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Schöne wilde Welt

Richard Dehmel: Schöne wilde Welt - Kapitel 53
Quellenangabe
typepoem
booktitleSchöne wilde Welt
authorRichard Dehmel
firstpub1913
year1913
publisherS. Fischer Verlag
addressBerlin
titleSchöne wilde Welt
created20040919
sendergerd.bouillon
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Ballade vom freien Herzen

Max Dauthendey zum Andenken

        Es hatte ein Held eine Fee befreit
aus eines Drachen Klauen;
sie ruhte an seinem Panzerkleid
voll Freude und Vertrauen
    auf seinem raschen Pferde.

Mein Held, was klopft dein Herz so sehr,
als wollt es dein Kettenhemd sprengen;
ich begehre nach keiner Freiheit mehr,
möcht ewig so an dir hängen
    auf deinem raschen Pferde.

Sie kamen an einem Röhricht vorbei,
draus schnob eine Hydra Flammen;
der Ritter machte sein Fechtzeug frei
und zog die Zügel zusammen
    auf seinem raschen Pferde.

Mein Held, mein Gebieter, was ficht dich an,
was lockt dich noch zu streiten;
ich weiß, du bist mein beherzter Mann,
komm, laß uns weiter reiten
    auf deinem raschen Pferde.

Meine Fee, meine Herrin, dir zum Preis
wollt ich mein Herz wohl bezwingen;
aber eh ich's niederzügle auf dein Geheiß,
eher soll mich die Hydra verschlingen
    samt meinem raschen Pferde.

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