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Ferdinand von Saar: Tambi - Kapitel 1
Quellenangabe
typenovelette
booktitleDie Steinklopfer / Tambi
authorFerdinand von Saar
year1997
publisherPhilipp Reclam jun.
addressStuttgart
isbn3-15-008663-9
titleTambi
pages46-82
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1897
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Ferdinand von Saar

Tambi

Novelle


I

Vor Jahren hatte ich mich entschlossen, einen Winter auf dem Lande zu verleben, und zwar deshalb, weil ich in meinen Arbeiten zurückgeblieben war und Ruhe und Sammlung benötigte. Ich begab mich also im Spätherbst auf ein herrschaftliches Gut, dessen Besitzer mir seit Jahren befreundet. Er selbst war von dort, wo er einen Teil des Sommers zugebracht, mit seiner Familie nach Italien abgegangen; ich aber bezog ein kleines Nebengebäude des Schlosses, wo ich mich sehr bald wohnlich eingerichtet hatte. Meine Fenster gingen nach zwei Seiten hin. Auf der einen blickte ich in den Park, auf der anderen lag die Landschaft mit einem Teil des Dorfes vor mir. Eine echt mährische Gegend. Unübersehbare Felder, auf welchen noch hin und wieder Rüben und Kartoffeln standen; sanft ansteigende Hügel, dunkle Nadelholzwälder – und das Ganze von einem Eisenbahndamme und einem kleinen, trägen Flüßchen durchschnitten und durchschlängelt.

Während der ersten Zeit meines Aufenthaltes war ich viel im Freien. Ich ließ mir einen alten Gaul satteln, der im Stalle der Wirtschaft den Gnadenhafer genoß, und ritt im sanften Strahle der letzten Oktobersonne nach den umliegenden Höfen und Ortschaften; oder ich durchstreifte, die Jagdflinte über die Schulter gehängt, die lautlosen Wälder, bis sie endlich von Novembernebeln zu triefen anfingen – und ich mit einem leidenschaftlichen Rucke meine Tätigkeit aufnahm. Nun verließ ich, mit Ausnahme regelmäßiger Morgenspaziergänge, das Haus nicht mehr – und als der Weihnachtsschnee auf den Feldern lag, da war ich auch mit einer Arbeit zu Ende gekommen, die mir schon lange das Herz beschwert hatte und auf deren glückliches Vollbrachtsein ich am Silvesterabend ein Glas selbstgebrauten Punsches leeren konnte.

Auch den Neujahrstag wollte ich in meiner Weise festlich begehen. Es war in jenem Jahre ein äußerst strenger, aber prachtvoller Winter, und gerade damals gab es das köstlichste Wetter. Der Himmel war durchsichtig blau, und soweit das Auge reichte, glitzerten die weißen Kristalle. Ich beschloß, nach einem alten, verfallenen Bergschlosse zu wandern, das etwa zwei Wegstunden entfernt lag und eine herrliche Rundsicht über das Land eröffnete. Ich hatte diese Rundsicht schon mehrmals im Sommer genossen, wollte aber nun auch ihre winterlichen Reize kennenlernen.

Nachdem dies geschehen war und ich genug der reinen, aber auch schneidenden Luft, die dort oben wehte, eingeatmet hatte, machte ich mich wieder auf den Heimweg. Mittag war schon vorüber; müde und hungrig geworden, fiel ich in die nächste Dorfschenke ein, die sich mir darbot. Es war ein elendes Wirtshaus, nur durch einige Hobelspäne gekennzeichnet, die nach Landessitte über dem Tore hingen. In der Gaststube saßen einige Bauern bei trübem Bier; auch drei Wandermusikanten waren da, die ihre Blechinstrumente vor sich liegen hatten und vielleicht später zum Tanze aufspielen sollten. Der Wirt aber, bei dem ich ein notdürftiges Mahl bestellte, wies mich zuvorkommend über den Flur in ein kleines Nebenzimmer, in welchem nur ein einziger, länglicher Tisch stand.

An diesem Tische, mit dem Rücken gegen die Wand, saß ein städtisch gekleideter Mann und schien zu schlummern; wenigstens hatte er das Haupt auf die Arme gelegt, die verschränkt auf der Tischplatte ruhten. Neben ihm auf der Bank lag ein brauner Hund, der bei meinem Eintritt kurz anschlug.

Der Mann hob den Kopf, faßte mich ins Auge – und starrte mich an, so wie ich ihn. Dieses runde, blaß aufgeschwemmte Gesicht, das jetzt allmählich von einer fahlen Röte überzogen wurde, kam mir so bekannt vor, daß ich unwillkürlich ausrief: »Wie? Sie sind es, Herr – Herr –« Ich rang vergeblich nach einem Namen, der mir entfallen war.

Der andere zögerte sichtlich, diesen Namen auszusprechen. Endlich sagte er mit leiser, stockender Stimme: »Bacher, wenn ich bitten darf – Johann Bacher.«

»Richtig – Herr Bacher! Das nenne ich ein überraschendes Zusammentreffen!« Dabei setzte ich mich ihm gegenüber und deutete kurz die Gründe an, die mich für diesen Winter hierher geführt. »Aber wie kommen Sie in diese Gegend?« fuhr ich fort.

»Sie ist ja eigentlich meine Heimat«, erwiderte er, noch immer sehr verlegen; »denn ich habe in der nächsten Kreisstadt, wo mein Vater ein kleines Amt bekleidete, das Licht der Welt erblickt. Seitdem bin ich freilich auch an anderen Orten herumgekommen. Gegenwärtig aber bin ich Kanzlist bei dem Notar in...« Er nannte einen größeren Marktflecken, der, noch zu dem Rayon der Herrschaft gehörend, eine starke Wegstunde von meiner Behausung entfernt an der Landstraße lag.

Doch eh ich hier fortfahre, muß ich vorerst weiter zurückgreifen.

 

Vor ungefähr einem Dezennium hatte man wieder einmal ein dichterisches Genie, einen modernen Shakespeare entdeckt, von welchem man erwartete, daß er die Wiedergeburt des deutschen Dramas einleiten werde. Ein bisher gänzlich unbekannter, in Wien lebender Autor hatte nämlich eine Tragödie erscheinen lassen, die das Bedeutendste sein sollte, was seit vielen Jahren in dieser Richtung geschaffen wurde; ja ein gewisser Ästhetiker, der sonst fast alle Erscheinungen der neueren Literatur mit Stillschweigen zu übergehen liebte, verstieg sich in einem plötzlichen Anfall von Begeisterung zu dem Ausspruche: das Werk könne – wenn überhaupt – nur mit dem Macbeth oder dem Lear verglichen werden.

Was nun mich selbst betraf so legte ich auf dies alles kein besonderes Gewicht. Ich hatte schon damals lange genug gelebt, um zu wissen, wie wenig in der Regel hinter einem solchen pausbäckigen Lobe zu suchen sei. Ich hielt das Ganze für eine mehr oder minder glänzende Seifenblase, wie ich deren schon manche hatte aufsteigen und platzen gesehen. So trug ich denn auch gar kein Verlangen, das in Rede stehende Drama kennenzulernen, bis mich endlich das dringende Ersuchen einer mir befreundeten Dame, welche aufstrebende Talente mit schönem Eifer und auch nicht ohne ein gewisses Verständnis zu fördern pflegte, dazu vermochte. Mit Mißtrauen und Mißbehagen nahm ich das Buch zur Hand – mit großem Interesse und stellenweisem wirklichen Genusse las ich es zu Ende. Hier hatte sich in der Tat eine nicht gewöhnliche Begabung und, was noch mehr sagen wollte, ein selbständiger Geist ausgesprochen, der sich allerdings an dem großen Briten herangebildet, aber – einige geringfügige Formanklänge abgerechnet – keineswegs in Nachahmung verfallen war. Nicht so glücklich stand es mit der Komposition des Stückes. Denn diese erwies sich sehr unzulänglich, gleichsam als Nebensache behandelt. In einzelnen Szenen kam allerdings lebendige und auch gewandte dramatische Kraft zur Geltung; allein gerade dort, wo sie sich zeigen sollte und mußte, fiel sie aus oder schlug vielmehr mitten in der Steigerung in eine weichliche Schwäche um, die mir mit der Natur des Dichters selbst im Zusammenhange zu stehen schien. Alles in allem: ein mangelhafter, aber berechtigter dramatischer Versuch. Ich teilte meine Ansicht der Dame mit und fügte schließlich hinzu, daß der Verfasser unter allen Umständen aufmunternde Teilnahme verdiene; wie hoch jedoch seine Begabung anzuschlagen und wie weit diese entwicklungsfähig sei, das könne erst die Zukunft lehren.

Ich sah, daß meine Meinung keine vereinzelte blieb. Denn man begann schon allmählich von verschiedenen Seiten sich in ähnlicher Weise, wenn auch nicht ganz so wohlwollend, zu äußern. Ein damals allmächtiger, auch in literarischen Dingen tonangebender Theaterdirektor hatte überdies das Werk von der Bühne zurückgewiesen, und zwar mit der Bemerkung, die er ähnlichen Erzeugnissen gegenüber stets auszusprechen liebte: er führe das Stück im Interesse des Autors nicht auf; der solle ihm nur ein neues und besseres schreiben.

Dieses aber ließ auf sich warten; ja es tauchte sogar die Behauptung auf, daß Hans Bacher – so nannte sich oder so hieß vielmehr der Dichter – nie wieder ein Stück zustande bringen werde. Dasjenige, womit es ihm gelungen war, einiges Aufsehen zu erregen, habe er schon vor vielen Jahren verfaßt, und seit dieser Zeit trage er sich mit einem zwar großartigen, aber völlig undramatischen Stoffe, an welchem er sich sozusagen geistig aufzehre. Dabei kamen auch nach und nach, wie das so zu gehen pflegt, mißgünstige Urteile über die Persönlichkeit des Autors selbst zum Vorschein. Er sei ein Autodidakt, hieß es, und über das bildungsfähige Alter längst hinaus; dabei sei er träge und hochmütig – und vor allem tadelte man, daß er eine zwar unbedeutende, aber immerhin das Leben sichernde Beamtenstelle aufgegeben, um sich ganz der Dichtkunst zu widmen, wobei er, wie so manches andere halbe, sich selbst überschätzende Talent vor und nach ihm, unfehlbar seinen Untergang finden müsse.

Es fügte sich in jener Zeit, daß ich mich bei dem erwähnten Theaterdirektor an einem seiner gewöhnlichen Empfangsabende einfand, wo man stets mit einer Anzahl von Künstlern und Schöngeistern beiderlei Geschlechtes zusammentraf. Es waren diesmal gerade sehr viele Leute zugegen, so daß sich der nicht allzugroße Salon überfüllt zeigte. Nachdem ich mit dem Hausherrn, der in einer Runde von Herren und Damen saß, den üblichen kurzen Gruß ausgetauscht hatte, zog ich mich mit einem zufällig anwesenden näheren Bekannten in eine Fensternische zurück. Bald darauf trat ein Herr ein, der mir ganz fremd war. »Das ist der Dichter Bacher«, sagte mein Nachbar.

Da mich der Mann interessierte, so betrachtete ich ihn genau. Er war etwa vierzig Jahre alt, klein, ziemlich beleibt und trug einen fadenscheinigen schwarzen Rock, dessen Ärmel so unzulänglich waren, daß sie selbst die auffallend kurzen Arme, die darin staken, nur zur Not verhüllten. Auffallend war mir auch die scheue, demütige Unterwürfigkeit, mit welcher sich der Ankömmling vor dem Direktor und noch einigen Anwesenden, die ihm bekannt sein mochten, verneigte; denn allzuviele Zeremonien waren hier nicht Sitte, auch schien dieses Benehmen mit dem Vorwurf des Hochmutes, den man gegen ihn erhoben hatte, sehr im Widerspruch zu stehen. Endlich ließ er sich auf einen eben frei gewordenen Stuhl in dem Kreise um den Direktor nieder, und zwar an der Seite einer älteren Dame, welche, selbst Schriftstellerin, ihn sogleich angelegentlich in ein Gespräch zog. Er aber schien sich dabei sehr unfrei zu fühlen, rückte unruhig auf seinem Sitze hin und her und griff beständig, wie um seine Gedanken zu sammeln, nach der Stirn. Diese wies sich samt der Nase stark entwickelt; der untere Teil des Gesichtes aber trat schwächlich zurück. Die Augen konnte ich nicht beurteilen; denn sie waren von schwer herabfallenden Lidern zur Hälfte verhüllt.

Seine Unterredung mit der Dame hatte noch nicht lange gedauert, als der Direktor plötzlich den Kopf gegen ihn drehte und mit der ihm eigentümlichen lauten und barschen Stimme rief: »Nun, Herr Bacher, wie steht es mit Ihrem neuen Stück? Ist es fertig?«

Der Gefragte zuckte zusammen, und seine Augen schlossen sich fast gänzlich. »Nein, noch nicht«, erwiderte er mit sichtlicher Anstrengung, während er sich verlegen hin und her wand.

»Was? Noch immer nicht!« schrie der andere, sich weit im Fauteuil zurücklehnend. »Dann wird es auch niemals fertig werden; denn allem Anschein nach sind Sie selbst fertig!«

Diese rücksichtslose Äußerung in Gegenwart so vieler Personen schleuderte den armen Dichter fast vom Stuhle hinab. Er wurde fahl wie der Tod; dann begann er in stummer Scham immer stärker aufzuglühen. Zum Glück waren die meisten Anwesenden an ähnliche Impromptus von seiten des Hausherrn, der sogleich wieder mit dem ihm zunächst Sitzenden von etwas ganz anderem zu sprechen anfing, seit langem gewohnt und beachteten die Sache weiter gar nicht. Nur einige wenige sahen den Getroffenen mit Befremden und, wie es mir scheinen wollte, zum Teil auch mit schadenfroher Genugtuung an. Ich aber konnte nicht an mich halten, und da gerade jetzt, indem sich einige Damen zum Fortgehen anschickten, eine Bewegung im Salon entstand, so trat ich auf den noch immer mit Scham und Verlegenheit Kämpfenden zu, stellte mich ihm vor, sagte, daß ich mich sehr freue, ihn kennenzulernen, denn ich hätte sein Drama mit großem Interesse gelesen – und was ich sonst noch zu einiger Linderung vorbringen konnte.

Er schien meine Worte anfänglich gar nicht zu vernehmen; nach und nach jedoch wurde er aufmerksam und sein Antlitz erhellte sich, das bei näherer Betrachtung den Stempel großer Gutmütigkeit trug. Er war offenbar froh, einer wohlwollenden Seele gegenüberzustehen, und dankte mir in ziemlich mühsam gewählter Rede, die aber immer fließender und natürlicher wurde. Er erwähnte auch seines neuen Stückes, auf welches er, wie er sagte, sehr große Hoffnungen setzte, klagte jedoch, daß es trotz aller darauf verwendeten Mühe nicht recht gedeihen wolle. Ein paar Andeutungen über den Stoff, die er fallen ließ, zeigten mir freilich, daß diejenigen, welche die Wahl eine verfehlte nannten, nicht geradezu im Unrecht waren. Aber ich hütete mich, dies irgendwie merken zu lassen; denn ich wußte, daß man durch derlei Bedenken und Einwendungen wohl beirren und verwirren, niemals aber überzeugen könne. Ich tröstete ihn vielmehr, indem ich hervorhob, daß ich ähnliche qualvolle Stockungen aus eigener Erfahrung kenne, und bestärkte ihn in seiner Absicht, sich für einige Zeit gänzlich von dem ungewohnten und zerstreuenden gesellschaftlichen Leben zurückzuziehen, in welches er, seinem Ausspruche nach, ganz wider Willen hineingeraten war.

Endlich hielt ich es für angemessen, mich zu empfehlen, und er benützte diese Gelegenheit, um sich unbemerkt gleichfalls zu entfernen. Wir gingen zusammen die Treppe hinunter; vor dem Tore verabschiedeten wir uns, und jeder schlug seinen Weg ein.

Bald darauf trat ich eine Reise an, die mich weit länger fern hielt, als es meine ursprüngliche Absicht gewesen war. Während dieser Zeit dachte ich immer seltener an den guten Hans Bacher – und hatte ihn endlich ganz und gar vergessen. Da ich auch nach meiner Rückkehr seiner nicht mehr ansichtig wurde, so blieb es dabei. Erst als man plötzlich wieder ein anderes Genie, einen Epiker, entdeckt hatte, der ein moderner Dante zu werden versprach, wurde ich an den verschollenen Dramatiker gemahnt. Aber ich konnte über ihn keine Auskunft erhalten. Niemand wußte, wo er sich aufhalte; man zuckte die Achseln und meinte, er würde wohl irgendwo zugrunde gegangen sein...

 

Und nun saß er vor mir, sichtlich gealtert, mit schlaffen, verfallenen Zügen, das gelichtete Haar grau und wüst um die Schläfen, und bewegte, noch immer fassungslos, die kurzen Arme auf dem Tisch.

»Also Sie sind jetzt bei einem Notar beschäftigt«, sagte ich mechanisch. »Und wie ist es –« mit Ihren dichterischen Arbeiten? wollte ich fragen, hielt aber unwillkürlich inne.

Er verstand, was ich meinte, und machte eine abwehrende Bewegung. »Oh, damit ist es aus – ganz aus. Ich denke nicht mehr daran und habe jede Hoffnung in dieser Hinsicht aufgegeben.«

»Und warum?« warf ich ein. »Doch nicht deshalb, weil Sie jenes Stück, das Sie damals im Geiste trugen, nicht zu bewältigen vermochten? Oder haben Sie es etwa doch beendet?«

»Ich habe es nicht beendet.«

»Nun, vielleicht widerstrebte der Stoff ganz und gar der dramatischen Form. Jeder von uns hat in seinem Schaffen ähnliche Mißgriffe zu verzeichnen. Vielleicht hatten Sie sich überhaupt in Ihren Plänen übernommen.«

»Das tat ich! Das tat ich! Oh, ich war von einem wahnwitzigen Hochmute besessen. Das Größte wollte ich leisten – das noch nie Dagewesene! Parturiunt montes – und nicht einmal eine Maus wurde geboren nicht einmal eine lächerliche Maus!«

»Das können Sie nicht sagen«, erwiderte ich ernst. »Das Werk, mit welchem Sie in die Öffentlichkeit getreten sind, ist aller Ehren wert – ist ein sehr schätzbares Zeugnis Ihres Geistes.«

»Schätzbar!« rief er fast unwillig. »Wer schätzt es? Sie vielleicht, mein verehrter Herr, und noch ein paar andere Menschen, die wohlwollend sind, gleich Ihnen. Sonst aber hat es mir nur Verachtung – oder doch wenigstens Mißachtung eingetragen. Und sagen Sie selbst: was soll auch diese rudimentäre Arbeit, diese zerstückte Talentprobe in der Literatur bedeuten? Nichts! Gar nichts!«

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