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Walter Benjamin: Sonette - Kapitel 33
Quellenangabe
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typepoem
authorWalter Benjamin
titleSonette
publisherSuhrkamp
seriesGesammelte Schriften
volumeSiebter Band. Erster Teil
printrunErste Auflage
editorRolf Tiedemann und Hermann Schweppenhäuser
year1991
isbn3-518-28537-8
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20120810
projectid29ba0c35
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32

Mir wahrt der Tag aus seinem Licht die Gnade
Der letzten Stunde die mit Gold verbrämt
Den Saum der Wolke wenn sich müd gegrämt
Verlassene Erinnerung zum Bade

Der hellen Wasser beuget sich verschämt
Der Geist am Weiher wo die braunen Pfade
Von Freundestritten führen in die grade
Unendlichkeit die meine Sinne lähmt

Und ich erkenne den bereiten Ort
Mein Fuß hält ein das Gras soll unversehrt
Der Boden heil verbleiben mich belehrt

Der schräge Strahl der Sonne welche dort
Dem Horizonte ihre Glut beschert:
Der Tag verscheidet mir erscheint mein Hort.

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