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Walter Benjamin: Sonette - Kapitel 71
Quellenangabe
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typepoem
authorWalter Benjamin
titleSonette
publisherSuhrkamp
seriesGesammelte Schriften
volumeSiebter Band. Erster Teil
printrunErste Auflage
editorRolf Tiedemann und Hermann Schweppenhäuser
year1991
isbn3-518-28537-8
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20120810
projectid29ba0c35
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70

Fortan vor meinem Fuß der Herold geht
Erfüllt mit immer gleichem Ruf die Runde
Die Ewigkeit er singt und singt die Stunde
Wie Orgel süß wie Stürme schneidend weht

Und er tut kund daß jeder Schmerz gesunde
Sich selbst erkennend trete zum Gebet
Daß über jedem Grabe blüht ein Beet
Und daß sich öffne eure alte Wunde

Sein Lied macht wohl die Weite scheu und leer
Die Wolken fliehen fort vor solchem Bläser
Doch folget dem ein unsichtbares Heer

Verwandtes Leid umsteht ihn hoch wie Gräser
Und wendet seine Häupter zu dem einen
Im Brudergeiste weckt und stillt das Weinen.

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