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Walter Benjamin: Sonette - Kapitel 48
Quellenangabe
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typepoem
authorWalter Benjamin
titleSonette
publisherSuhrkamp
seriesGesammelte Schriften
volumeSiebter Band. Erster Teil
printrunErste Auflage
editorRolf Tiedemann und Hermann Schweppenhäuser
year1991
isbn3-518-28537-8
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20120810
projectid29ba0c35
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47

Solange Nacht das Dunkel hält gebreitet
Für Tier und Mensch die schläfert es im Räume
Netzt unser Lager Feuer aus dem Traume
Der in dem Herz der toten Freundin streitet

Vor Dämmer während in dem breiten Baume
Der Vogel ruft der scheu den Tag geleitet
Der Schatten in den langen Gräsern gleitet
Umkränzet Glut das Grab am schwarzen Saume

Der Morgen wendet sich auf dieser Stätte
Zur Nacht zurück die kühle Winde sendet
Der Nachmittag verbirgt im Rasenbette

Sich vor dem Strahle welcher feindlich blendet
Und als es Mittag war hat mit den Stunden
Sich all sein Licht in ihrem Grab gefunden.

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