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Walter Benjamin: Sonette - Kapitel 75
Quellenangabe
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typepoem
authorWalter Benjamin
titleSonette
publisherSuhrkamp
seriesGesammelte Schriften
volumeSiebter Band. Erster Teil
printrunErste Auflage
editorRolf Tiedemann und Hermann Schweppenhäuser
year1991
isbn3-518-28537-8
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20120810
projectid29ba0c35
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IV

Zum 6ten Januar 1922

Wie heißt der Gast daß ob er auch versehrt
Der Herrin Haus und Trübsal ihr beschert
Sich dessen Pforte dennoch so geschwind
Ihm auf tut wie ein leichtes Tor dem Wind?

Sein Nam ist Zwietracht welche wiederkehrt
Wiewohl sie Tisch und Kammern längst geleert
Der Seele bleibt ihr dreifach Ingesind
Nun einzig treu: Schlaf Tränen und das Kind

Doch jeden Tages schwerterblanke Garbe
Schlägt der Erwachenden die alte Narbe
Und eh sie Trost in neuen Schlummer wiegt

Ist ihr der Quell der Tränen längst versiegt
Allein des Kindes Lächeln seine Sitten
Vermögen Hoffnung in ihr Haus zu bitten.

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