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Walter Benjamin: Sonette - Kapitel 34
Quellenangabe
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typepoem
authorWalter Benjamin
titleSonette
publisherSuhrkamp
seriesGesammelte Schriften
volumeSiebter Band. Erster Teil
printrunErste Auflage
editorRolf Tiedemann und Hermann Schweppenhäuser
year1991
isbn3-518-28537-8
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20120810
projectid29ba0c35
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33

In Gott eröffne ich mein Testament
Und hinterlasse meiner Tochter Liebe
Wenn meine Zeit verronnen wie im Siebe
Wasser verrinnt wie Reisig niederbrennt

Hier dieses Buch das sie von jung auf kennt
Warum ich es bis in den Tod verschiebe
Ihr auszuliefern was ihr ewig bliebe
Hat diesen Grund: wenn uns die Stunde trennt

Mein Leib verfällt von Sehnsucht aufgezehrt
Dies überdauert dessen Blätter Reben
Verschließen die kein Wachstum je vermehrt

Dann will ich es im Sterben übergeben
An meine Tochter Liebe die es wert
Daß jubelnd sie's erkenne als sein Leben.

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