,
Und legt den Zorn mit Frieden hin.«
»Ich will, Herr«, warf Isot ihm ein,
»Hiemit gern unbekümmert sein,
Denn legt' ichs heute nieder,
So grifft ihr morgen wieder
An euern Argwahn wie vorher.«
»Nein, wahrlich, Herrin, nimmermehr.
Ich will nicht mehr gedenken,
An den Ehren ihn zu kränken,
Und euch auch offen wie im Stillen
Ungehörger Minne willen
Immer laßen ohne Wahn.«

Dieß Gelübde ward gethan.
Hiemit ward Tristan besandt,
Und der Argwahn allzuhand
Gar beigelegt in Güte
Mit lauterm Gemüthe.
Isolde ward Tristanden
Von Handen zu Handen
Befohlen wieder in die Pflege.
Der pflag er wieder allerwege
Mit Gut und auch mit Rathe;
Sie und die Kemenate
Stand ihm gänzlich zu Gebot.
Tristan und Königin Isot,
Die lebten wieder froh und wohl
Und war der Beiden Wonne voll.
Ihnen war erwünschtes Leben
Nach ihrem Herzeleid gegeben,
Wie kurz auch war die Dauer
Ohne neue Noth und Trauer.

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