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Sind Götter?

Felix Dahn: Sind Götter? - Kapitel 14
Quellenangabe
typefiction
authorFelix Dahn
titleSind Götter?
printrunZweite, durchgesehene Auflage
year1878
correctorreuters@abc.de
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XIII.

Und war das nun sehr wunderbar zu sehen wie Halfred ein ganz anderer geworden war, seit er Thora gewonnen hatte.

Er legte den zerschlissenen Dunkelrock ab und kleidete sich in das kostbarste Königsgewand von Scharlach und reichem Gold, welches im Beutehort des Singschwans als ein Kleinod zu unterst lag.

Er trank den funkelnden Chioswein aus silbernen Schalen und eifrig trank er Thora Freya's Minne zu.

Er spielte viel auf ihrer Harfe und sang neue Lieder, viel schönere und heißere und mächtigere, nach einer Weise, die er erfand und »Thora's Stimmfall« nannte.

Und schien er ganz verjüngt: denn von seiner Stirne wichen die tiefen Furchen: die Augen, die er gesenkt getragen, als schaue er rückwärts oder in sich selbst hinein, schlug er nun leuchtend wieder auf: und um seinen Mund spielte wieder selig das Lächeln des Wunsches.

Und er wich Tag und Nacht nicht von seines jungen Weibes Seite: und ward nicht müde, ihr langes goldenes Haar zu streicheln oder ihr tief in die goldenen, selig schimmernden Augen zu sehen.

In der Nacht aber legte er sie oft auf seine Arme und hielt sie hoch empor: und zeigte sie schweigend den schweigenden Sternen.

Und hatte selbst das Steuer ergriffen, den Singschwan nach Süden zu wenden: »denn« sprach er, »Thora soll die Inseln schauen, die seligen, im blauen Griechenmeer, auf welchen Marmorbilder, weiß und schlank gleich ihr, aus immergrünen Lorberbüschen lauschen.«

Und die Brandflecken der Schwanenflügel ließ er tilgen und Mast und Rahen mußten stets mit frischen Blumen begränzt sein: denn Thora liebte die Blumen.

Das junge Weib aber hatte nur Augen für Halfred: sie sprach nicht viele Worte, aber unter süßem Lächeln flüsterte sie oft:

»Ja wahrlich, du bist des Himmels Sohn: Erdenmänner, wie ich sie sonst gesehen in meines Vaters Halle, mögen nicht so gewaltig sein und so weich zumal; du bist wie das Meer: ein furchtbarer unwiderstehlicher Gott und ein lieblich träumendes Kind zugleich.«

Und wenn sie dahin schwebte über das Schiff im ganz schneeweißen Gewände und mit dem goldig fluthenden Haare, so hielten die Männer an den Schiffsbänken mit Rudern inne und Hartvik an seinem Steuer vergaß des Steuers zu achten und folgte ihren Schritten mit staunenden Augen.

Und wenn sie nahe an's Land fuhren und die Leute sie auf den Flügeln des Singschwans schweben sahen – wo sie am liebsten stand – so streuten sie ihr opfernd Blumen: denn sie glaubten, Frigg oder Freya komme zu Gastbesuch herangesegelt.

Und sagte mir Halfred, daß sie schöner wurde von Tag zu Tag.

Und ging das so wohl vier mal sieben Nächte.

Und war Halfred so berauscht und versunken in Thora, daß er gar nicht darauf achtete, was unter dem Schiffsvolk brütete und was seine Blutsbrüder, die sich seitab von ihm hielten, zusammen raunten. Er hörte nur einmal, wie ihm später einfiel, daß Hartvik zu Gigil flüsterte: »Nein, sage ich dir! Niemals thut er es selbst und in Güte. Auch dem Kranken muß der Arzt mit Gewalt die Wunde ausbrennen.«

Er achtete nicht auf diese Worte und verstand sie nicht.

Bald darauf aber verstand er sie.

In einer hellen Mondnacht hatten Halfred und Thora bereits in ihrer Kammer im Zwischendeck, wohin eine schmale Lucke und Treppe abwärts führte, das Lager gesucht: und Thora war entschlummert. Bevor aber Halfred einschlief, war es ihm, als spüre er deutlich den Singschwan, zwar sehr langsam, aber doch unverkennbar wenden: er ächzte wie widerstrebend unter dem Druck des Steuers; auch glaubte er, viele Tritte auf Deck zu hören durch die offene Lucke, flüsternde Stimmen und hin und wieder klirrende Waffen: unwillkürlich blickte er zu Häupten des Lagers, wo sein Hammer schützend über dem Brautpfühl hieng: die Oese war leer, der Hammer fehlte. Rasch, aber leise, die Schlummernde nicht zu wecken, sprang er die schmale Treppe hinauf: er kam gerade noch recht: eben waren Hartvik und Eigil daran, das schwere Fallbrett, das mit einem Riegel über die Lucke zu schieben war, darüber zu ziehen und so das Paar im Zwischendeck einzuschließen: da stand Halfred schon mit dem rechten Fuß auf Deck, mit dem linken auf der ersten Treppenstufe: Hartvik und Eigil sprangen vom Boden auf und wichen etwas zurück, Hartvik stützte sich auf Halfreds Hammer; das Schiffsvolk stand in Waffen im Halbkreis hinter ihm: auch das Steuer war von Bewaffneten besetzt und hatte gewendet: das Schiff ging nicht mehr nach Südost, es hielt nach Westnordwest und die Segel waren halb gerefft.

»Was schafft ihr da, meine Blutsbrüder,« sprach Halfred leise – denn er dachte Thora's, – und immer erstaunt noch mehr als erzürnt »raset ihr oder seid ihr untreu geworden?«

Eine Weile schwiegen Alle, erschreckt durch Halfreds plötzliches Erscheinen, den sie im tiefsten Schlaf an Thora's Seite wähnten. Aber Hartvik faßte sich und sprach:

»Nicht wir sind rasend und treulos geworden, aber du, unser unseliger Bruder, unter Elbenzauber. Wir wollten vollführen, was geschehen muß, ohne daß du's hindern konntest: du solltest das Deck erst wieder betreten, wenn du, dir zum Heile, gegen deinen Willen, gerettet warst.

Nun du aber zu früh dazu gekommen, erfahre, was wir, deine Blutsbrüder, und die Meisten hier an Bord im versammelten Schiffsrath gestern Nacht beschlossen, dir zum Heil beschlossen, wenn auch Manche widersprachen und dich erst fragen wollten. Füge dich drein in Güte: denn unabwendbar ist's wie Sternengang. Und ob du auch sehr stark bist, Halfred Hamundssohn, bedenke, du bist ohne Waffen und wir sind siebzig.« –

Halfred schwieg: mächtig schwoll ihm die Zornesader, aber er dachte Thora's: »Sie schläft,« flüsterte er, »sagt leise, was ihr zu sagen habt: ich höre.«

»Halfred, unser lieber Blutsbruder,« fuhr Hartvik leiser fort, »du liegst zaubersiech in eines Weibes Banden, die – ich will sie wahrlich nicht schelten, denn ich liebe sie viel heißer als mein eigen Herzblut – was immer sie sein mag – ein Erdenweib ist sie unzweifelhaft nicht!

Hier waltet einer der stärksten Zauber, die je gezaubert worden und je Mannessinn bethört.

Nicht schmähe ich sie darum, wie manche thun unter den Segelbrüdern.

Sie kann nicht anders: es ist ihr Wesen so.

Sie ist wohl ein Elbenweib oder wie sonst die Iren ihre weißen Halbgöttinnen nennen.

In alten Sagen ist's erzählt: es giebt solche Weiberwesen, welche, sie wollen oder nicht, wohin sie kommen, aller Männer Augen und Herzen berücken; in Herjadal lebte eine solche vor siebzig Jahren: und ward nicht eher Ruhe im Lande, bis man ihr einen Mühlstein um den Hals gehängt und sie versenkt hatte, wo der Fjord am tiefsten war.

Daß aber dieses Weib kein Erdenweib, sieht jeder, der ihr einmal nur in das weiße Antlitz sah, durch das alle Adern bläulich schimmern, und in das elfisch leuchtende Goldauge: dazu braucht einer nicht erst gesehen zu haben, was manche unter uns gesehen, wie sie neulich in der Vollmondnacht unhörbar sich von deiner Seite hob und herauf schwebte auf Deck und mit geschlossenen Augen auf den schmalsten Flügelfedern des Singschwans auf und nieder tanzte wie Elben auf Mondenstrahlen. Und als der Mond wieder hinter Wolken gieng, glitt sie ebenso leise hinab zu dir.

Aber das ist das geringste ihrer Wunder.

Nicht bloß dich hat ihr Reiz berückt: verwirrt hat sie die Segelbrüder Alle, daß sie Pflicht und Ruder vergessen, ihr nachzuschauen, wie sie schwebt.

Ja, unter uns Blutsfreunden selbst hat sie furchtbare, unheimliche Gedanken entzündet gegen dich und gegen einander: ich, der ich der Weiber nie geachtet und Eigil, der nie eines anderen Weibes gedacht als meiner verbrannten Schwester, wir haben uns offen und treuherzig neulich Nacht gestanden, wie uns das schweigende weiße Mädchenweib die Sinne so wild verrückt hat, daß jeder von uns schon dir den Tod gewünscht, ja selbst den Tod gesonnen, um dann die Goldgelockte zu gewinnen.

Und als wir uns beide den gleichen Gedanken gestanden, schämten wir uns.

Und sannen doch zugleich einer dem Andern den Tod!

Das muß ein Ende nehmen!

Es soll nicht dieß schlanke gleißende Weib Männer zu Mördern machen in ihren Gedanken, die Feuer und Blut mit einander getheilt.

Nicht über Bord wollen wir sie werfen, wie manche der Segelbrüder gerathen aus Geisterfurcht – was hülfe es auch: sie schwämme wie eine Silbermöve auf den Spitzen der Wellen! – aber zurückführen wollen wir sie auf das einsame Eiland, wo kein Männerauge sie schaut und wohin sie wohl weise Götter gebannt. Wir alle wollen genesen und keiner soll haben, was Jeder begehrt.«

Furchtbar pochte die Zornesader an Halfreds Schläfe: »Dem ersten,« sprach er ganz leise aus knirschenden Zähnen, »dem ersten, der eine Hand, ja nur den Blick nach ihr erhebt, dem reiß' ich das freche Herz aus lebendem Leib.«

Und er trat auch mit dem linken Fuß empor auf das Deck, so daß er ganz die Lucke füllte.

Und so furchtbar drohend war sein Antlitz zu schauen, daß Hartvik und alle die Gewaffneten zwei Schritte zurück wichen.

Aber Eigil trat wieder einen Schritt vor und hob an mit lauterer Stimme als Hartvik geführt hatte:

»Halfred, gieb nach, wir haben's geschworen! Wir werden dich zwingen.«

»Ihr mich zwingen?« rief auch Halfred jetzt mit stärkerer Stimme, »Meutrer und Empörer an Singschwansbord! Was sagt der Wikinga-Balk? Dem Hund gleich soll hangen am Hals an der Hauptrah, wer heimlich dem Schiffsherrn verhetzt den Gehorsam!«

»Dem Schiffsherrn ja, wenn nicht Wahnsinn ihn wirrt,« schrie Eigil dagegen.

»Darfst du vom Rechte reden, Halfred Hamundssohn?

Nur weil Wahnsinn und Zauber dich entschuldigen, haben wir nicht längst unser Recht gebraucht gegen dich, der du jedwedes Wort und Band des Rechts gebrochen. Wir heischen unser Recht! Du aber hast kein Recht auf jenes Weib.

Hast du vergessen, eidbrüchiger Mann, jener blutigen Sonnwendnacht am Hamundfjord? Davon hast du ihr wohl nicht geredet, als du wie ein liebesiecher Knabe um diese schlanke Zauberin gefreit.

Du hast es vergessen: aber der Seefahrer, der an jener Stätte vorüberfährt, der schaut mit Grausen den ungeheuren schwarzen Heklastein, der da ein ungeheures Schicksal verbergen soll und decken einen ungeheuren Fluch. Aber so groß und schwer er ist – er kann es nicht niederbergen: aufsteigen racheheischend die Schatten der viel hundert Todten, die dort ruhen um deine Schuld und denen du Pflicht und Schwur gebrochen.

Denn wie hast du geeidet in jener Nacht?: ›,Abschwöre ich hier um des grausen Unheils willen, das ich heraufgeführt über Weib und Kind und viele hundert Freunde und Fremde, abschwör' ich für immer dem Glück und der Freude, dem Sang, dem Frohtrunk, der Weibesliebe. Den Todten nur, den um meine Schuld Erschlagenen, mit deren Asche ich mich hier auf diesem Grabhügel bedeckt, gehör ich an und unter den Lebenden, meinen treuen Blutsbrüdern. Und breche ich dies schwurheilige Gelübde, ganz soll Frau Harthilds Fluch sich vollenden.‹, – Aber du scheust nicht mehr Götter und Menschen: nicht uns mehr, deine Blutsbrüder, die zu dir gestanden bis in den Tod, die dir Treue gehalten gegen die eigenen Sippen, die dein Haupt geschützt gegen König Hartsteins Schwert, als du wehrlos wie ein Kind in unsern Knieen lagst, die wir unsere nächsten Gesippen für dich erschlagen, die wir Schwester und Geliebte dir verziehen.

Auch sie selbst, deren üppige Lippen dir das Vergessen in die Stirne geküßt, auch sie selbst hat deine Selbstsucht mit vergessen: denn du wirst sie verderben: so gewiß die Götter Flüche vernehmen und Eidbrüche strafen.

Du hast der Weißarmigen wohl nie erzählt, welch' furchtbaren Fluch du mit jedem Kuß näher und näher heranziehst auf ihr Haupt.«

»Schweig! Rabe,« rief Halfred drohend, in Grauen und Zorn erbleichend.

Aber Eigil fuhr fort: »Wer weiß, ob die goldenen Augen sich nicht schaudernd von dir wendeten, wüßten sie, daß auf deinem Haupte lastet der Fluch des durch dich verbrannten Eheweibes, des ungeboren gemordeten Sohnes! Und du hast sie ausgesetzt wie dich selber dem grimmigsten Wort: – es wird sich erfüllen, denn unfehlbar ist so todtgrimmiger Haß:

Fluch über deine stolzen Gedanken – Wahnsinn soll sie schlagen!

Fluch über deine falschen Augen – Blindheit soll sie treffen!

Fluch über deine lügenden Lippen – sie sollen verlechzen und nie mehr lächeln!

Doch zwiefacher Fluch soll euch beide zerfleischen, wenn Weibesliebe du wieder gewinnst. In Irrsinn und Siechthum soll sie verderben, die du mehr als deine Seele liebst.«

Da scholl ein leises Aechzen seelenzerschneidend aus der Luckenöffnung.

»Du hier?« rief Eigil und starrte.

Halfred wandte sich: da stand hinter ihm Thora, nicht weiß, wie sonst, sondern hochroth erglühenden Hauptes, wie eine Mohnblume: die Augen wirr nach oben gegen den Mond und die Sterne gerichtet; beide Arme hob sie plötzlich hoch empor, als wollte sie einen furchtbaren Streich aus den Wolken von Halfreds Haupt abwenden – dann nochmal ein leises, aber markdurchdringendes Aechzen: und nun fiel sie nach vorwärts auf das Antlitz wie eine gemähte Blume: Blut floß von ihrem Munde: rasch wollte Halfred sie erheben, aber leblos hing die leichte Gestalt in seinen Armen. »Todt? schrie Halfred, gemordet? Und ihr habt sie gemordet?«

Er ließ die Eiskalte gleiten, entriß, in gewaltigem Satz vorspringend, Hartvik seinen Hammer und weit ausholend traf er mit einem einzigen Streich seines Armes zerschmetternd seiner beiden Blutsbrüder Häupter, daß Hirn, Blut und Schädelknochen umher spritzten.

Und auf diese That begann an Bord des Singschwans ein Morden, ähnlich dem in der Sonnwendnacht: nur viel kürzer währte es: denn es waren weniger zu erschlagen.

Halfred war, als sei ihm die Schläfenader gesprungen: er fühlte statt Gehirns nur siedendes Blut in dem Haupt, er schmeckte Blut im Munde, er sah nur rothes Blut vor Augen; ohne Wahl, ohne zu fragen, wer für ihn sei oder wider ihn, sprang er in den dichtesten Haufen der Gewaffneten, faßte Mann für Mann mit der Linken an der Gurgel und zerschlug ihnen mit der Breitseite des Hammers den Schädel.

Er achtete gar nicht darauf, daß eine Hand voll Leute zu ihm standen; er merkte nicht die zahlreichen Wunden, welche er an Armen und im Gesicht und an den Händen im Nahekampf von den Verzweifelten empfieng; er raste fort, und mordete, bis Alle, die er vor sich gesehen, stumm und todt auf Deck lagen: da wandte er sich, hoch den Hammer schwingend, und schrie:

»Wer athmet noch außer Halfred auf dem Fluchschiff?«

Da sah er, daß etwa sechs Männer noch, von denen die zu ihm geholfen hatten, hinter ihm knieten: sie hielten im Halbkreis Thora's Leib mit ihren Schilden umringt und hatten manchen Speerwurf abgewendet, der der Leiche der weißen Walandin gegolten: Halfred erkannte das.

»Steht auf,« sagte er, mit dem linken Arm sich Blut und Schweiß von der Stirne und weißen Schaum vom Munde wischend.

Er steckte den blutigen Hammer in den Gürtel und kniete neben Thora, ihr Antlitz, das bleicher geworden als je zuvor, an seine Brust schmiegend.

»Es war zuviel auf einmal zu hören und zu tragen. Dieses Fluches furchtbare Hagelkörner haben die weiße Rose zu schwer getroffen.«

Da schlug sie die Augen auf und hauchte: »Nicht um mich, nur um dich hat mich der Fluch, der grauenhafte, erschreckt.«

»Sie lebt! sie lebt! Dank euch, ihr gütigen Götter,« jubelte Halfred auf. »Sie konnte ja auch nicht sterben um fremde Schuld! Sie muß genesen, so wahr als Götter leben. Erläge Thora um meine, um anderer Menschen Schuld, mit diesem Hammer müßt' ich alle Götter erschlagen.«

Und zärtlich und leise wie eine Mutter das kranke Kind hob der gewaltige Mann das junge Weib auf seine beiden Arme und trug sie, sacht auftretend, die Stufen hinab.

Aber noch einmal bevor sie das Deck verließ, schlug Thora die Augen auf: sie sah Halfred über und über mit Blut befleckt: sie erkannte an Rüstung und Gewand Hartviks und Eigils Leichen mit furchtbar zerschmetterten Häuptern: sie sah das ganze Deck mit Todten besät: sie sah, daß nur sehr wenige noch übrig waren von dem Schiffsvolk und schaudernd, zusammenzuckend, schloß sie wieder die Augen.

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