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Schwarze Sonne Afrika

Leopold Frobenius: Schwarze Sonne Afrika - Kapitel 106
Quellenangabe
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authorLeo Frobenius
titleSchwarze Sonne Afrika
publisherWilhelm Heyne Verlag
isbn3453119932
year1996
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
created20091008
modified20140825
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Kampangalla und Umoï

Felszeichnung

Kampangalla lebte bei seinem Vater. Sein Vater nahm zwei Sklaven und gab sie Kampangalla. Kampangalla lebte nun im Busch, nahe dem Dorf seines Vaters. Kampangalla wollte keine Frau von der Erde heiraten. Eine schöne Frau kam zu ihm. Er wies sie ab. Ein schönes Mädchen kam zu ihm. Er wies es ab. Kampangalla wies alle Frauen zurück. Eines Tages badete er nahe seinem Wohnplatz im Fluß. Da traf er eine Frau. Kampangalla fragte: »Wie heißt du?« Die Frau sagte: »Ich heiße Umoï.« Kampangalla sagte: »Ich will dich heiraten.« Die Frau sagte: »Du mußt erst zahlen.« Kampangalla sagte: »Komm mit in mein Haus.« Umoï sagte: »Ich will mitkommen, aber kein Mensch darf mich sehen.« Kampangalla sagte: »Es ist gut, ich wohne abseits vom Dorf im Busch.« Umoï ging mit Kampangalla in dessen Haus. Nach zwei Tagen sagte Umoï: »Ich will nun zu meinem Vater zurückgehen. Gib mir! Du kannst nachkommen. Geh in das Wasser da, wo du mich gefunden hast. Nachher wirst du den Weg schon sehen. Frage nach Umoï. Du darfst aber nie bei uns tanzen.« Kampangalla nahm die beiden Sklaven und gab sie Umoï. Er sagte: »Es ist gut, ich werde nachkommen.« Nach einiger Zeit ging Kampangalla zu seinem Vater und sagte: »Ich habe eine Frau genommen. Nun will ich hingehen und sie holen.« Der Vater nahm einen Hammel. Er schnitt ihm ein Ohr ab und gab Kampangalla den Hammel. Kampangalla ging mit dem Hammel ans Wasser. Er fand den Weg. Er kam in das Dorf Umoïs. Kampangalla fragte: »Wo ist Umoï?« Die Leute zeigten ihm Umoïs Haus. Er sah, daß Umoï nur ein gutes Bein hatte. Das andere Bein war zurückgebogen. Kampangalla sagte: »Du hast nur ein rechtes Bein. Du bist nicht meine Frau.« Umoï sagte: »Ich bin deine Frau, du hast das nur zuerst nicht gesehen.« Kampangalla sagte: »Ich mag dich nicht.« Die Leute tanzten. Umoï hatte zu Kampangalla gesagt: »Tanz nicht!« Kampangalla tanzte doch. Darauf wurde sein einer Fuß ebenso rückwärts gekehrt wieder Umoïs. Kampangalla wurde sehr böse. Er sagte: »Gib mir meine zwei Sklaven zurück!« Er nahm die zwei Sklaven und den Hammel und kehrte zur Erde zurück. Kampangalla wurde von allen Leuten ausgelacht. Die Leute sagten: »Wir haben dir immer gesagt: »Nimm eine gute Frau«. Nun hast du eine Frau aus dem Wasser genommen!«

Nach einiger Zeit starb Kampangalla.

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