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Sündenfälle. Feuilletons

Victor Auburtin: Sündenfälle. Feuilletons - Kapitel 73
Quellenangabe
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typenarrative
authorVictor Auburtin
titleSündenfälle. Feuilletons
publisherRütten und Loening
editorHeinz Knobloch
year1970
isbn3-7466-6061-0-1
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
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projectidc12e89c6
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Lehren der Wissenschaft

In Amerika macht man jetzt wissenschaftliche Hungerexperimente.

In Deutschland werden zur Zeit auch Hungerexperimente gemacht, aber diese deutschen Hungerexperimente können nicht als wissenschaftlich bezeichnet werden; es sind mehr praktische Experimente, die auch dem kleinen Mann verständlich und erreichbar sind.

Populäre Hungerexperimente, um es kurz zu sagen.

Die amerikanischen Hungerexperimente finden in Chikago statt, und zwar an dem physiologischen Institut der dortigen Hochschule. Einige Studenten dieses Instituts haben sich als Versuchsobjekte angeboten, sie haben fünfzehn Tage gehungert und die Wahrnehmungen, die sie während des Hungerns machten, aufgezeichnet.

Die Wahrnehmungen laufen auf folgendes hinaus: Durch den Hunger wird der Körper nicht unerheblich geschwächt, aber dieser Kräfteverlust wird durch andere Vorteile wieder aufgehoben: der Mensch verliert sein überflüssiges Fett, der Stoffwechsel belebt sich und der Verdauungsprozeß wird wesentlich erleichtert. Das steht jetzt nach den Versuchen des physiologischen Instituts in Chikago fest und sollte wohl beachtet werden.

Übrigens dürften die meisten Menschen gar nicht gewußt haben, daß es in Chikago ein physiologisches Institut gibt, weil diese Stadt besonders durch ihre Schlachthäuser und Konservenfabriken berühmt ist. Wenn wir den Namen Chikago hören, denken wir immer gleich an Cornedbeef, Ochsenzunge in Gelee, Hammelkeulen und Schweineschinken.

Aber das ist eine falsche Anschauung, für die Chikago selbst gar nichts kann. Wir sollten eben nicht immerzu an Schweineschinken denken, sondern unsere Aufmerksamkeit mehr auf wissenschaftliche Ergebnisse richten.

Also noch einmal: durch den Hunger wird der Verdauungsprozeß erleichtert. Halten wir uns das immer vor Augen.

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