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Auguste von der Decken: Souverän - Kapitel 9
Quellenangabe
typefiction
authorAuguste von der Decken
titleSouverän
publisherLeopold Kell G.m.b.H.
year1935
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20160804
projectid77fc5005
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Achtes Kapitel

Infolge neuer Nachrichten aus Dresden fing man nun im Weißenfelser Schlosse ernstlich an, Vorbereitungen für den bevorstehenden Abgang des Herzogs und seines Gefolges zur Armee zu treffen. Die jüngeren Männer, sämtlich soweit militärisch geschult, um als Adjutanten an der Seite des Herzogs dienen zu können, oder auch durch ihr Amt an die Person des Fürsten gefesselt, hielten sich bereit, ihren Herrn zu begleiten. Nur der Hofmarschall, ein älterer, korpulenter Herr, mit einer großen Familie gesegnet, sollte – von den höheren Hofchargen der einzige – mit dem nötigen Personal an Dienerschaft zur Fürsorge für die Herzogin zurückbleiben.

Der Oberstallmeister suchte die Stallbedienten, die Pferde und die Wagen aus, welche mit ins Feld beordert wurden, und bestimmte, wer und was dablieb.

Den neuen Wagenwäscher, welchen der Leibkutscher: »moros und wenig anstellig« nannte, erklärte der Oberstallmeister für nicht brauchbar genug, um ihn mitzunehmen. Peter, der den Entscheid seines Vorgesetzten, mit trotzigem Blicke beiseite stehend, angehört hatte, richtete sich schmunzelnd auf; er hatte sich's just überlegt, daß er eher ausreißen als mitgehen würde. Die Winke des gnädigen, ihm so wohlgesinnten Herrn Oberstallmeister hatte Peter Mork sich rasch zu nutze gemacht.

Am Südflügel des gewaltigen Schloßbaues fand er bald die hochragende Kastanie und stieg, sowie es dämmerte und der Stalldienst sein Ende erreichte, in dem deckenden Gezweig des Baumes bis zur Fensterhöhe des ersten Stocks empor. Drinnen war Licht und es lag alles klar vor ihm.

Da hatte er denn endlich seine Lotte wiedergesehen. Und wie wohl ging es dem Weibe, welch ein prächtiges Gemach, das gleißte ja von Seide und Gold, die Wiege allein, so etwas kannte er gar nicht! Da war noch eine andere Person, die seine Frau bediente, die ihr das Kind auf den Schoß legte. Und nun, als er das Prinzchen behaglich da trinken sah, wo sein Kind, sein armes, jammerndes, verlassenes Wurm, hingehörte, ballte er vor Zorn und Neid so unbedacht die Fäuste, daß er vergaß sich zu halten und fast vom Baume gefallen wäre. Aber er gewann seinen Sitz wieder und stierte, immer näher auf dem starken Ast, den er inne hatte, zum Fenster heran rutschend, brennenden Blicks in die Staatskammer.

Das gesättigte Prinzchen wurde jetzt in sein Goldbett zurückgetragen. Ein Lakai brachte auf einem großen Brett mehrere dampfende Schüsseln nebst dem Weinkrug, er stellte alles auf den Tisch zur Seite, sprach ein paar Worte mit den Frauen und ging. Die Amme setzte sich zum Essen nieder, und die andere Frau verließ das Zimmer. Jetzt wagte sich Peter noch weiter vor, und es gelang ihm, an das Fenster zu klopfen. Sein Weib wurde aufmerksam, erschrocken lauschte es, stand auf und öffnete das Fenster.

»Lotte, ich bin's, erschreck Dich nicht!« raunte Peter ihr zu.

»Ach herrjesses! Mein Mann!«

»Freust Dich denn nicht?«

»Nu ja, ich freue mich.«

»So hilf, daß ich reinkomme; hast ja da für zwei aufgeschüsselt.«

Sie langte mit ihren starken Armen hinaus, zog den Ast heran, auf dem er saß, nun ein Sprung und er saß neben ihr, umhalste sie und küßte sie weidlich ab.

»Lange kannst Du hier nicht bleiben«, sagte sie, als er sie wieder zu Atem kommen ließ, »die gnädigste Frau Herzogin kann ihr Prinzchen sehen wollen, auch die Wartefrau ist immer nach 'nem Stündchen wieder vom Abendbrotessen da. Erwischt Dich aber einer bei mir, geht's uns beiden mordsschlecht!«

»Na, ich brauche doch nicht gleich wieder 'nauszuspringen. Wir hören's schon, wenn einer kommt. Laß mich nur 'mal bei Dir 'rumgucken. Sitzest recht wie im Paradiese und hast uns zu Hause wohl ganz vergessen?«

»Was Du sprechen kannst, Peter, vergessen? Ne, gewiß nich! Einen schönen Taler Geld bring ich Euch aus'm Herzogenschloß mit, dafür können wir's uns komod machen.«

»Ich will nichts als Dich, bist mir lieber als alles Geld!« rief er und umfaßte sie wieder stürmisch.

»Solch ein Schnack«, kicherte sie, »wirst's Geld schon leiden mögen. Komm, iß mit, wenn Du Hunger hast, ich kann's doch nicht allein zwingen und soll's immer aufkriegen.«

Er langte zu, nach einigen Bissen wurde er aber wieder unruhig. »Ich will 'mal Deinen Prinzen sehen«, sagte er und trat an die Wiege.

»Nur sachte«, warnte sie mit kauendem Munde, »wenn's Jüngelchen schreit, laufen sie gleich von allen Seiten herbei.« Er hatte die Spitzenvorhänge mit plumper Faust zurückgeschlagen und neigte sich über das schlummernde Kind.

»Wie so'en Balg es gut hat!« knirschte er. »Unseres schreit sich halb tot, ist vielleicht schon hin.«

»Mutter wird für'n sorgen«, sagte das Weib gleichmütig.

»Aergerts Dich denn nie, dem zu geben, was Deinem gehört?«

»Ne, dafür bezahlen sie mich ja. Haste denn meine neuen Kleider schon gesehen?«

»Ach was Kleider! E'n Jungen seh' ich, der mich ärgert, weil er da ist.« –

»Pßt, da geht wer. Mach, daß Du 'nauskommst.«

Er glaubte auch nahende Schritte zu hören, und beide eilten an das offene Fenster; er haschte nach dem vorgestreckten Ast, gab, in der Fensterbank sitzend, dem Weibe noch einen großen Schmatz und schwang sich hinaus.

Kaum hatte Lotte das Fenster geschlossen und saß wieder bei ihrem Fleisch mit Klößen, als die Wärterin zurückkam.

»Sie läßt sich ja heute Zeit«, sagte die Frau, auf die gefüllten Schüsseln blickend. »Sie hat doch Hunger, ist doch gesund?« Lotte bejahte, und die Eßlust, mit der sie jetzt die Speisen zu sich nahm, beruhigte jedes Mißtrauen der verantwortlichen Hüterin.

Nachdem Peter einmal den Weg ins Schloß und zu seiner schmerzlich vermißten Lotte gefunden hatte, nachdem er zufällig erkundet, wenn er sie allein treffe, wiederholte er seinen Besuch so oft er konnte. Er eignete sich immer mehr Geschicklichkeit beim Klettern, beim Ein- und Aussteigen an, half ihr das reichlich zugemessene Abendbrot verzehren – wofür die Wärterin ihre Pflegebefohlene lobte und heimlich die Portionen vergrößern ließ – ärgerte sich über das wohlbehütete Prinzchen und entwich geschickt, so wie sich in einem der Vorzimmer Schritte hören ließen.

Mittlerweile lauschte man im Schlosse mit Spannung auf alle von außen kommenden Nachrichten, und der Herzog machte sich jeden Tag auf den Marschbefehl gefaßt.

Es war am zweiten August, als eine Kursächsische Stafette in den Schloßhof sprengte und dem Herzoge den Befehl brachte, unverzüglich zur Armee aufzubrechen. Friedrich II. bewegte sich mit 80 000 Mann der böhmischen Grenze zu. Die mobilen österreichischen Korps mit den sächsischen Truppen sollten vor der Hand eine beobachtende Stellung einnehmen, da der Prinz Karl von Lothringen, durch Maria Theresia vom Rhein zurückberufen, mit seiner Armee in Eilmärschen herbeizog.

Niemand war glücklicher als der Herzog; die Neigungen eines alten Haudegens, welche ihm nun einmal inne wohnten, sein lebhaftes, unruhiges Temperament, wurden nur, wenn er im Felde lag, vollauf befriedigt. Seine Freudigkeit teilte sich den Kavalieren seiner Umgebung mit; es war Mode und Tagesparole, den Ausmarsch als etwas Erwünschtes zu preisen.

Die Herzogin trug von vornherein schwer an der bevorstehenden Trennung. Ihrem zaghaften, von trüben Ahnungen heimgesuchten Gemüt drängten sich auch jetzt die schlimmsten Befürchtungen auf. Sie zitterte für Gesundheit und Leben ihres heißgeliebten Gatten, aber auch für ihrer Kleinen Wohl, das sie noch mehr von dunklen Mächten gefährdet hielt, wenn der starke Hort und Held sie verließ. Sie wußte aber, daß sie bei Johann Adolf mit ihren Bedenken und Befürchtungen kein Verständnis fand, und bemühte sich, ihren Kummer bis zur Trennungsstunde zu beherrschen.

Daniel von Storke hatte seit jener ersten Begrüßung im Park, am Tage des Schäferspiels, wo er die artige Französin getroffen, oft in der Dämmerstunde nach einer Begegnung mit Clemence Bernard ausgesehen. Er war manchmal von seiner Wohnung ohne Zweck durch abgelegene Partien des Lustgartens dem Schlosse zu geschlendert. Oftmals war er allerdings auch in der letzten Zeit vor dem Ausmarsch durch den Dienst in jener Abendstunde fern gehalten.

Sei es nun, daß Mademoiselle Clemence nicht gekommen war, oder daß man sich verfehlte, Storke hatte das Mädchen nur flüchtig aus der Ferne wiedergesehen und würde doch gern mit der anscheinend gefälligen Schönen angeknüpft haben. Obgleich er sich bewußt war, daß ihn eine heiße Leidenschaft zu Rosa von Bünau hinziehe, hätte er einen zärtlichen Zeitvertreib mit der feurigen Französin nicht verschmäht. Lag doch schon mehr dergleichen in seiner Vergangenheit. Und dann – eingestehen wollte er sich's nicht – aber es lauerte in den dunkelsten Falten seiner Seele noch ein Grund, Beziehungen zu der Bonne zu wünschen. Vielleicht ein Werkzeug, welches –. Er wollte ja nicht selber eingreifen, wenn aber Dinge geschahen, die er sich gut rechnen konnte, ohne sie getan zu haben, so würde er nicht so töricht sein, sie ungenützt zu lassen.

Am Abend vor dem Ausmarsch versammelte der Herzog seinen ganzen Hofstaat zur Abschiedstafel; um acht Uhr entließ er aber seine Gäste, gab ihnen den guten Rat, sich früh schlafen zu legen, um morgen bei Zeiten frisch zu sein, und forderte nur noch die Kavaliere auf, sich bei Ihrer Durchlaucht der Frau Herzogin zu empfehlen.

Friederike hatte ihm gestanden, daß sie nicht die Kraft in sich fühle, morgen öffentlich von ihm Abschied zu nehmen, und zugleich gebeten, die letzten Abendstunden allein mit ihm zubringen zu dürfen. Er trug als rücksichtsvoller Gatte gern ihren Wünschen Rechnung, und so gestaltete sich nach aufgehobener Abendtafel eine Abschiedskour der scheidenden Herren des herzoglichen Hofes von den daheim bleibenden Damen.

Die Fürstin empfing zuerst, voran stehend, den ehrerbietigen Handkuß der Kavaliere, sprach in ihrer gütigen Weise, die Stimme von Tränen verschleiert, hier ein paar Worte des Abschieds, da die Hoffnung aus, ein frohes Wiedersehen zu feiern. Von ihr entlassen, schritten die nach dem Rang defilierenden Herren zu den hinter ihrer Gebieterin aufgestellten Damen. Auch hier Handküsse, mehr oder weniger innige Blicke, eine schimmernde Träne, gute Wünsche, laut oder verstohlen gesprochene Scheideworte. Alles in wenige Minuten zusammengedrängt; dann Zurückziehen der Herrschaften, begleitet von allen Damen, stumme, tiefe Verbeugung der Herren und nun zwangloses Auseinandergehen derselben.

Graf Luja hatte als Reisemarschall noch im Schlosse zu tun, daher schlenderte Daniel von Storke allein, in Gedanken verloren, durch den mondbeleuchteten Park seinem Hause zu.

Was würde der Feldzug ihm bringen? Würde sich ihm dort oder hier ein Glücksfall bieten? Er konnte, er wollte nicht arm, nicht unbeachtet bleiben! Er mochte sich sein Alter nicht in abhängiger Stellung, im einförmigen Kreislauf dieses kleinen Hofes denken. Als Günstling Brühls, des allmächtigen Ministerregenten, an dem üppigen Dresdner Hofe, zugleich Großgrundbesitzer, vermählt mit der schönen Rosa, der Tochter eines der ersten Geschlechter des Landes, das war eine Aussicht, mit der es sich zu leben lohnte!

Rosa schien bewegt, als er ihr zuletzt in die Augen gesehen, ihre Hand war kalt und zitterte, als er sie an seine Lippen zog, aber Zscheplitz stand neben ihm, wem galt ihr Erröten und Erblassen? »Mir galt ihre Erregung, mir« flüsterte er bei sich, »wenn sie sich dem Kammerjunker geneigt zeigt, geschieht es aus Gehorsam für die Fürstin, ich gewinne ihr Herz, wenn ich zurückkomme! Aber wird während dem etwas geschehen, meine Zwecke zu fördern? Wird Peter?« – Er sann und sann.

Als er aufblickte, sah er sich in einem dunklen Laubengange, und vor ihm her huschte eine schlanke weiße Gestalt. Das war kein Reifrock, wie die Damen des Hofes in trugen, das war die einfachere Tracht – sollte Clemence?

Dieser Gedanke rieselte ihm wie ein Trunk heißen Weins durch die Glieder. Er beschleunigte seine Schritte und hatte sie, die sich einholen lassen wollte, bald erreicht.

»Ah, Mademoiselle Bernard«, sagte er halblaut, »welch' ein Glück, Sie zu treffen!«

Das Mädchen blieb stehen und fingierte Erschrecken wie er dachte – als aber ein Mondstrahl das blasse Gesicht streifte, sah er, daß ihre Lippen bebten. So war es nicht allein Lust zu einem galanten Abenteuer, so liebte ihn die Französin. »Wie oft habe ich mich abends nach Ihnen umgesehen, teure Clemence«, fuhr er geschmeichelt und erregt von seiner Beobachtung fort: »ich wagte zu hoffen, daß Sie mir Gelegenheit geben würden, wieder mit ihnen zusammenzutreffen, war es Ihnen nicht möglich, sich los zu machen?«

»Meine Pflicht« – stammelte sie, »zur Obhut des Prinzen –«

»Ich danke Ihnen, daß sie mir wenigstens vergönnen, Ihnen Lebewohl zu sagen.«

Sie seufzte tief und rang vergebens nach Worten. Er küßte ihre Hand, die weich und warm und mit sanftem Druck in der seinen blieb.

»Wie schwer erscheint mir in dieser köstlichen Stunde das Scheiden«, flüsterte er und legte den Arm um ihre schlanke Gestalt. Sie blieb stehen, barg das Haupt an seiner Brust und brach in Schluchzen aus, er zog sie an sich, ihre Lippen fanden sich, er fühlte die leidenschaftliche Glut dieses hingebenden Geschöpfes. »So liebst Du mich, reizende Clemence?« fragte er zärtlich.

»Unbeschreiblich!« hauchte sie.

In diesem Augenblicke hallten durch die tiefe Stille des Abends Schritte vom Schlosse her. Das Mädchen erbebte und riß sich los. Storke wollte die Abgewandte halten und beschwor sie, mit ihm einen Seitengang einzuschlagen.

»Nein, nein, ich darf nicht, lassen sie mich« – wehrte Clemence und entwand sich seiner erneuten Umarmung. Während die Französin verschwand, kamen die Schritte des Störers immer näher.

»Wie liebenswürdig, auf mich zu warten, Baron«, sagte jetzt Graf Luja in seiner kühlen Art zu dem Oberstallmeister.

Storke bezwang sich gewaltsam. »Geschäfte schon beendet?« stieß er hervor.

Bei einer wortkargen Unterhaltung gelangte man an die Wohnung und trennte sich ohne Unterhalt.

Daniel von Storke schritt noch lange unruhig in seinem Zimmer auf und ab. Wie schade, fort zu müssen, wo sich ihm solch ein verlockendes Verhältnis darbot. Aber er kam ja, wie er hoffte, zurück, um da anzuknüpfen, wo er jetzt abbrach.

Am anderen Morgen war er früh auf, um die letzten Anordnungen in den Ställen und Wagenremisen zu treffen. Er sah sich düsteren Blicks nach Peter Mork um, und es gelang ihm, den ungeschlachten Kerl in einem Schuppen allein zu treffen, wo derselbe sich, statt Lederzeug zu putzen, auf einem Wagenkissen rekelte.

Als der Hochmögende herankam, sprang Peter in die Höhe und tat geschäftig.

»Ist Er zufrieden, hat Er sein Weib oft gesehen?« redete der Oberstallmeister den Untergebenen an.

Der andere nickte mit breitmäuligem Lachen. »Halten zu Gnaden, ja, noch lieber wär's mir, ich könnt' mit er abziehen.«

»Er war im Schloß?« Storke machte das Zeichen des Hinaufsteigens.

»Ist prächtig drinnen«, schmunzelte Peter.

Der Oberstallmeister wandte sich zum Gehen. Noch einmal kehrte er um und sagte lachend: »Ich glaube, der Henke hat ein Auge auf die rotbäckige Amme geworfen, nehm' er sich in acht.«

»Der dicke Kutscher?« schrie Mork und schoß mit funkelnden Augen vor.

»Laß Er mich, Er verfluchter Kerl, ich bin's ja nicht!«

»Haben Eure Gnaden was gesehen?« keuchte Peter.

»Nun ja, was man so im Vorbeigehen bemerkt«, lächelte der Oberstallmeister, »kleine wohlgefällige Redensarten, unverschämtes Nachstarren –«

»Gnädiger Herr, nehmen Sie Henke mit in den Krieg«, flehte der Wagenwäscher und packte seines Vorgesetzten Hand. Dieser stieß ihn mit einer zornigen Gebärde von sich und verließ, ohne sich umzusehen, den Schuppen, er rieb sich mit dem Taschentuche die Hand, die Peters schwielige Fäuste berührt hatten, und wandte sich mit Eifer seinen Geschäften zu.

Eine halbe Stunde später brach der Herzog Johann Adolf mit seiner wohlausgerüsteten Suite aus dem Schlosse auf, um die Führung eines kursächsischen Armeekorps im bevorstehenden Feldzuge zu übernehmen.

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