Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Startseite    Genres    Neue Texte    Alle Autoren    Alle Werke    Lesetips    Shop    Information    Impressum
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Friedrich Gerstäcker: Sträflinge - Kapitel 1
Quellenangabe
typefiction
authorFriedrich Gerstäcker
titleSträflinge
senderwww.gaga.net
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
modyfied20140523
created20050602
Schließen

Navigation:

1

Reges Leben herrschte heute auf der sonst so still und einsam am Murray gelegenen Station des Squatter Powell, – reges, jubelndes Leben, und der Ruf: »Die Karren kommen!« lief von Mund zu Mund.

Die Karren kamen allerdings, und irgendein Fremder würde darin auch nicht das geringste Außergewöhnliche gesehen haben; derjenige aber, der dort gelebt hat, oder die Verhältnisse näher kennt, weiß, was der Ruf bedeutet.

Die am Murray oder überhaupt im Innern von Australien gelegenen Stationen – deren Besitzer Squatter genannt werden – stehen nämlich mit der übrigen Welt fast nur durch Ochsenkarren in Verbindung. Diese schaffen die Produkte der Stationen: Wolle, Talg, Rindshäute und Schaffelle nach der nächsten Stadt, womöglich nach einem Hafen, und bringen dafür alles zurück, was »drin im Busch« gebraucht wird, Mehl in vollgestampften Säcken, Fässer mit Zucker, Kisten mit Tee, Tabak, Hufeisen, Nägel, Kleidungsstücke, Schuhwerk und andere Dinge. Da das nun jährlich, besonders bei den entfernteren Stationen, nur ein einziges Mal geschieht, so läßt sich denken, mit welcher Sehnsucht diese Karren erwartet und mit welchem Jubel sie begrüßt werden.

Heute morgen nun, noch vor dem Frühstück, brachte schon ein Stockkeeper oder Rinderhirt, der auf schnaubendem, schäumendem Pferde zur Station gesprengt kam, die fröhliche Kunde, daß die Karren nur wenige Meilen von dort entfernt die Nacht am Flusse »gebuscht« hätten und in wenigen Stunden eintreffen könnten; außerdem aber auch noch ein großes Brief- und Zeitungspaket, das der Haupttreiber ihm anvertraut hatte, um es so rasch wie möglich in die Hände des Herrn zu bringen.

Briefe aus der Heimat! Solch ein Tag ist ein Fest in dem sonst so stillen, einförmigen Leben des Ansiedlers, und die Briefe werden wieder und wieder gelesen, erst still und allein, dann laut im versammelten Familienkreise, und man wird nicht müde, die lieben, teuren Züge zu betrachten.

Powells machten keine Ausnahme. Das Frühstück ward hereingebracht, aber bald auf dem Tische kalt, denn niemand, die Kinder ausgenommen, dachte daran, es zu berühren.

John Powell war einer der angesehensten Squatter am Murray, mit weitverbreiteten Herden und einer ziemlich wohnlich eingerichteten Station, das heißt wohnlich für den Busch, denn in einer zivilisierten Gegend hätte sie wohl kaum den Ansprüchen genügt, die ein Mann in seiner Stellung an das Leben zu machen berechtigt war.

John Powell war verheiratet und hatte fünf Kinder: zwei Töchter, die eine von neunzehn, die andere von siebzehn Jahren, und drei Söhne, von denen der älteste zwanzig, die beiden anderen dreizehn und zwölf Jahre zählten, und war vor sieben Jahren hier an den Murray gezogen, um Raum für seine Herden zu gewinnen. Raum bekam er allerdings, denn sein nächster Nachbar wohnte einige dreißig englische Meilen von ihm entfernt; aber er hatte seine Familie zugleich in eine Wildnis geführt, in der sie nur in ihrem eigenen Beisammensein, nicht einmal durch die monotone Szenerie des einförmigen australischen Gumwaldes Entschädigung finden konnte. War es ein Wunder, daß sie da der Zeit entgegenharrten, wo der Vater, wie sie hofften, sein Besitztum wieder zu Geld machen und nach dem alten Vaterlande zurückkehren würde?

»Gott sei gedankt, – sie sind alle wohl und gesund«, brach Mrs. Powell endlich das Schweigen, indem sie sich rasch und verstohlen eine Träne aus dem Auge wischte und die Brille neben sich auf das Fensterbrett legte, »selbst die Mutter noch. Lieber Gott, die alte Frau hat selber geschrieben, wenn sie auch klagt, daß es mit den Augen gar nicht so recht mehr gehen wolle. Du mußt den Brief nachher lesen, John. Sie sehnt sich so sehr danach, uns noch einmal zu sehen, eh' sie stirbt.«

»Nun, wer weiß, wer weiß«, lächelte der Gatte, selber einen Brief zusammenfaltend und einen neuen öffnend, »mein Bruder ist auch glücklich in Bombay angekommen, und es geht ihm gut.«

»Wie zerstreut sind wir in der Welt«, sagte Sarah, die älteste Tochter Powells, indem sie einen Brief gedankenvoll in den Schoß sinken ließ, »welche entsetzlichen Strecken liegen zwischen allen denen, die uns lieb und teuer sind.«

»Wir sind unserer fünf Brüder, und davon lebt nur einer noch in Altengland; ich bin hier, Ernst in Kanada, Eduard in Bombay, und der fünfte schwimmt jetzt, Gott weiß wo, auf einem von Ihrer Majestät Kriegsschiffen entweder im Chinesischen oder Stillen Meere umher. Das wäre ein Festtag, der uns einmal alle wieder um einen Tisch versammelte, aber daran ist freilich nicht zu denken, wir müßten denn sämtlich alt und grau geworden sein.«

»Gebe dann nur Gott, daß der Tisch in England steht«, sagte die Mutter lächelnd, »wenn mir ein guter Geist das Fest vorher versprechen könnte, wollte ich ja alles gern und willig tragen.«

Ihr Gatte vertiefte sich bald wieder in den eben erbrochenen und begonnenen Brief.

Mit diesem war er kaum zu Ende, als das Bellen der Hunde und das pistolenschußähnliche Knallen der langen Ochsenpeitschen die nahenden Karren verkündete. Die ganze Familie, den ältesten Sohn ausgenommen, der draußen im Busche war, um ein paar weggelaufene Pferde wieder aufzusuchen, trat jetzt vor die Tür der Wohnung, um die Leute zu begrüßen und die mitgebrachten Waren in Empfang zu nehmen.

»Nun, Cole«, rief Mr. Powell dem alten Treiber zu, der den vorderen Karren führte, »wie geht's, seid Ihr glücklich wieder angekommen? Wohl schlechter Weg draußen?«

»Danke, Sir«, sagte der Mann, indem er mit einem kräftigen, mit beiden Händen geführten Schlage seiner langen, gewichtigen Peitsche die vorderen Stiere herum und den Wagen dadurch geschickt vor die Tür des Vorratshauses brachte, – »oh, woh Diamant – höh, Bock – so recht, meine Tiere – verdamm' eure Augen – bitt' um Entschuldigung, Sir – verflucht – sehr schlechte Wege draußen. Haben doch das Paket Papier bekommen?«

»Alles in Ordnung, Cole.«

»Die Rechnungen liegen dabei.«

»Habe sie schon gesehen, Wolle hatte ziemlich guten Preis.«

»Aber Mehl auch – will verd – hm – will – hm –, es ist doch merkwürdig, was die Händler da drin unverschämt werden, wenn sie das liebe Gut, das Mehl, herausrücken sollen. Wissen wahrhaftig bald gar nicht mehr, was sie dafür fordern möchten.«

»Geht nur vorsichtig mit den Säcken um, Leute, daß keiner platzt. So – hier legt sie hinunter, die Säcke aufeinander, und das übrige dort in eine Reihe. Der Tee – ach, da sind die Kisten.«

»Ja, die vergessen wir schon nicht«, lachte der Treiber, der das Entladen der Güter den anderen Arbeitern überließ, während er sich selber nur mit seinen Tieren beschäftigte und sie ausspannte.

Der zweite Treiber hatte ihm indes geholfen, seine Stiere freizumachen, und Cole, der erste Treiber, lenkte sie jetzt an den Häusern vorbei, der eigenen Hütte zu, um ihnen dort die Joche abzunehmen und sie endlich frei auf die Weide hinaus zu lassen.

Cole war ein durchaus redlicher, treuer und zuverlässiger Diener, und außerdem ein herzensguter Bursche, der keinem Kinde ein Leid zugefügt hätte, obgleich er allerdings ein früherer, indes schon seit mehreren Jahren freigelassener Sträfling war. Nur das Fluchen war seine Leidenschaft.

Der stete Umgang mit den störrischen Ochsen mag viel dazu beitragen, die Leute zu solchen gotteslästerlichen Reden zu verleiten, mehr aber noch der stete rauhe Umgang mit lauter Männern, einer der schlimmsten Übelstände im australischen Busch. Der Herr hat allerdings seine Familie bei sich auf der Station, aber die Leute kommen mit dem Hause – wie dessen Wohnung zum Unterschied von den Hütten genannt wird – nicht zusammen. Selbst die Küche besorgt dort ein Koch, und da noch überdies von allen auf der Station beschäftigten oder dort vorsprechenden Arbeitern wenigstens neun Zehntel gewesene Sträflinge sind, so läßt es sich leicht erklären, wie die Unterhaltung der Leute keineswegs zart sein kann. Das »feine Reden« überlassen sie den »swells« (den Stutzern) – das heißt allen denen, die einen ordentlichen Rock anhaben und nicht zur Klasse der »old hands« und »bundlemen« (Bündelmänner) gehören.

Die Zufuhren waren jetzt mit Hilfe der übrigen, in der Nähe des Hauses beschäftigten Arbeiter in das Vorratshaus geschafft, aber noch nicht verschlossen worden. Georg, der älteste von Powells Söhnen, der eben im vollen Galopp zum Hause zurückkehrte, weil er draußen die Ochsenpeitschen der ankommenden Treiber gehört, hatte mit dem jüngsten Bruder eine Stunde lang vollauf zu tun, den ihn umringenden Arbeitern Tabak abzuwiegen oder andere Kleinigkeiten zu verabreichen, auf die sie schon mit Schmerzen monatelang gewartet hatten.

Tabak besonders, jenes Labsal des Busches, war schon in den letzten Wochen ein vergebens ersehntes Bedürfnis, und die danach lechzende Schar von Tag zu Tag auf die rückkehrenden Karren vertröstet worden.

Endlich waren die Briefe im Hause gelesen und wieder gelesen und besprochen worden, und Georg Powell, der älteste Sohn, hatte die Zeitungspakete aufgeschnitten und begann, sich in ihren Inhalt zu vertiefen. Darin folgte ihm der Vater bald, denn die Nachrichten kamen nicht allein aus der Heimat; auch von Adelaide und Melbourne waren Zeitungen angekommen, und die dortigen Marktberichte, die Ein- und Verkäufe und Auktionen berührten ihr Interesse.

»Sieh nur, Georg«, sagte der Vater, als er die Spalten des einen Melbourneblattes überflogen hatte, »Pferde haben auf dem letzten Markt in Melbourne und Adelaide 12 Pfund Sterling gebracht, wenn wir da eine Partie von den unseren hätten hinunterschaffen können.«

»Aber Rinder scheinen desto schlechter im Preise«, erwiderte Georg, sein Blatt dem Vater hinüberhaltend. »Da unten steht, daß die Treiber einen ganzen Trupp Kühe mit anderthalb Pfund Sterling das Stück haben verkaufen müssen.«

»Mageres Zeug, das sie hinübertreiben und halb ausgehungert zum Markte bringen«, sagte der Vater kopfschüttelnd. »Wenn wir die unsrigen hinuntertrieben, bin ich sicher, daß sie bessere Preise erhielten.«

»Ja, wenn wir sie glücklich hinbrächten«, erwiderte der Sohn, »aber mit dem Futter unterwegs sieht es jetzt dürftig aus. Ich weiß wahrhaftig nicht einmal, was wir hier anfangen sollen, wenn wir nicht bald Regen bekommen.«

»Hallo, hier haben wir auch wieder einen »bushranger« (entsprungener Sträfling), rief der Vater plötzlich aus, als er ein neues Blatt aufnahm und die ersten Spalten mit seinen Blicken überflog.

»Dem wird die berittene Polizei bald auf den Hacken sein«, sagte der Sohn, »solche Burschen treiben es jetzt nicht lange.«

»Jack London, sonst Murphy, auch wohl Bridol«, las der Vater laut vor, »der Bursche hat eine ganze Reihe von Namen, ist von Van Diemens Land mit noch drei Gefährten in einem kleinen gestohlenen Kutter geflüchtet und, wie es scheint, an der Küste gescheitert. Hat sich dann nach Adelaide gewandt, Spitzbübereien verübt, ist eingefangen worden und wieder entsprungen, und man hat jetzt einen Preis von hundert Guineen auf seinen Kopf gesetzt. Alle Wetter, da werden die Polizeidiener nicht schlecht dahinter her sein. Hundert Guineen sind ein Kapital für die.«

»Auch eine Menge Raubanfälle und Diebstähle sind in der Stadt selber vorgefallen«, sagte Georg, »hier steht eine ganze Spalte von solchen Verhandlungen.«

»Ich möchte nicht in den Städten wohnen«, sagte Sarah, »denn die schlimmsten Leute aus den ganzen Kolonien ziehen sich doch dort zusammen. Ich glaube, ich könnte keine Nacht ruhig schlafen, aus Furcht, daß Räuber bei uns einbrächen oder sonst etwas Schreckliches geschähe.«

»Du bist nun einmal die Stille und Einsamkeit hier gewohnt, liebes Kind«, sagte der Vater freundlich. »Aber ebenso würdest du das Geräusch und Leben und Treiben der Städte gewohnt werden, und dich dort gerade so sicher fühlen, wie hier im Busch. Als wir vor drei Jahren in Sydney waren, hat es dir doch dort recht gut gefallen. Und erinnere dich nur, wie ihr euch im Anfang hier vor den erwarteten Überfällen der Schwarzen gefürchtet habt, und sind sie ein einziges Mal gekommen?«

»Frevle um Gottes willen nicht, John!« rief bittend die Frau. »Man soll den Bösen nicht an die Wand malen; denn sind wir heute etwa sicherer, als wir vor sieben Jahren waren?«

»Allerdings«, lachte ihr Mann; »wir haben nicht allein drei Leute mehr auf der Station, sondern meine Jungen sind unterdessen auch herangewachsen und können ein Pferd bändigen und ein Gewehr führen. Das sind sechs Mann mehr zur Verteidigung, und die wiegen einen ganzer Stamm solcher feigen Schwarzen auf, wie die hiesigen Eingeborenen.«

»Wenn die Leute alle zerstreut im Busch sind, überfällt mich doch manchmal ein eigentümliches, ängstliches Gefühl«, sagte Mrs. Powell.

»Du bist nur in der letzten Zeit so melancholisch geworden«, beruhigte sie freundlich lächelnd ihr Gatte, »weil wir gerade in den letzten Monaten gar so einsam gelebt haben. Nicht ein einziger Besuch, ein paar wandernde »Bündelträger« für die Küche ausgenommen, hat bei uns vorgesprochen, und der Weg scheint fast wie ausgestorben.«

»Wer soll die lange einsame Strecke wandern«, sagte die Frau kopfschüttelnd, »manchmal vielleicht ein paar Viehtreiber oder ein Stockman, der sich nach neuem Weidegrund umsieht, und das sind immer auch nur Leute, die uns für das, was wir entbehren, keinen Ersatz bieten könnten. Im vorigen Jahre hatten wir doch wenigstens die Freude, den jungen Mac Donald hier bei uns zu sehen. Seitdem der aber so plötzlich Abschied nahm, hat sich fast kein anständiger Mensch mehr bei uns blicken lassen.«

»Es ist doch eigentlich merkwürdig«, sagte der Vater, das Blatt vor sich auf die Knie sinken lassend, »wie wirklich spurlos Mac Donald damals vom Erdboden verschwand, und ich fange jetzt wahrhaftig selber an zu glauben, daß er doch am Ende irgendeinem verzweifelten Buschranger in die Hände gefallen sein könnte.«

»Ich fürchte weit eher, er ist in einen Hinterhalt der Schwarzen geraten«, sagte Georg, ein schlanker, blauäugiger, blondhaariger prächtiger Bursche mit treuen und ehrlichen Zügen und kräftigem, wie aus Eisenholz geschnittenem Körper. »Wüßt' ich das nur gewiß, die schwarze Bande sollte mir wahrlich dafür büßen.«

»Die sind unschuldig«, entgegnete der Vater. »Du weißt, daß ich damals auf den verschiedenen Stationen nach ihm forschen ließ, und erst eigentlich in den besiedelten Distrikten seine Spur verloren habe. Dort hat er nichts mehr von den Schwarzen zu fürchten gehabt.«

»Er wird schon noch kommen«, lachte Lisbeth, die siebzehnjährige zweite und überaus heitere Tochter Mr. Powells, »er ist ja damals eigentlich nur fortgegangen, um einige Bücher für Sarah zu holen, die sie sich so sehr gewünscht hatte, und wird, da er diese wahrscheinlich in Melbourne nicht fand, einmal nach England hinübergefahren sein. Früher kann er da kaum wieder zurück sein.«

Sarah hatte schweigend dem Gespräch gelauscht; unbewußt schweiften ihre Augen dabei über die Spalten der Zeitung hin, die sie in der Hand hielt, und so bleich sie im Anfang geworden war, so schnelles Rot rief die letzte scherzende Anspielung der Schwester auf ihre Wangen zurück.

Lisbeths Neckerei hatte allerdings auch einigen Grund, denn Sarahs Wunsch, mehrere Bücher in ihrer Einsamkeit zu besitzen, unter denen sich vor allem Thomas Moores »Lalla Rookh« und Walter Scotts »Lady of the Lake« befanden, war die eigentliche Veranlassung gewesen, daß Mr. Mac Donald in einer Art ritterlicher Galanterie sein Pferd bestieg und der fernen Stadt zusprengte. Er versprach damals allerdings, in spätestens acht Wochen zurück zu sein, aber ein volles Jahr war jetzt vergangen, und man hatte nie wieder erfahren können, was aus ihm geworden war.

»Scherze darüber nicht, mein Kind«, erwiderte jetzt die Mutter, die sah, welchen peinlichen Eindruck die Worte auf Sarah machten. »Wer weiß, was dem armen, unglücklichen, jungen Mann zugestoßen ist, und wir wollen nur hoffen, daß Gott seine Hand über ihn gehalten hat.«

»Da kommt Mr. Bale, der Stockkeeper angesprengt«, sagte Lisbeth, deren Aufmerksamkeit auf das Hufgeklapper eines herangaloppierenden Pferdes gelenkt worden war.

»Mr. Bale? – das ist Mr. Bale nicht«, sagte Bill, der zweite Sohn Mr. Powells, der neben der Schwester stand. »Das ist ja ein Grauschimmel, und Mr. Bale reitet einen Braunen, wahrhaftig, das ist ein Fremder.«

»Ein Fremder?« rief Mr. Powell, und zum Fenster tretend, wohin ihm bald die ganze Familie folgte, »in der Tat – und wie es scheint ein Gentleman-Squatter, denn der lange starke Bart verkündet keinen Städter, das Gewehr, das er trägt, sogar einen Jäger. Geh hinaus, Georg, begrüße ihn und lade ihn zu uns ein.«

 Kapitel 2 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.