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Auguste von der Decken: Souverän - Kapitel 6
Quellenangabe
typefiction
authorAuguste von der Decken
titleSouverän
publisherLeopold Kell G.m.b.H.
year1935
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20160804
projectid77fc5005
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Fünftes Kapitel

Nach dem Diner saß Rosa von Bünau im Salon der Herzogin auf einem niedrigen Tabouret zu den Füßen ihrer Gebieterin. Die beiden Damen plauderten miteinander von dem Verlauf der Festlichkeiten.

»Es freut mich, Kind«, sagte die Herzogin Friederike, »daß Du den Takt bewiesest, die goldene Rose dem Kammerjunker zu geben. Der gute Zscheplitz hatte sich so redlich darum bemüht.« Sie fuhr bei diesen Worten liebkosend über die runde Wange des Mädchens und blickte das schöne junge Geschöpf mit mütterlicher Zärtlichkeit an.

Rosa war noch in ihrem Dinerkleide von goldgelbem Damast, ihr schwarzes Haar besaß die Eigentümlichkeit, den Puder nur teilweise anzunehmen, es schimmerte stets blaugrau durch, und die beiden Locken, welche in den Spitzenkrausen ihres Ausschnittes lagen, waren fast schwarz. Ihre Wange hatte sich vor Freude über die liebevolle Berührung der angebeteten Herrin tiefer gerötet, ihr dunkles Auge blickte in feuchtem Schimmer dankbarer Hingabe zur Herrin empor, und die feine Hand derselben ergreifend und an ihre Lippen ziehend, sagte sie: »Wie glücklich bin ich, nach Eurer Durchlaucht Sinn gehandelt zu haben!«

»Ich gestehe, daß ich einigermaßen davon überrascht war,« fuhr die Herzogin fort und bog an einer dunkelroten Rose, die in dem Lockenaufbau ihres Lieblings steckte. »Baron Storke berührte schon den Preis, da gabst Du ihn dem andern. Bisher nahmst Du des Oberstallmeisters Huldigung so erfreut entgegen, daß ich zu fürchten begann, meine Kleine sei ihres Herzens nicht mehr ganz sicher –«

Die Herzogin brach ab, als sie das tiefe Erröten, den Schreck in des Fräuleins Antlitz sah.

»Ich will mich ja nicht in Deine heiligsten, vielleicht noch ganz unklaren Empfindungen drängen, mon enfant«, sagte sie sanft, »aber Du weißt, daß ich kein Vertrauen zu Daniel von Storke fassen kann, obgleich mein Gemahl ihn so hoch schätzt. Außerdem ist er gänzlich ohne Vermögen, Du selbst bist nicht reich, und der gute kleine Zscheplitz kann Dir ein glänzendes sort bereiten.«

»Aber ich denke noch gar nicht daran, mich zu vermählen«, stammelte Rosa.

»So will ich für Dich daran denken«, entgegnete die Herzogin mit einer leisen Schelmerei.

Da umschlang Rosa die Knie der hohen Frau, drückte ihren Kopf dagegen und flüsterte zärtlich: »Möchte meine Gebieterin mich entfernen? O dulden Sie mich hier, ich weiß kein besseres Plätzchen für mich auf der weiten Welt!«

Die Herzogin beugte sich nieder und küßte das Mädchen. »Ohne Deinen eigenen Wunsch lasse ich Dich nie von mir«, sagte sie innig. »Aber nun geh, ich möchte zu meinen Kindern, und eigentlich bedürfen wir auch beide des Ausruhens, um für die Abendfeste frisch zu sein. Mit wem tanzest Du im Schäferspiel?«

»Mit Kurt von Zscheplitz.«

»Ah, das freut mich! Bezeige Dich auch liebenswürdig gegen seine Eltern.«

Das junge Mädchen warf den Kopf auf, ohne zu antworten, und die Herzogin verließ den Salon.

Sie durchschritt ihr Vorzimmer und Schlafgemach und begab sich zu ihrem jüngsten Söhnchen, welches sie heute, in Anspruch genommen durch die Festlichkeiten, nur flüchtig gesehen hatte. Es war ein großes, sonniges Zimmer, in welchem Frau Lotte, die Amme, mit dem Kleinen vor einem der drei Fenster saß. Außen stand auf der nächsten Terrasse unterhalb des Schlosses eine mächtige Roßkastanie, deren große Blätter fast ins Fenster hingen. Der Hofmedikus hatte gemeint, die Südseite sei für Kinder- und Schlafzimmer äußerst wohltätig, ganz besonders aber, wenn, wie hier, etwas schattendes Grün der Luft gesunde Frische mitteile.

Die Amme war eine hübsche behäbige Person, die sich äußerst wohl in ihrer guten Lage fühlte. Sie herzte den Kleinen und ließ sich nicht stören, als ihre Gebieterin herantrat.

»Es freut mich«, sagte diese gültig, »daß Sie Ihr Prinzchen gern hat. Sehnt Sie sich nicht nach Haus?«

»I bewahre, Gnaden Durchlaucht, hab's noch nie so gut gehabt.«

»Aber Ihr eigenes Kind?«

»Den zieht meine Mutter auf.«

»Sollen wir Ihr Söhnchen einmal kommen lassen?«

»Na, wozu?« lachte die Person und zeigte alle ihre gesunden Zähne.

Die Herzogin war's zufrieden, sie konnte sich keine vollere Hingabe wünschen; auch der daneben beschäftigten Wärterin glaubte sie vertrauen zu können. Erleichtert wandte sie sich, um nach dem kleinen August zu sehen; da kam ihr Söhnchen, flink wie eine Wachtel und begleitet von Mademoiselle Bernard, durch ihr Schlafzimmer gelaufen.

»Ich habe mir während des Diners Sorge gemacht«, sagte die zärtliche Mutter, das Kind in ihren Armen auffangend, »ob ich meinen Liebling auch zu lange beim Karussell behalten. Finden Sie den Kleinen nicht aufgeregt, Mademoiselle, hat er gut gegessen?«

Die Antwort fiel befriedigend aus, und die Herzogin fuhr fort:

»Es ist ein schöner Nachmittag, die Wärme hat nachgelassen, bis halb sieben könnten Sie noch mit dem Prinzen in den Park hinuntergehen.«

Die Bonne verneigte sich und zog sich zurück; die Kammerfrau mit ihren Gehilfinnen stand bereit, um die Gesellschaftstoilette der Herzogin für den Abend zu verändern. Kurze Zeit darauf befand sich Clemence Bernard mit der Wärterin, die den kleinen Prinzen trug, unten im Lustgarten. Als es sechs Uhr vom Schloßturme schlug, klagte der Kleine über Durst, die Bonne wagte noch nicht zurückzukehren und schickte ihre Gefährtin in die Schloßküche, um etwas Milch zu holen. Sie blieb auf der Bank unter der Rosenlaube, während das Kind vor ihr im Sande spielte.

Mit dem Kleinen tändelnd, schrak Clemence auf, als ein Schritt vor ihr anhielt und sie emporblickend des Oberstallmeister erkannte.

Daniel von Storke trug schon das Schäferkostüm zu dem abendlichen Festspiel und befand sich auf dem Wege von seiner Wohnung nach dem Schlosse. Die Tracht von rosa und himmelblauer Seide, mit Spitzen, Bändern und Blumen geziert, der vergoldete Schäferstab mit dem Strohhütchen daran, bildeten einen wunderlichen Gegensatz zu der kraftvollen Erscheinung des gebräunten Mannes. Wie ein Märchenprinz kam er der Französin vor, als er so, in aller Wirklichkeit des Tageslichts, vom Sonnengold umflossen, vor ihr dastand.

»Ah, Mademoiselle«, redete er sie mit höflichem Gruß an. Es war das erste Mal, daß er sie beachtete. »Ich habe Ihnen für einen teilnahmsvollen Blick zu danken, der mich aus Ihren schönen Augen traf, als ich heut Morgen das Malheur hatte, mit dem Pferde zu stürzen.«

Clemence stand erbebend und mit gesenkten Augen vor ihm da. Sie war ein schlankes Mädchen, nicht schön, von gelblich blasser Farbe, mit sehr starken Augenbrauen und einem großen Munde. Es lag aber etwas Pikantes in der Erscheinung, die Lippen waren kirschrot, und als sie fragte, ob er sich bei dem Sturz nicht weh getan, sah er, daß sie angenehm zu lächeln wisse und köstliche Perlenzähne habe. Ihre dunkelgrauen Augen, die sie jetzt zu ihm aufschlug, zeigten einen Blick, in dem Leidenschaft schlummerte.

Sie sprachen hin und her über seinen Unfall und die Festlichkeiten dieser Tage. Er fragte sie, ob sie nicht dann und wann im Park lustwandele, wenn ihr kleiner Pflegling zu Bett sei, und sie entgegnete, daß sie dies wohl tun dürfe, weil die Wärterin ja bei dem Prinzchen bleibe.

Während sie plauderten, kroch das Kind zu ihren Füßen umher, und nun geschah es, daß es sich an dem Dastehenden aufrichtete. Als Storke die Berührung empfand, schrak er zusammen und trat mit finsterm Gesicht zur Seite.

»Entschuldigen Sie, gnädiger Herr«, rief die Französin betroffen und nahm das Kind auf den Arm. »Ich hoffe, dero Spitzen und seidene Strümpfe sind nicht beschädigt.«

Jetzt kam von fern die Wärterin mit der Milch daher, Clemences verlegener Seitenblick machten den Oberstallmeister darauf aufmerksam.

»Ich hoffe Sie bald wiederzusehen, Mademoiselle«, sagte er und schritt mit höflichem Gruß dem Schlosse zu. Clemence blieb schwindelnd vor Glückseligkeit zurück. War es denn möglich,, daß er, den sie lange schon aus der Ferne bewundert, er, dieser schöne, herrliche Mann, ihr eine freundliche Beachtung geschenkt hatte? War es denkbar, daß ein Baron von Storke, dem die ersten Fräulein des Hofes entgegenlächelten, sich für sie interessierte? Man hatte ihn unter der Dienerschaft mit der schönen Rosa von Bünau zusammen genannt, aber wenn diese ihn liebte, wie wäre es möglich gewesen, in seine sieghaften Augen zu sehen und ihr goldenes Kleinod ihm nehmen und jenem Porzellanpüppchen, dem Zscheplitz geben? Nein, es bestand kein Verhältnis, zwischen den beiden! So war Storkes Herz frei – o Clemence, glückliche Clemence; welch ein Hoffen erfüllte ihre Seele!

Um die theatralische Aufführung des heutigen Schlußfestes der Tauffeierlichkeiten zu verherrlichen, hatte man ein Paar reizende Tänzerinnen aus Leipzig kommen lassen; diese sollten Daphnis und Chloe in dem Schäferspiele gleichen Namens tanzen, und die jüngeren Mitglieder der Hofgesellschaft sich als corps de ballett an der Pantomime beteiligen.

Im großen Komödien- und Opernsaal hatte auf der erhöhten und mit Blumen ausgeschmückten Bühne die Vorstellung stattgefunden. Die holden Schäferinnen in Reifröcken und rosa Hackenschuhen hatten ihr Bestes getan, unmögliche Voraussetzungen und Zustände dem Publikum anmutig vorzugaukeln.

Die Tänzerinnen waren mit goldenem Lohn abgefunden und speisten auf ihrem Zimmer, während sich das Volk der Schäfer und Schäferinnen, Hirten und Hirtinnen, Fischer und Fischerinnen unter die anwesenden Gäste begab, um das Lob ihrer Darstellung und anerkennende Blicke für ihre Reize entgegenzunehmen.

Es war wieder ein bunter, genußfroher Kreis, welcher sich um den vergnüglichsten aller Menschen, der je sein Haus dankbaren Gästen öffnete, um den Herzog Johann Adolf versammelte. Das frische Gesicht voll Heiterkeit, schritt er lustig plaudernd und scherzend unter der ehrerbietigen, durch jedes seiner Worte beglückten Menge umher. Glich er in seiner strahlenden Heiterkeit der Sonne unter allen diesen selbstbewußten Sternen der Weißenfelsischen Aristokratie, so glich die sanfte Herzogin Friderike dem mildglänzenden Monde, und gewiß fühlte manches Herz sich in seinem Selbstbewußtsein durch eine freundliche Beachtung von seiten der Fürstin noch mehr gehoben, als durch einen frohsinnigen Scherz des Herzogs.

Jetzt hatte die hohe Frau sich zu der Baronin von Zscheplitz gesetzt, um der erfreuten Mutter von ihrem Sohn zu sprechen und den Kammerjunker einen hübschen, angenehmen Kavalier zu nennen.

»Eurer hochfürstlichen Durchlaucht Gnade für meinen Einzigen beglückt mich unendlich!« entgegnete in unterwürfigem Tone die robuste Dame. »Ach es ist charmant, dieses cher enfant hier so wohl gelitten zu sehen! Welch ein deliziöses Leben! Bevor mein Kurt seine Güter antritt und sich zur Ruhe setzt, kann er das rechte savoir-vivre doch nur an einem so eleganten Hofe lernen.«

»Ich hoffe, der Baron wird meinem Gemahl noch lange die Freude gönnen, diesen aimablen Kavalier um sich zu sehen?

»Wer kann's wissen, allergnädigste Durchlaucht?« entgegnete die Mutter mit Achselzucken. »Ich muß den Schelm doch nun bald verheiraten –«

»Und Ihr Gatte, ist der derselben Meinung?« fragte die Herzogin mit feiner Zurechtweisung.

»Ach mein guter Zscheplitz läßt mich ungestört,« lachte die stattliche Frau und sah über Achsel nach ihrem kleinen krummbeinigen Mann, der, verlegen von einem Fuß auf den andern tretend, nicht wußte, ob er es wagen dürfe, die Huld auch für sich in Anspruch zu nehmen.

Der, von dem man eben gesprochen, Kurt von Zscheplitz, trat jetzt, seine holde Schäferin zierlich an den Fingerspitzen führend, auf seine Mutter zu.

»Da ist der liebe Sohn«, sagte die Herzogin gütig, »ich will die kostbare Zeit des Zusammenseins mit dem Liebling nicht beschränken.« Sie erhob sich, grüßte, streifte Rosa mit ermunterndem Blick und wandte sich anderen Gruppen zu.

Kurt stellte das Kammerfräulein von Bünau seiner Mutter vor. Die Dame empfing das schöne Mädchen mit prüfenden Augen. Es war ein wohl zu einander passendes, reizendes Paar, welches jetzt vor ihr stand, das mußte sie innerlich zugeben; eine holdseligere Schwiegertochter konnte sie so leicht nicht finden, und doch war der erste Eindruck diesen Morgen kein günstiger gewesen, und sie kämpfte mit einem Uebelwollen gegen Rosa.

»Sie haben's meinem armen Junker schwer gemacht bei dem Reiterspiel«, fuhr die Baronin jetzt derb heraus. »Wozu die langweilige Ziererei, wenn er doch Ihre Rose haben sollte?«

»Ah maman, davon verstehen Sie nichts!« warf Kurt, ehe das Fräulein antworten konnte, dazwischen, und sah liebäugelnd auf seinen Gewinn, den er auch jetzt noch wie einen Orden auf der Brust trug.

»Das Spiel brachte es so mit sich, Frau Baronin«, erwiderte Rosa bescheiden, »ich mußte mein Kleinod so lange verteidigen, wie ich konnte.«

»Höflichkeit und guter Wille stellen einen charmanten Kavalier nicht bloß«, grollte die verletzte Mutter.

In diesem Augenblicke wurde Rosa von Bünau von ihrem Tänzer zum nächsten Menuett abgeholt.

Kurt setzte sich neben seine Mutter und beklagte sich über den schlechten Empfang, welchen das reizende Mädchen bei ihr gefunden.

»Ist diese Bünau denn die einzige Partie für Dich?« fragte die Baronin gereizt. »Mir däucht, ein Erbe wie Du kann an allen zehn Fingern eine haben. Mir gefällt Jakobine von Wolfhart ebenso sehr, und die hat ihr schönes Gut dazu.«

»Gehen Sie mir mit dieser angezogenen Stange«, brummte der verzogene Sohn unhöflich.

Rosa gegenüber im Menuett tanzte Daniel von Storke; er war ihr nie so ehern, so unnahbar vorgekommen wie heute. Wenn er sie hätte ansehen sollen, so blickte er in den leeren Raum über sie hin. Sie begriff nur zu gut, daß er sich durch ihr Verhalten schwer beleidigt fühlte, und – Grund dazu habe. Nach allen Regeln jenes Spiels hätte ihm die Rose gehört. Wie hatte sie ihm das antun können? Jetzt, wo sein dunkles Auge so kühl und gleichgültig vor sich hin sah, vermochte sie sich den Eindruck kaum zurückzurufen, unter welchem sie diesen Morgen gehandelt. Er hatte sie erschreckt, sein leidenschaftlich flammender Blick hatte ihr Furcht eingeflößt, aber wie war das möglich gewesen? Es kam ihr, nun sie sich von ihm getrennt glaubte, zum Bewußtsein, daß seine Huldigungen sie bis jetzt zumeist erfreut, seine Persönlichkeit sie am lebhaftesten interessiert hatte. Die Ermahnungen der Herzogin wirkten auch in ihr nach und gaben Storke den Reiz des Verbotenen, fast des Unheimlichen. Und Zscheplitz? Nein, er war doch zu knabenhaft, und die Mutter, welch' eine plumpe, unangenehme Frau!

Auch der Oberstallmeister, so gleichgültig er erschien, beschäftigte sich innerlich mit seinem Gegenüber. Er hatte Rosa nie begehrenswerter gefunden als heute, nachdem sie ihn so schnöde abgewiesen, so tief in seinem guten Rechte gekränkt hatte. Es war, als hätte dieser Vorfall ein Erhebliches beigetragen, ihm seine Leidenschaft für das Mädchen zum Bewußtsein zu bringen. Sie wagte es, sich ihm zu widersetzen? Sie sollte seine Macht, sein Uebergewicht fühlen! So oder so mußte er sie seinem Willen unterwerfen, mußte er sie zu eigen gewinnen!

Obgleich nun beide geneigt waren einzulenken und wieder anzuknüpfen, fanden sie doch heute noch nicht die Selbstüberwindung dazu und gingen den ganzen Abend, scheinbar ohne sich zu sehen, heimlich aber einander genauer beobachtend denn je, im Schwarm der vergnüglichen Menge kühl aneinander her.

Beim Souper saß Rosa neben dem Grafen Luja, es dauerte nicht lange, so hatte sie ihm ihr Leid geklagt, so wußte er, daß sie es bedauere, Herrn von Storke beleidigt zu haben. Sie empfand ein warmes, unbedingtes Vertrauen zu dem Grafen. Es kam ihr immer vor, als stehe er über dem kleinen hastigen und eitlen Treiben der anderen, an seiner freundlichen Ruhe, seinem sicheren Urteil konnte man sich aufrichten. Auch diesmal spendete er ihr Trost und sprach, allerdings mit ironischem Lächeln, die Ueberzeugung aus, daß sich eine Versöhnung bald anbahnen werde.

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